DFB-Führungsriege sucht neuen Trainer

Rummenigge-Bruder spricht Oliver Bierhoff die Kompetenz ab - „Ich muss fast lachen“

Michael Rummenigge lacht (hier ein Foto aus dem Jahr 2007 auf der Sporthochschule in Köln).
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Michael Rummenigge lacht (hier ein Foto aus dem Jahr 2007 auf der Sporthochschule in Köln).

Die Debatte um den neuen Bundestrainer wird auch während der Länderspiele nicht weniger werden. Michael Rummenigge hat nun deutlich Oliver Bierhoff kritisiert.

München - Es ist derzeit das Thema, was die Fußballfans beschäftigt: Wer wird Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw*? Michael Rummenigge, Bruder von Karl-Heinz, hat nun einen Schritt weiter vorne angesetzt. Nicht beim Bundestrainer, sondern bei dem, der ihn finden muss: Oliver Bierhoff. Und Rummenigge lässt kein gutes Haar an dem Verantwortlichen.

DFB: Rummenigge fordert Bierhoffs Rücktritt

Die Führungsriege beim DFB stellt er grundsätzlich zur Debatte und wünscht sich einen kompletten Neuanfang nach der Europameisterschaft 2021. Nicht nur Löws Namensschild in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt austauschen, sondern auch weiter oben in der Hierarchie.

Der ehemalige Nationalspieler hat deutliche Worte gefunden. „Für einen konsequenten Neuanfang hätte meiner Meinung nach auch Oliver Bierhoff zurücktreten müssen - alleine schon, um alte Seilschaften abzuschneiden“, schrieb Rummenigge in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

DFB: Rummenigge habe „lachen müssen“, was Bierhoffs Aufgabe angeht

Und er schießt sich vor allem auf Bierhoff ein. Bei der Personalie ist Rummenigge sogar nahezu fassungslos. „Ich muss fast lachen, wenn ich höre, dass er damit betraut ist, einen Löw-Nachfolger zu finden. Die Tatsache, dass er offenbar auch an Stefan Kuntz denkt, dem ich - bei aller Wertschätzung - dieses Amt nicht zutraue, zeigt, dass die Suche ein anderer machen müsste.“

Bierhoff, DFB-Direktor, blieb wortkarg, was die Nachfolge von Löw anging. Bei der Pressekonferenz, als Löw seinen Rücktritt erklärte, ließ er sich alle Optionen offen. Der Name Kuntz geistert deswegen auch weiterhin unter den Mit-Favoriten, weil beim DFB gute Erfahrungen gemacht wurden. Nach Jürgen Klinsmann übernahm sein damals noch eher unbekannter Co Joachim Löw das Steuer.

Ob der Wunsch von Rummenigge erfüllt wird und auch die Riege um Bierhoff zurücktritt, steht derzeit nicht zur Debatte und würde vor der EM 2021 zu Chaos führen. Nach dem Abschneiden der Nationalmannschaft beim Turnier wird man sehen, wo der Weg hinführt. (ank) tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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