Ein Coach will kämpfen

Liga kapituliert: "Bayern nicht zu stoppen"

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Glaubt man der Konkurrenz, wird der FC Bayern die Meisterschaft erfolgreich verteidigen

München - Nach gerade einmal der Hälfte aller Bundesliga-Spiele gibt die Konkurrenz des FC Bayern klein bei. Nur ein Trainer hält den Triple-Sieger nicht für unschlagbar.

Glückwunsch zur deutschen Meisterschaft! Viele Konkurrenten in der Bundesliga haben keinen Zweifel, dass der FC Bayern München den 24. Titel holen wird. Allen voran der FC Schalke 04. „Den Bayern kann man schon jetzt gratulieren. Die sind nicht mehr zu stoppen“, meinte Schalke-Sportvorstand Horst Heldt nach der überragenden Hinrunde der Münchner in einer dpa-Umfrage. Sie sind Tabellenerster mit sieben Punkten vor Bayer Leverkusen sowie elf beziehungsweise zwölf Zählern vor Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund. Im Nachholspiel der Bayern am 29. Januar in Stuttgart könnte der Abstand noch größer werden.

„Es ist auch nicht zu erkennen, dass sie in der zweiten Serie schlechter werden sollten“, erwartet Heldt. Um nach dem Gewinn der Club-WM, einem Hinrunden-Durchmarsch ohne Niederlage sowie dem Überwintern in der Champions League und dem DFB-Pokal nicht satt zu werden, würden sich die Bayern immer neue Reize setzen. „Sie wollen nicht nur Meister werden, sondern zudem ungeschlagen durch die Saison kommen, um einen Rekord für die Ewigkeit aufzustellen“, so Heldt.

Auch Rafael van der Vaart sieht den Liga-Primus auf Meisterkurs. „Bayern ist viel zu weit weg, die werden Meister“, sagte der Kapitän des Hamburger SV. „Es kann immer passieren, dass eine Mannschaft durch Abgänge nicht mehr so stark ist. Aber bei den Bayern kann das Jahre dauern, leider.“

Um noch an die Münchner heranzukommen, müssten sie sich nach Ansicht von Leverkusens Trainer Sami Hyypiä schon selbst ein Bein stellen oder eine unglaubliche Pechsträhne haben. „Der Bayern-Kader ist sehr stark. Ich kann nur hoffen, dass sie so viele Verletzte haben, dass sie keine Mannschaft mehr haben“, sagte der Finne scherzhaft. „Es ist schwierig, dass die Bayern nicht Meister werden, das wird wohl auch nicht passieren.“ Dennoch kündigte der einstige beinharte Verteidiger weiter Widerstand an: „Wir kämpfen bis zum Ende und dann schauen wir, was im Mai passiert ist.“

Aufgeben gilt nicht! So lautet auch die Devise für Lucien Favre, der Borussia Mönchengladbach unerwartet auf den dritten Tabellenplatz führte. „Unschlagbar? Nein! Und uneinholbar: ebenfalls nein“, meinte der Schweizer Coach energisch. „So weit würde ich nicht gehen, dafür gibt es noch zu viele Spiele.“ Berlins Manager Michael Preetz schreibt zumindest den BVB nicht ab: „Ich traue den Dortmundern zu, dass sie noch relativ weit rankommen“ - und das, obwohl Aufsteiger Hertha BSC den Dortmundern zuletzt eine 1:2-Heimpleite bescherte.

Trotz der Dominanz der Bayern hat der BVB auch für Markus Gisdol nicht an Wertschätzung verloren. „Dortmund würde die Club-WM auch gewinnen - oder eine andere deutsche Spitzenmannschaft“, meinte der Hoffenheimer Coach. „In der Liga denke ich, dass es dieses Jahr schon so aussieht mit ihrer Konstanz und dem tollen Kader, dass Bayern keine Probleme bekommt.“ Etwas anderes wäre es in der Champions League. „Da traue ich Dortmund zu, dass sie der einzige richtig intensive Gegner von Bayern um den Titel sein könnten“, sagte Gisdol.

Wie viele Titel die Münchner in dieser Saison auch immer in ihre Vitrinen in der Säbener Straße stellen können: Für den früheren Bayern-Coach Jupp Heynckes ist da in den kommenden Jahren kein Ende in Sicht. „Das ist eine junge Mannschaft, die sich noch weiterentwickelt, deshalb ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht“, prophezeite er im Fernsehsender Sky. „Ich sehe in Europa keine Mannschaft, die so gut ist wie der FC Bayern.“

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dpa

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