Irak soll das nächste Opfer Spaniens werden

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Spanien ist derzeit das Nonplusultra im Weltfußball.

Bloemfontein - Tore, Siege, Titel - Spaniens Rekordjäger sind nach dem Fünferpack gegen Neuseeland weiter hungrig.

Das nächste “Opfer“ beim geplanten Sturmlauf des Europameisters ins Halbfinale des Confederations Cups soll am Mittwoch (16 Uhr/DSF) in Bloemfontein Asien-Meister Irak sein. “Ich hoffe, wir werden von Spiel zu Spiel immer besser“, kündigte Spaniens Mittelfeldspieler Cesc Fabregas an - für die Iraker würde das nichts Gutes bedeuten. Ziel sei “wie gegen Neuseeland ein frühes Tor“, berichtete Abwehrspieler Carlos Marchena am Dienstag .

Der zweite Sieg im zweiten Spiel würde Spanien in Gruppe A nicht nur vorzeitig das Halbfinal-Ticket bescheren, sondern auch einen weiteren Eintrag in den Fußball- Rekordbüchern. Es wäre Sieg Nummer 14 in Serie - diese Bestmarke schafften bislang nur Australien (1996-97), Brasilien (1997) und Frankreich (2003-04). Dem nächsten Weltrekord kämen Torjäger Fernando Torres & Co. auch ganz nah: Seit 33 Spielen sind die Iberer ungeschlagen, Brasiliens Spitzenwert von 35 Partien aus den Jahren 1993 bis 1996 wackelt bedenklich. “Das ist eine Extra-Motivation“, bestätigte Trainer Vicente Del Bosque: “Unser erstes Ziel bleibt es aber, hier das Halbfinale zu erreichen.“

Über einen Wunschgegner für das Halbfinale mochte Champions- League-Sieger Carles Puyol vom FC Barcelona noch nicht spekulieren. “Brasilien und Italien sind beide starke Teams. Für uns zählt im Moment aber nur, uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Was immer dann kommt, wird kommen“, sagte der Abwehrspieler. “Wir haben keine Vorlieben“ - außer immer weiter zu gewinnen. “Die Erfolgsserie hat unser Selbstvertrauen sehr gestärkt“, verkündete Puyol. Beim Wettschießen um die Torjägerkrone will insbesondere Torres nach seinem Hattrick gegen die überforderten Neuseeländer unbedingt nachlegen. “Ich will dranbleiben, Tore schießen und versuchen, die Nummer eins des Turniers zu werden“, sagte der Goalgetter.

Iraks weit gereister Auswahltrainer Bora Milutinovic betrachtet die Partie eher als eine Art Streichergebnis. “Spanien ist eines der besten Teams in der Welt. Das Spiel ist wichtig, aber unser letztes Gruppenspiel gegen Neuseeland ist ungleich wichtiger. Wenn wir das gewinnen, haben wir eine gute Chance, ins Halbfinale einzuziehen.“ Wie beim 0:0 gegen Gastgeber Südafrika plant Milutinovic erneut mit einer defensiven Ausrichtung. “Ich wäre glücklich, wenn wir noch destruktiver spielen und dafür einen Punkt erhalten“, scherzte er und schwärmte vom Gegner: “Spanien hat eine großartige Generation von Spielern. Sie spielen spektakulären Fußball. Sie spielen perfekt.“

dpa

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