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Nach böser Pleite

Bayern-Gegner Arsenal: Medien schimpfen auf Özil

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Mesut Özil (r.) steht in der Kritik.

London - Fünf Gegentore, Tabellenführung futsch und Mesut Özil in miserabler Verfassung. Während Chelsea in der Premier League die Spitze übernommen hat, sucht Arsenal-Coach Wenger vor den Duellen mit dem FC Bayern nach Erklärungen.

Mesut Özil schlich mit hängenden Schultern vom Spielfeld. Er wirkte teilnahmslos. Kein Handschlag mit Coach Arsène Wenger, kein Gruß an die Fans. Die Zuschauer konnten dem deutschen Fußball-Nationalspieler des FC Arsenal am Samstag nicht einmal ansehen, ob er sich über seine miserable Leistung und den enttäuschenden Auftritt der gesamten Mannschaft wenigstens geärgert hatte. An der Anfield Road wurde Arsenal vom FC Liverpool beim 1:5 (0:4) gedemütigt.

Özils phlegmatischer Abgang in der 60. Spielminute beim 0:4-Zwischenstand sei charakteristisch für seine Leistung gewesen, schrieb der „Independent“ am Tag nach dem Debakel: „Trostlos und desinteressiert“. „Özil ist einer der besten Spieler der Welt, wenn seine Mannschaft 2:0 führt, aber wenn es andersherum steht, sollte man ihn besser nicht im Team haben“, schimpfte die Zeitung.

Die meisten Medien auf der Insel griffen den DFB-Kicker aus der enttäuschenden Arsenal-Masse heraus. „Wengers Spieler haben jede grundsätzliche Aufgabe abgelehnt, in Özils Fall manchmal sogar das Laufen“, urteilte der „Guardian“. Özil gebe kaum noch Impulse, meinte der „Telegraph“ und riet Wenger trotz der anstehenden Aufgaben gegen Manchester United in der Liga, Liverpool im FA-Cup und Bayern München in der Champions League dringend dazu, Özil zu schonen.

Özil ist offenkundig überspielt. In 20 von 22 Liga-Partien stand er für Arsenal auf dem Platz. Zwölfmal spielte er durch, in den acht anderen Spielen wurde er nie vor der 80. Minute ausgewechselt. Den letzten seiner vier Treffer hat er am 8. Dezember 2013 erzielt. Nach vier Assists in den ersten beiden Partien geht auch Özils Vorlagen-Bilanz mittlerweile gegen Null. Diese Statistiken dürften vier Monate vor der WM in Brasilien auch Bundestrainer Joachim Löw beunruhigen.

In Liverpool war Özil jedoch nicht nur in der Offensive nicht in Erscheinung getreten. Nach dem frühen Doppelschlag von Martin Skrtel (1./10.) zum 2:0 für die Reds, leitete der Deutsche mit behäbigem Zweikampfverhalten und einem schlampigen Pass die folgenden Treffer der fantastischen Liverpooler durch Raheem Sterling (16.) und Daniel Sturridge (20.) ein und trug dazu bei, dass die als Tabellenführer angereisten Gunners schon nach 20 Minuten demoliert am Boden lagen.

„Die Zukunft entscheidet sich dadurch, was man aus Niederlagen macht. Wir haben eine Menge Antworten zu finden“, meinte Wenger. Der Franzose hatte einen rundum schlechten Tag. Auf dem Bahnhof in Liverpool rutschte er auf dem Fliesenboden aus und landete unsanft auf dem Gesäß.

Kuschel-Kicker: Erkennen Sie diese DFB-Stars?

Kuschel-Kicker: Erkennen Sie diese DFB-Stars?

