DFB-Elf: Jogi Löw bleibt bis 2012 Bundestrainer

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Jogi Löw

Hamburg - Joachim Löw bleibt bis 2012 Trainer der Fußball-Nationalmannschaft. Der 49-Jährige einigte sich am Dienstag mit DFB-Präsident Theo Zwanziger mündlich über einen neuen Vertrag.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte am Mittwochabend eine entsprechende Meldung der “Bild“- Zeitung. “Für uns stand nie infrage, dass wir mit dem Bundestrainer weiterarbeiten wollen. Ich bin froh, dass wir uns per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten und nun in Ruhe ins WM-Jahr gehen können“, kommentierte Zwanziger den nicht unerwarteten Vollzug. Die weiteren Details der Vereinbarung sollen im Januar nächsten Jahres festgeschrieben werden.

Die Bundestrainer - von 1926 bis heute

Prof. Dr. Otto Nerz war sozusagen der Urtyp des Bundestrainers. Zu seiner Zeit noch Reichstrainer genannt, leitete Nerz vom 1. Juli 1926 bis 7. August 1936 die Natonalmannschaft. Sein größter Erfolg war der dritte Platz bei der WM 1934. © getty
Auf Nerz folgte der legendäre Sepp Herberger, den Nerz gerne als seinen Musterschüler bezeichnete. Herberger führte die Deutsche Nationalmannschaft 1954 zum WM-Titel und setzte sich so selbst ein Denkmal. © dpa
Akkribisch notierte Herberger in einem Notizbuch alle Stärken und Schwächen der Gegner bereits lange Zeit vor der Videoanalyse. © getty
Sprüche wie „Der Ball ist rund“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ sind in die Fußballgeschichte eingegangen. Herberger leitete vom 1936 bis 1964 die Nationalmannschaft. © getty
Ein schweres Erbe trat Helmut Schön an, doch der „Lange“, wie ihn die Medien nannten, wiederlegte seine Kritiker. Gleich bei seiner ersten WM kehrte er aus England mit Silber zurück. In Deutschland wurde die Nationalmannschaft, nach dem verlorenen Finale (Stichwort: Wembley-Tor) wie ein Sieger gefeiert. © dpa
1972 holte er die Europameisterschaft und zwei Jahre später führte er Deutschland zum zweiten WM-Titel. Während des Turniers wäre es beinahe zum Eklat gekommen. Als Spieler eine fünfstellige Siegprämie forderten, drohte Idealist Schön damit, vorzeitig abzureisen. © dpa
Was für Helmut Schön so erfolgreich begann, endete unschön. Nach dem Schmach von Cordoba - Deutschland verlor 1978 bei der WM gegen Österreich - war wenige Monate später seine Karriere bei der Nationalmannschaft zu Ende. © dpa
Unter Jupp Derwall (hier mit Berti Vogts) kam die Nationalmannschaft nach kurzer Durststrecke unter Schön wieder auf die Erfolgsspur zurück. © dpa
1980 holte er nach einer weltrekordverdächtigen Serie von weiteren 22 Länderspielen ohne Niederlage die Europameisterschaft. Zwei Jahre später kam es bei der WM jedoch zum Eklat. Die gutmütige Art des Trainers wurden von einigen Stars ausgenutzt. © dpa
Jupp Derwall verstarb am 26. Juni 2007 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren. © dpa
Nach Derwall leitete Franz Beckenbauer ab 1984 die Nationalmannschaft. Ohne Trainerausbildung erreichte der „Kaiser“ bei der WM 1986 gleich den zweiten Platz. 1990 folgte der letzte große Erfolg einer Nationalmmanschaft bei einer Weltmeisterschaft. © dpa
„Kaiser“ Franz holte den Titel, doch nach dem großen Erfolg trat Beckenbauer zurück. Auf der Trainerbank sah man ihn noch bei Olympique Marseille und beim FCB. © dpa
Heute ist Beckenbauer aus dem deutschen Fußball nicht mehr wegzudenken. © dpa
Auf Beckenbauer folgte Berti Vogts, der jedoch als Bundestrainer einen schweren Stand hatte. © dpa
Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale forderten viele Zeitungen seinen Rücktritt, doch Vogts blieb zäh. Und das zahlte sich aus. 1996 feierte Deutschland den letzten großen Erfolg: 1996 der Europameisterschafts-Triumph durch das "Golden Goal" durch Oliver Bierhoff im Finale von Wembley. © dpa
Trotz erneut heftiger Kritik nach dem frühen Ausscheiden im Viertelfinale der WM 1998 versuchte Vogts den Neuanfang. Nach zwei Testspielen und einem enttäuschenden Trainingslager gab er auf. © dpa
Nachfolger wurde Erich Ribbeck. Mit ihm folgte die dunkelste Zeit in der Ära der Nationalmannschaft. © dpa
Ribbeck, der eigentlich bereits mit dem Amt des Bundestrainers nach Derwalls Rückzug gerechnet hatte, hat bis heute die schlechteste Bilanz als Trainer der Nationalmannschaft. © dpa
Bei der Europameisterschaft 2000 schied die Deutschland bereits in der Vorrunde aus. Ribbeck verlängerte daraufhin seinen Vertrag nicht. © dpa
Mit Rudi Völler kam die Begeisterung für die Nationalmannschaft wieder zurück. © dpa
2002 führte er Deutschland ins WM-Finale, scheiterte dort jedoch knapp gegen Brasilien. Unter ihm feierte die Nationalmannschaft auch den legendären Sieg bei letzten Spiel im Wembley-Stadion gegen England. © dpa
Nach dem Ausscheiden bei der EM 2004 in Portugal gab Völler seinen Rücktritt bekannt. © dpa
Was folgte, war ein Sommermärchen. Jürgen Klinsmann entfachte in Deutschland eine Begeisterung, mit der niemand gerechnet hat. © dpa
Bei der WM 2006 scheiterte Klinsmann erst im Halbfinale gegen Italien. Nach der WM verlängerte Klinsi seinen Vertrag nicht. © dpa
Nach der Nationalmannschaft folgte eine enttäuschende Zeit beim FC Bayern. Dort musste er frühzeitig seine Sachen packen. © dpa
Den Job als Bundestrainer übernahm Klinsmanns Assisten Jogi Löw. © dpa
Als Assisten hat sich Löw Hansi Flick ins Boot geholt. Bei der EM 2008 führte Löw sein Team bis ins Finale. © dpa
Der „Bundes-Jogi“ hat bei der Nationalmannschaft eine fantastische Bilanz: 43 Länderspiele - 31 Siege, 6 Unentschieden, 6 Niederlagen. © dpa

