Mutter seiner Kinder mit einem Kerzenhalter beworfen?

Corona-bedingt: Prozess gegen Boateng wegen Verdachts der Körperverletzung verschoben

Jerome Boateng
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Jerome Boateng

München – Eigentlich sollte Bayern-Profi Jérôme Boateng (32) in wenigen Tagen wegen Körperverletzung vorm Amtsgericht erscheinen. Aufgrund Corona musste dies nun verschoben werden.

Der Prozess gegen Fußballprofi Jérôme Boateng (32) wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor dem Amtsgericht München ist verschoben. Der ursprünglich für den 10. Dezember geplante Termin sei abgesetzt, teilte der Gerichtssprecher Klaus-Peter Jüngst am Dienstag mit. Ein Zeuge sei „coronabedingt am Erscheinen gehindert“. Er teilte weiter mit: „Der Vorsitzende wird nach den nötigen Abstimmungen und unter Berücksichtigung der pandemiegesetzten Rahmenbedingungen einen neuen Termin bestimmen.“

Mutter seiner Kinder mit einem Kerzenhalter beworfen?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bayern-Star und Weltmeister von 2014 vorsätzliche Körperverletzung vor. Er soll seine Ex-Lebensgefährtin während eines Streits im Urlaub verletzt haben. Unter anderem soll es um ein Video gehen, das zu seiner Entlastung vorgelegt worden war. Laut Informationen der Bild soll der 32-Jährige seine Ex-Partnerin mit einem kleinen gläsernen Kerzenhalter beworfen haben. 

Die Seite Boatengs hatte bei Bekanntwerden des Prozesstermins im Oktober keine Stellungnahme abgegeben. Die Verteidiger hatten laut Berichten von WDR und Süddeutscher Zeitung aus dem vergangenen Jahr damals erklärt, dass es um einen privaten Sachverhalt gehe, der im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe.

Boateng droht Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren

Die Anklage war nach Angaben des Amtsgerichts vom Oktober bereits im Februar 2019 zugestellt worden, im Dezember 2019 hatte das Gericht sie zugelassen. Die Terminierung hatte sich verzögert. Zum einen habe sich Boateng erst nach der Zustellung der Anklage geäußert, zum anderen hatten eingeschränkte Verhandlungsmöglichkeiten wegen der Corona-Pandemie zu Verzögerungen an den Gerichten geführt.

Auf vorsätzliche Körperverletzung steht laut Gericht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Innenverteidiger Boateng spielt seit 2011 für den FC Bayern. Sein Vertrag in München läuft im kommenden Sommer aus. Wie es für ihn danach sportlich weitergeht, ist offen.

mh/dpa

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