Kicker zum Kuscheln für daheim: Neun Nationalspieler gibt es jetzt im DFB-Fanshop als Plüsch-Kicker zu kaufen. Wir zeigen Ihnen, welche Akteure es in die Kuschel-Auswahl geschafft haben. © DFB/tz
Welcher Spieler bei diesem Kuschel-Kicker als Vorbild diente, ist schon am Trikot deutlich zu erkennen. Allerdings ist er auch von der Frisur und dem Gesicht gut getroffen. © DFB
Es handelt sich um Manuel Neuer (FC Bayern München). © dpa
Bei ihm hier ist das schon etwas schwerer. Schelmisches Grinsen, trendige Frisur... Wir lösen im nächsten Bild auf. © DFB
Es handelt sich um Mario Götze (FC Bayern München). © dpa
Dieser Kuschel-Kicker gehört zu jenen, die der Fan wohl nicht so schnell erkennt. Die Locke in der rechten Gesichtshälfte gibt allerdings einen deutlichen Hinweis... © DFB
Es handelt sich um Mats Hummels (Borussia Dortmund). © AFP
Er ist dagegen wieder gut getroffen, wie wir finden. Hipper Haarschnitt, an der Seite kürzer rasiert; dazu ein vergleichbar schelmisches Grinsen wie zuvor bei Mario Götze. Die beiden Kicker sind auch befreundet. © DFB
Es handelt sich um Marco Reus (Borussia Dortmund). © dpa
Auch dieser Spieler scheint seinem Vorbild fast aus dem Gesicht geschnitten. Leider ist aktuell noch unsicher, ob er bei der WM 2014 in Brasilien dabei sein kann. © DFB
Es handelt sich um Sami Khedira (Real Madrid). © dpa
Klein, süß und doch im Blick eine gewisse Dominanz und Führungskraft: So kennt man das Vorbild für diesen Kuschelkicker auch auf dem Feld. © DFB
Es handelt sich um Philipp Lahm (FC Bayern München). © AFP
Etwas dunkel ist die Hautfarbe bei diesem Star geraten. Auch die Augen, so finden wir, sehen beim Original etwas anders aus. Letztendlich erkennt man ihn dann aber doch. © DFB
Es handelt sich um Mesut Özil (FC Arsenal). © dpa
Seit seiner grandiosen WM 2010 ist dieser Kicker aus der DFB-Elf nicht mehr wegzudenken. Für uns ist er mitunter am besten getroffen bei den Plüsch-Spielern des DFB. © DFB
Es handelt sich um Thomas Müller (FC Bayern München). © dpa
Das Vorbild dieses Plüsch-Kickers soll im Mittelfeld die Fäden ziehen und die Mannschaft als Motor in der Zentralen durchs WM-Turnier führen. © DFB
Es handelt sich um Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München). © dpa
Das sind die insgesamt neun Nationalspieler, die es in die Plüsch-Mannschaft des DFB geschafft haben. Wer weiß, ob noch mehr dazustoßen werden. © DFB

„Tut uns leid, das war heute ein schlechter Tag für das gesamte Team. Aber jetzt heißt es, in der Niederlage zusammenzustehen. Jetzt Kopf frei kriegen und auf die nächsten wichtigen Spiele konzentrieren“, schrieb Abwehrchef Per Mertesacker bei Facebook. Zum ersten Mal seit über zwei Jahren hatte Arsenal am Samstag eine Partie verloren, in der der deutsche Innenverteidiger und Laurent Koscielny gemeinsam 90 Minuten auf dem Rasen standen.

Wenger rutscht aus

Als wäre das 1:5 mit seinem FC Arsenal an der Anfield Road nicht schmerzhaft genug gewesen: Auf der Rückreise nach London rutschte Trainer Arsene Wenger auf dem Bahnhof in Liverpool auf dem Fliesenboden aus und landete unsanft auf dem Gesäß. Zwei Polizisten halfen dem 64-Jährigen am Samstag wieder auf die Beine. Ein Arsenal-Sprecher gab Entwarnung: „Es geht ihm gut.“

Glück im Unglück hatten die Gunners wenig später. Zwar zog der FC Chelsea durch ein 3:0 (2:0) gegen Newcastle United mit 56 Punkten in der Tabelle zwar an Arsenal (55) vorbei. Titelfavorit Manchester City (54) ließ beim 0:0 bei Norwich City aber auch Punkte liegen und bleibt zunächst hinter den Nord-Londonern. Liverpool trennen auf Rang vier bloß noch sechs Punkte von der Spitze.

dpa/sid

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