Uruguay muss in die Play-offs

Chile und Ecuador sichern sich WM-Tickets

Arturo Vidal
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Arturo Vidal fährt mit Chile zur WM 2014 nach Brasilien.

Köln - Auch in der Südamerika-Gruppe wurden die letzten direkten Tickets für die WM 2014 vergeben. Überraschenderweise muss der Kontinentalmeister Uruguay in die Play-offs.

Südamerika-Meister Uruguay hat trotz eines 3:2 (2:2)-Prestigeerfolgs gegen Argentinien die direkte Fahrkarte zur Fußball-WM 2014 verpasst. Dagegen löste das 2:1 (2:0) zwischen Chile und Ecuador bei beiden Gegnern Jubel über die erfolgreiche Qualifikation zur Endrunde im kommenden Jahr in Brasilien aus.

Argentinien und Kolumbien, das zum Abschluss der Eliminatorias 2:1 (1:1) in Paraguay gewann, hatten sich schon zuvor zwei der vier Direkttickets zur WM vor der Haustür gesichert. Das 1:1 (1:1) zwischen Peru und Bolivien war nur noch von statistischem Wert. Für die „Urus“, WM-Vierter 2010, bleibt der Umweg über die Play-offs gegen Asienvertreter Jordanien.

Vor über 60.000 Fans in Montevideo glich Maximiliano Rodriguez (15., 42.) die jeweilige Führung der Hausherren durch Cristian Rodriguez (7.) und Luis Suarez (35./Elfmeter) aus. Edinson Cavani (50.) gab Uruguay mit dem Siegtor immerhin die Chance, ein Erfolg in den interkontinentalen Qualifikationsduellen vorausgesetzt, mit einer Topplatzierung im FIFA-Ranking als Gruppenkopf bei der Auslosung im Dezember gesetzt zu werden.

