Auch Hoffenheim im Glück

DFB-Pokal: Dortmund taumelt - Mainz fällt

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Mainz fiel: Im Duell der "Karnevalsvereine" hat sich der Zweitligist Köln durchgesetzt.

Köln - Wenn „Losfee“ Joachim Löw am Sonntag die Achtelfinal-Paarungen des DFB-Pokals zieht, ist der FSV Mainz 05 nicht mehr im Lostopf. Doch auch andere Bundesligisten taten sich schwer.

Der Aufstand der „Kleinen“ hat ein neues Opfer gefunden: Bundesligist FSV Mainz 05 wurde im Duell der „Karnevalsvereine“ vom klassentieferen 1. FC Köln in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal gekegelt, das verlorene Duell verhagelte den kriselnden Mainzern kräftig die Laune. Auch andere Favoriten wie Borussia Dortmund, der Hamburger SV und 1899 Hoffenheim bekleckerten sich bei ihren Zittersiegen nicht mit Ruhm, das allgemeine Motto lautete: Mund abputzen und es im Achtelfinale besser machen.

Für Mainz gibt es die Möglichkeit zur Wiedergutmachung nicht, und verantwortlich dafür war einer, der noch bis vor wenigen Monaten das FSV-Trikot trug. Marcel Risse (23) schoss seinen alten Arbeitgeber ohne Gewissensbisse aus dem Pokal und noch tiefer in die Krise. „Das ist eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt“, sagte der Kölner Matchwinner nach seinem 1:0-Siegtreffer (53.): „Schöner geht“s nicht.„

Die Mainzer laufen ihrer Form hinterher. In der Kabine hielt der grippegeschwächte Tuchel, der die vierte Pflichtspielpleite in Serie auf der Tribüne verfolgt hatte, seinen Spielern `mit wenig Stimme“ (FSV-Manager Christian Heidel) eine Standpauke.

Jürgen Klopp war dagegen bester Laune, obwohl seine Borussia beim 2:0 nach Verlängerung beim Zweitligisten 1860 München nur knapp an einer Blamage vorbei schrammte. Klopp schnappte sich das hellblaue Wiesn-Trikot des bulligen Löwen-Angreifers Rob Friend und erklärte: „Ist doch cool, wenn auf dem Trikot hinten Freund steht. Außerdem habe ich kein Wiesn-Outfit.“ Der 46-Jährige war bemüht, sich den Ärger über die UEFA-Sperre nach seinem emotionalen Ausbruch beim Champions-League-Spiel in Neapel nicht anmerken zu lassen.

Ärger droht aber erneut durch den abwanderungswilligen Stürmer Robert Lewandowski. „Ich kann erst im Januar einen neuen Vertrag unterschreiben“, kommentierte Lewandowski einen Bericht aus seiner Heimat, wonach sein Wechsel zum Triple-Sieger Bayern München endgültig perfekt sei und am 2. Januar verkündet werden soll.

Auch 1899 Hoffenheim benötigte beim 3:0-Sieg gegen den Zweitligisten Energie Cottbus die Verlängerung, doch das interessierte nach dem Abpfiff niemanden. Die Kraichgauer blickten auf den Samstag, an dem sich der schreckliche Unfall von Boris Vukcevic zum ersten Mal jährt. „Wir werden uns gegen Schalke voll reinhauen und hoffen natürlich, dass wir Boris einen Sieg widmen können, das ist doch klar“, sagte Kapitän Andreas Beck SID. Ein Jahr nach seinem Autounfall hat sich Vukcevic ins Leben zurückgekämpft.

Auch beim Hamburger SV interessierte der knappe 1:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth kaum, denn einen Tag später wurde der neue Trainer Bert van Marwijk offiziell vorgestellt. Dem ehemaligen Bondscoach macht die Krisenstimmung beim Bundesliga-Dino nichts aus: „Wenn man einen Druck hat, leistet man auch mehr.“

Von den Bundesligisten erreichten am Dienstag auch Bayer Leverkusen (2:0 bei Arminia Bielefeld), der FC Augsburg (3:0 bei Preußen Münster) und der VfL Wolfsburg (2:0 gegen den VfR Aalen) und die nächste Runde. Die Wölfe bezahlten den Erfolg aber teuer: Mittelfeldspieler Vieirinha zog sich bei einem harmlosen Zweikampf einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu und fällt etwa sechs Monate aus. In Regionalligist SC Wiedenbrück (1:3 gegen SV Sandhausen) verabschiedete sich der letzte Amateurklub aus dem Wettbewerb.

Die Ziehung der Achtelfinalduelle wird Bundestrainer Joachim Löw im Rahmen der ARD-Sportschau am Sonntag (ab 18.00 Uhr) als „Losfee“ begleiten. Ausgetragen werden die acht Begegnungen am 3. und 4. Dezember.

sid

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