Italien dankt den Rossis

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Guiseppe Rossi (l.) bejubelt seinen Treffer zum 1:1 gegen die USA . Daniel de Rossi schaut zu.

Pretoria - Daniele de Rossi hat Fußball-Weltmeister Italien um Kurzzeitarbeiter Luca Toni gegen zehn wackere US-Boys vor einem Fehlstart beim Confederations Cup bewahrt.

Der Römer brachte die Azzurri am Montagabend in Pretoria mit seinem Treffer in der 72. Minute beim 3:1-(0:1)-Erfolg auf die Siegerstraße. Der in Amerika geborene Giuseppe Rossi (59./90.+3) hatte zuvor die Führung der Amerikaner durch den Ex-Münchner Landon Donovan (41./Foulelfmeter) ausgeglichen und in der Nachspielzeit auch den Schlusspunkt gesetzt.

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Vor 34 341 Zuschauern musste der Außenseiter um Bundesliga-Profi Michael Bradley nach der Roten Karte für Ricardo Clark (33.) im Loftus Versfeld-Stadion fast eine Stunde in Unterzahl spielen. Der eingewechselte Bayern-Stürmer Toni war von der 69. Minute an am Sturmlauf der Azzurri beteiligt; in der Nachspielzeit vergab er eine gute Möglichkeit zum dritten Treffer. Die Italiener traten in hellblauen Retro-Shirts und braunen Hosen der Weltmeistermannschaften von 1934 und 1938 an.

Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Eher mausgrau war der Auftritt der Tifosi gerade in der Anfangsphase. Gegen die auch nicht durch Spielfreude auffälligen, aber sehr gut organisierten Amerikaner kamen aus der Mittelfeldzentrale um Weltmeister Andrea Pirlo zu wenig Impulse. Immerhin machte sich die Absenz von Kapitän und Abwehrchef Fabio Cannavaro (Wadenverletzung) vorerst nicht bemerkbar. Ausgerechnet dessen Ersatz, Nicola Legrottaglie, bot sich per Kopfball in der 20. Minute die erste gute Chance zum Führungstor.

Die erste Sorglosigkeit in der Azzurri-Defensive hätte Gladbach- Profi Bradley (25.) nach Pass von Donovan bestrafen müssen. Donovan nutzte den sich bietenden Raum. Aber auch Joyz Altidore (30.) konnte ein Zuspiel nicht verwerten. Die Partie hatte Fahrt aufgenommen. US- Keeper Tim Howard wehrte einen Pirlo-Freistoß (32.) nur mit Mühe ab. Der chilenische Schiedsrichter Pablo Pozo brachte dann unnötig Farbe ins Spiel: Der erste Platzverweis des Turniers traf US-Boy Clark härter als der vorangegangene Tritt seinen Gegenspieler Gennaro Gattuso. Richtig lag der Referee kurz darauf, ein Eigentor von Jonathan Bornstein nicht anzuerkennen, da Mauro Camoranesi bei der Aktion im Abseits stand. Berechtigt war auch der Elfmeterpfiff nach Foul von Giorgio Chiellini an Altidore. Donovan verwandelte sicher.

Die zweite Halbzeit war ein einziger Sturmlauf der Italiener. Die Mannschaft von Trainer Bob Bradley konnten dem Druck letztlich nicht standhalten. Erst schlug der kurz zuvor eingewechselte Rossi zu. Vincenzo Iaquinta (69.) bot sich schon die Chance zum Siegtreffer der Tifosi. Den besorgte De Rossi per Distanzschuss. Die US-Boys hatten nichts mehr entgegenzusetzen und verpassten auch im zehnten Anlauf den ersten Sieg gegen Italien.

dpa

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