Bale, Cavani & Co.: Die weltweit teuersten Transfers des Sommers

Bale, Özil & Co.: Die weltweit teuersten Transfers des Sommers

Auch diesen Sommer war das Transferkarussel mächtig in Bewegung: Wir haben für Sie die 25 teuersten Spielerwechsel dieser Transferperiode zusammengestellt. Darunter befinden sich auch drei deutsche Nationalspieler. Bei der Höhe der Ablösesummen berufen wir uns auf transfermarkt.de. Den Anfang macht Jesús Navas. Der Flügelflitzer wechselte für 20 Mio. Euro vom FC Sevilla zu Manchester City. © dpa
Mamadou Sakho verließ kurz vor Transverschluss Paris St. Germain. Der französische Nationalspieler schloss sich für 21 Mio. Euro dem FC Liverpool an. © AFP
André Schürrle schafft es auf Platz 23. Sein Wechsel zum FC Chelsea brachte Bayer Leverkusen 22 Mio. Euro ein. © dpa
Ohne Jesús Navas wollte Álvaro Negredo (r.) wohl nicht beim FC Sevilla bleiben. Vielleicht wechselte er deshalb ebenso wie sein Teamkollege zu Manchester City. Ablösesumme: 25 Millionen Euro. © dpa
Der brasilianische Nationalspieler Bernard (r.) konnte beim Confederations Cup auf sich aufmerksam machen. Shakhtar Donetsk waren die Dienste des 20-Jährigen 25 Millionen Euro wert. © dpa
"Thiago oder nix" war die ziemlich deutliche Ansage von Bayerns neuem Trainer Pep Guardiola (l.). Dem Wunsch des Spaniers kamen die Bayern-Bosse nach und holten Thiago Alcántara (r.) für 25 Millionen Euro an die Säbener Straße. © dpa
Der AS Monaco profitiert neuerdings von seinem schwerreichen Sponsor Dmitri Rybolowlew. Der russische Milliardär ermöglichte in diesem Sommer Transferausgaben in Rekordhöhe. Insgesamt wurden 166 Millionen Euro ausgegeben. Unter anderem wurden 25 Mio. an den FC Porto überwiesen. Im Gegenzug kam Spielmacher João Moutinho. © AFP
Stevan Jovetic (l.) gilt als eines der größten Talente in Europa. Manchester City war er 26 Mio. Euro wert. Der AC Florenz musste nicht lange trauern, man holte im Gegenzug Mario Gomez vom FC Bayern. © dpa
Borussia Dortmund verlor in diesem Sommer in Mario Götze einen seiner besten Spieler an Bayern München. Sein Nachfolger ist Henrikh Mkhitaryan. Er kommt für 27,5 Millionen Euro von Shakhtar Donetsk und ist der teuerste Transfer in der Historie der Borussia. © dpa
Real Madrid hat in diesem Sommer mächtig aufgerüstet. Für das defensive Mittelfeld kam Asier Illarramendi für 30 Millionen Euro von Real Sociedad San Sebastián. © AFP
Tottenham Hotspur versucht den Abgang von Gareth Bale durch die Verpflichtung mehrerer Spieler zu kompensieren. Insgesamt investierte man in diesem Sommer 121 Mio. Euro in Neuzugänge. Allein 30 Millionen überwies man an den AS Rom für den Rechtsaußen Érik Lamela. © dpa
Isco wurde in diesem Sommer mit Spaniens U 21 Europameister. Auch auf Vereinsebene machte er den nächsten Schritt und wechselte zu einem Top-Klub. Real Madrid zahlte 30 Mio. Euro an den FC Málaga. © AFP
Der FC Valencia ist extrem hoch Verschuldet. Über 270 Millionen Euro an Verbindlichkeiten stehen zu Buche. Kein Wunder, dass man Torjäger Roberto Soldado für 30 Mio. an Tottenham verkaufte, um wirtschaftlich überlebensfähig zu bleiben. © dpa
Marquinhos ist mit seinen 19 Jahren eines der größten Innenverteidiger-Talente. Paris Saint-Germain war er sage und schreibe 31 Mio. Euro wert. Für die Franzosen kein Problem, man wird ja aus Katar gesponsert. Den AS Rom wird es freuen. © AFP
Manchester United schlug in den letzten Stunden der Transferperiode zu und verpflichtete vom FC Everton Marouane Fellaini für 32,5 Mio. Euro. © dpa
Gonzalo Higuaín tritt beim SSC Neapel die Nachfolge von Edinson Cavani an. Die Italiener überwiesen für ihn 37 Millionen Euro an Real Madrid. © AFP
Dank einer Ausstiegsklausel konnte Mario Götze für 37 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum FC Bayern wechseln. Dadurch schaffte er es auf Platz 9 der Rangliste. © dpa
Weil der russische Sponsor finanzielle Probleme hat, stand bei Anzhi Makhachkala der Ausverkauf an. Der Brasilianer Willian wechselte für 38 Millionen zum FC Chelsea. © dpa
Fernandinho passt perfekt in das Spielsystem von Manchester Citys neum Trainer Manuel Pellegrini. Für 40 Mio. Euro konnte City ihn von Shakhtar Donetsk loseisen. © dpa
James Rodríguez wechselte gemeinsam mit Joao Moutinho vom FC Porto zum neureichen AS Monaco. Für den Kolumbianer zahlten die Franzosen 45 Millionen Euro Ablöse. © dpa
Mesut Özil verlässt nach drei Jahren Real Madrid und wechselt zum FC Arsenal. Für ihn wurden 50 Mio. Euro überwiesen. Es ist damit der teuerste Transfer eines deutschen Spielers aller Zeiten. In dieser Rangliste belegt er dadurch Rang 5. © dpa
Der FC Barcelona sicherte sich die Dienste des brasilianischen Superstars Neymar. 57 Millionen Euro wurden an den FC Santos überwiesen. © AFP
Bei Falcao rechnete man mit einem Wechsel in die englische Premier League, der FC Chelsea galt als heißer Anwärter. Er aber entschied sich für den AS Monaco, der für ihn 60 Mio. Euro an Atlético Madrid überwies. © dpa
Im letzten Sommer Ibrahimović, in diesem Sommer Edinson Cavani: Paris St. Germain hat sich für 64,5 Millionen Euro den Stürmer vom SSC Neapel geangelt. Es könnte eines der gefährlichsten Sturm-Duos Europas werden. © dpa
Auf Platz eins kann natürlich nur er stehen: Gareth Bale. Nach monatelangen Verhandlungen und täglich neuen Wasserstandsmeldungen wurde kurz vor Transferende der Wechsel des Walisers von Tottenham zu Real Madrid bekannt gegeben. Laut transfermarkt.de beträgt die Ablösesumme 91 Mio. Euro. Nachdem aber von beiden Vereinen Stillschweigen über die Höhe vereinbart wurde, halten sich weiterhin hartnäckige Gerüchte von einer Summe von bis zu 100 Millionen Euro. Damit wäre er teuerste Transfer aller Zeiten und würde Cristiano Ronaldo ablösen. Der wechselte 2009 für 94 Millionen von Manchester United zu - natürlich - Real Madrid. © dpa

Dabei hatte Chile mit den Toren des Barcelona-Stürmers Alexis Sanchez (36.) und des Ex-Leverkuseners Arturo Vidal (39.) die „Urus“ kurzzeitig sogar an ein Wunder glauben lassen. Doch Ecuadors Felipe Caicedo (67.) machte mit seinem Anschlusstreffer alle Hoffnungen des Copa-America-Champions zunichte.

In der CONCACAF-Qualifikation hat Honduras als drittes Team nach den USA und Costa Rica den Sprung zur Fußball-WM 2014 in Brasilien geschafft. Die Elf des Karibikstaats holte sich beim Schlusslicht Jamaika, das von Ex-Bundesligacoach Winfried Schäfer trainiert wird, den entscheidenden Punkt und nimmt zum dritten Mal nach 1982 und 2010 an einer WM-Endrunde teil. Mexiko, das am letzten Spieltag der Qualifikation in Nord- und Mittelamerika 1:2 (1:1) bei Costa Rica unterlag, bleibt der Gang in die Play-offs gegen Neuseeland.

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann gewann mit den USA 3: 2 (0:1) bei Panama und holte damit den siebten Sieg im zehnten Spiel. Graham Zusi und Aron Johannsson drehten die Partie in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit und leisteten damit Schützenhilfe für Mexiko. Bei einem Sieg hätte sich Panama für die Play-offs qualifiziert.

Die schon feststehenden WM-Teilnehmer 2014 im Überblick:

Brasilien (Gastgeber)

Argentinien

Australien

Belgien

Bosnien-Herzegowina

Chile

Costa Rica

Deutschland

Ecuador

England

Honduras

Iran

Italien

Japan

Kolumbien

Niederlande

Russland

Schweiz

Spanien

Südkorea

USA

Die übrigen Teilnehmerplätze werden in den jeweiligen kontinentalen Play-offs ausgespielt.

SID

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