Löw hatte nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland von seinem ehemaligen Chef Jürgen Klinsmann das Amt des Bundestrainers übernommen und das Team bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz zu Platz zwei hinter Spanien geführt. Souverän gelang auch die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Löw hatte nach der Auslosung angekündigt, in dem nun stattgefunden Gespräch die Bedingungen für einen neuen Vertrag ausloten zu wollen. Der Trainer hatte die Perspektiven der Nationalelf, die Vision und die Rückendeckung für sein eigenes Konzept eingefordert - offenbar erfolgreich.

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Das sind unsere neuen WM-Trikots! Die Bilder der Präsentation © Getty
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Der DFB muss nun auch mit den beiden Löw-Assistenten Andreas Köpke, dem Torwarttrainer, und Hansi Flick längerfristige Vereinbarungen treffen. Löw hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er nur mit dem kompletten Trainerstab über die WM hinaus bleiben wolle. Mit Teammanager Oliver Bierhoff, dessen Vertrag ebenfalls nach dem Turnier in Südafrika endet, soll bereits eine Einigung bis 2012 erzielt worden sein.

Die sexy Fans der WM-Teilnehmer

32 Nationen sind bei der WM dabei - und alle haben sexy Fans! Den Beweis sehen Sie in dieser Fotostrecke - mit tollen Fotos von der WM und vorangegangenen Großereignissen © Getty
Diese Dame aus Paraguay verstaute ihr Handy vorm Jubel im Dekolleté © AP
Ein kurioser Anblick © AP
Und weitere Fans! Brasilien © Getty
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Deutschland ist für die WM 2010 qualifiziert. Es wird wieder ein großes Fußballfest werden. © dpa
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Auf diese Fans dürfen wir uns freuen: Zur Einstimmung auf die WM 2010 können Sie sich hier schon einmal durch die schönsten Anhänger der bereits qualifizierten Nationen klicken. © Getty
Aber diese Teams sind dabei! England © dpa
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In Südafrika spielt Deutschland gegen Australien, Serbien und Ghana in Durban (13. Juni), Port Elizabeth (18. Juni) und Johannesburg (23. Juni). Die Fixpunkte für das Unternehmen Titelgewinn stehen - seine WM-Kandidaten hat Löw schon in die Pflicht genommen. Nach der Rückkehr von der Auslosung in Kapstadt vor eineinhalb Wochen hat der Bundestrainer den Fokus wieder darauf gerichtet, “was sportlich passiert“. Löw warnte vor Nachlässigkeiten: “Vor der WM müssen wir darauf schauen, dass alle Spieler topfit sind, um auf dieser Basis ihre taktische Qualität ausspielen zu können. Schlampigkeiten werden nämlich irgendwann bestraft."

dpa

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