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Noch vor Weihnachten

Breno kommt frei! Abschied aus Bayern

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Breno wird aus dem Gefängnis entlassen.

München - Frohe Weihnachten für Breno: Der ehemalige Profi vom deutschen Rekordmeister Bayern München darf am 20. Dezember nach knapp zweieinhalb Jahr Haft vorzeitig das Gefängnis verlassen und die Feiertage bei seiner Familie in Brasilien verbringen.

„Die Strafe wird ab dem 20. Dezember auf Bewährung ausgesetzt“, bestätigte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts München am Freitag dem SID.

„Das ist mein schönstes Geschenk. Ich bin überglücklich“, sagte Breno der Bild-Zeitung. Auch sein Anwalt Sewarion Kirkitadse begrüßte die Entscheidung der Justiz: „Der Fall war sehr langwierig. Jetzt ist er froh, vorzeitig wieder bei seiner Familie zu sein und seine Karriere fortsetzen zu können.“

Jedoch ist die vorzeitige Haftentlassung mit Auflagen verbunden. „Es gibt bestimmte Verhaltensmaßnahmen für ihn, die ich aber nicht präzisieren möchte“, sagte die Sprecherin. Am Dienstag hatte es vor Gericht eine nicht öffentliche Anhörung gegeben. Auch die Gefängnisleitung soll dabei eine vorzeitige Entlassung des 25-Jährigen nach zwei Drittel abgesessener Haftzeit befürwortet haben.

Breno war im Juli 2012 wegen schwerer Brandstiftung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte seine Villa in Grünwald in Brand gesteckt. Seit November 2013 ist der frühere Abwehrspieler von Bayern München Freigänger und arbeitet seitdem bei seinem Ex-Verein.

Breno, der 2008 nach München gewechselt war, wird auf jeden Fall nach Brasilien zurückkehren. Vom FC Sao Paulo hatte er während der Inhaftierung angeblich einen bis Oktober 2015 datierten Dreijahresvertrag erhalten.

Der Fall Breno: Eine Chronologie

Der Fall Breno: Eine Chronologie

Der Fall Breno sorgt schon länger für Schlagzeilen. Im Sommer 2012 wurde der brasilianische Fußball-Profi in München wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe verurteilt. Nun hat die Justizvollzugsanstalt nach Angaben von Brenos Anwalt eine Haftlockerung abgesegnet. Wir dokumentieren den Fall. Die Bilder sind überwiegend Archivfotos, die nicht am jeweiligen Tag aufgenommen wurden © dpa
20.09.2011: Kurz nach Mitternacht geht die von Breno angemietete Villa in Grünwald in Flammen auf. Es entsteht ein Millionenschaden. © dpa
23.09.2011: Die Staatsanwaltschaft München I leitet Ermittlungen gegen den Fußball-Profi wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ein. © dpa
24.09.2011: Breno muss in Untersuchungshaft. Wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erlässt das Amtsgericht München Haftbefehl. © dpa
06.10.2011: Breno kommt gegen Zahlung einer hohen Kaution und unter strengen Auflagen auf freien Fuß. © dpa
11.04.2012: Die Staatsanwaltschaft München I erhebt Anklage gegen den brasilianischen Innenverteidiger. © dpa
30.04.2012: Die 12. Strafkammer des Landgerichts München I lässt die Anklage unverändert zur Hauptverhandlung zu. © dpa
22.05.2012: Nach viereinhalb Jahren beim FC Bayern wird Breno verabschiedet. Nur 33 Pflichtspiele hat er für die Münchner absolviert. © dpa
04.07.2012: Das Landgericht München I verurteilt den Brasilianer wegen schwerer Brandstiftung zu drei Jahren und neun Monaten Haft. Breno kommt wieder in Untersuchungshaft. © dpa
12.07.2012: Brenos Verteidigung legt Revision gegen das Münchner Urteil ein. © dpa
21.12.2012: Der FC Sao Paulo bietet seinem ehemaligen Spieler einen neuen Vertrag an. © dpa
23.01.2013: Der Bundesgerichtshof verwirft in einem Beschluss Brenos Revision als „unbegründet“. Das Urteil ist rechtskräftig. © dpa
14.08.2013: Brenos Anwalt gibt bekannt, dass für seinen Mandanten wegen guter Führung eine Vollzugslockerung bewilligt worden sei. Breno dürfe demnach vom 19. August an von vormittags bis abends raus aus dem Gefängnis. © dpa
19.08.2013: 13 Monate nach dem Antritt seiner Gefängnisstrafe kehrt der Brasilianer Breno zum FC Bayern zurück. Als sogenannter "Freigänger darf er mehrere Stunden täglich an der Säbener Straße arbeiten. Unter anderem unterstützt er das Trainer Team der Bayern Amateure. Die Nächte verbringt er weiterhin in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim. Ab Januar 2014 hofft Breno auf Bewährung freizukommen. © dpa

SID

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