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Festnahme nach mutmaßlicher Geiselnahme in Reisebus bei Hilpoltstein

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DFB-Pokal-Viertelfinale

Krisen-HSV empfängt FCB, Lautern bei Bayer

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Matthias Sammer und der FC Bayern wollen wieder ins Finale nach Berlin und den Titel verteidigen.

München - Ein verbliebener Zweitligist, ein kriselnder Bundesliga-Dino und drei Top-Teams. Das sind die Teams, die sich um den Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale streiten.

Mitten in der größten Vereinskrise empfängt der Hamburger SV den großen FC Bayern München zum Pokal-Viertelfinale. Am Tag vor dem Duell an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky) brodelte bei den Hanseaten mächtig die Gerüchteküche. Dass es zu einem Paukenschlag kommt und Felix Magath als neuer starker Mann beim HSV bereits gegen den Titelverteidiger aus München auf der Bank sitzt, galt trotz entsprechender Medienberichte aber als unwahrscheinlich. In dem ganzen Chaos versuchte Trainer Bert van Marwijk seine verunsicherte Elf auf die Partie gegen den sportlich übermächtigen FC Bayern einzustellen - ein schwieriges Unterfangen.

Karl-Heinz Rummenigge sieht die Konstellation mit Skepsis. „Wir tun gut daran, uns durch die Ereignisse in Hamburg nicht einlullen zu lassen“, mahnte der Vorstandschef des Rekordsiegers. „Das ist die große Gefahr, dass alle den HSV gegen Bayern schon aufgegeben haben, weil die Mannschaft die letzten drei Spiele gegen nicht so namhafte Gegner alle 0:3 verloren hat. Wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird.“ Auch Thomas Müller warnte: „Es gibt im Viertelfinale sicher leichtere Gegner als den HSV auswärts. Das Stadion wird kochen. Aber wir wollen wie in den letzten Jahren mit aller Macht nach Berlin.“

Neben den beiden Traditionsclubs aus Nord und Süd kämpfen die Teams aus Leverkusen und Kaiserslautern sowie Hoffenheim und Wolfsburg (beide 19.00 Uhr) um die letzten Halbfinal-Plätze. Während der Bundesliga-Zweite in der BayArena gegen den einzig verbliebenen Zweitligisten als klarer Favorit gilt, ist der Ausgang der Partie zwischen 1899 und dem VfL zumindest auf dem Papier völlig offen. Die Kraichgauer wollen ihren Viertelfinal-Fluch besiegen: Fünfmal seit der Saison 2007/2008 standen sie schon in der Runde der besten acht Teams - und blieben immer an der Hürde hängen. „Wir sind oft genug im Viertelfinale gescheitert“, sagte Mittelfeldspieler Sejad Salihovic.

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

 © dpa/mm
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1. DFB-Pokal-Runde 2012/2013: Gleich sechs Bundesligisten flogen schon in der 1. Runde raus, fünf davon gegen Drittligisten oder Amateurvereine. So wie 1899 Hoffenheim, dass gegen den Regionalligisten Berliner AK mit 0:4 unter die Räder kam. © dpa
Mit dem TSV Havelse kam gegen den 1. FC Nürnbereg ebenfalls ein Regionalligist gegen einen Bundesligisten weiter. Havelse gewann 3:2 nach Verlängerung. © dpa
Drittligist Kickers Offenbach bezwang Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 2:0. © dpa
Debakel für den Bundesliga-Dino: Bei Drittligist Karlsruher SC schied der Hamburger SV mit 2:4 aus. © dpa
Mit dem selben Ergebnis, allerdings nach Verlängerung, unterlag Werder Bremen bei Preußen Münster. © dpa

Bayer-Coach Sami Hyypiä erwägt angesichts der bevorstehenden Belastungen in den nächsten Wochen gegen den Zweitliga-Dritten aus der Pfalz eine maßvolle Personalrotation, zumal er derzeit die Qual der Wahl hat. „Wir probieren, die richtige Entscheidung zu treffen. Kaiserslautern ist einen sehr robuste Mannschaft und sehr zweikampfstark“, sagte der Finne. Der Südkoreaner Heung Min Son sieht dem harten Programm mit dem folgenden Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen Schalke 04 sowie dem Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint Germain drei Tage darauf gelassen entgegen: „Es kommen harte englische Wochen, aber wir sind vorbereitet.“

Für den FCK hat der Bundesliga-Aufstieg in dieser Saison zwar Priorität, doch ein Cup-Halbfinale würde man gern mitnehmen. „Leverkusen ist von der Papierform her klarer Favorit, aber wir wollen dem Gegner Kopfschmerzen bereiten“, erklärte Trainer Kosta Runjaic, der „die Sache in Leverkusen locker angehen“ will.

Jürgen Klopp kann angesichts der andauernden Verletztenmisere scheinbar nichts mehr erschüttern. Die jüngste Nachrichten von den Ausfällen der beiden Nationalspieler Marco Reus und Sven Bender kommentierte der Trainer von Borussia Dortmund fast trotzig. „Ich bin gut drauf. Wenn die Situation etwas Gutes hat, dann, dass wir inzwischen gewohnt sind, damit umzugehen“, sagte der 46-Jährige mit Blick auf das Viertelfinale des DFB-Pokals am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) bei Eintracht Frankfurt.

„Abgefunden haben wir uns mit der Situation jedoch dennoch nicht“, relativierte Klopp. Immerhin ist die Patientenliste des dreimaligen Pokalsiegers fast schon beängstigend. Denn in dieser Saison fällt bereits zum 17. Mal ein BVB-Stammspieler für zumindest eine Woche aus. In den Duellen mit Frankfurt, die außerdem am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum Punktspiel nach Dortmund kommen, stehen inklusive Mats Hummels und Ilkay Gündogan derzeit vier Nationalspieler und potenzielle WM-Kandidaten für Brasilien nicht zur Verfügung.

Trotz aller Personalsorgen haben die Dortmunder ihre Ziele nicht aus den Augen verloren. „Wir sehen das Spiel in Frankfurt wie ein Finale für den Einzug ins Halbfinale“, so der BVB-Coach weiter, aber auf dem Weg nach Berlin warte in Frankfurt eine hohe Hürde. Frankfurt sieht natürlich eine große Chance. Denn allein der Sprung ins Finale am 17. Mai könnte die erneute Qualifikation für die Europa League bedeuten, obwohl die Hessen mit ihrem Europa-Ticket in der laufenden Saison und den Auswirkungen der Doppelbelastung in der Liga keine besonders guten Erfahrungen gemacht haben. Klub-Chef Heribert Bruchhagen ließ an den Prioritäten keinen Zweifel: „Das Wichtigste ist die Bundesliga, der Pokal ist die Zugabe.“

Neben dem Prestige-Gewinn gibt es im Pokal auch gutes Geld zu verdienen. Jeder Viertelfinalist kann sich bereits über eine Einnahme von rund einer Million Euro aus TV- und Vermarktungsrechten freuen. Die vier Mannschaften, die im Free-TV (ARD) zu sehen sind, kommen sogar auf knapp 1,4 Millionen Euro. Direkt im Anschluss an die Mittwoch-Spiele werden im Rahmen der ARD-Übertragung die Halbfinal-Paarungen sowohl bei den Männern als auch im Frauen-Wettbewerb ermittelt. Als Losfee fungiert Kirsten Bruhn, die mehrmalige Paralympics-Siegerin im Schwimmen. Gemeinsam mit Bundestrainer-Assistent Hansi Flick wird sie die Auslosung vornehmen. 

dpa/SID

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