Tohuwabohu und Schock-Diagnose beim FC Bayern

Wagner: "Unser bester Spieler" fällt wochenlang aus - Coman steht vor Comeback

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München - Nach der bitteren Niederlage in der Bundesliga bei Borussia Dortmund geht es beim FC Bayern drunter und drüber. Am Vormittag trafen sich die Verantwortlichen mit TV-Experten Patrick Guillou, den Ribery am Samstag geohrfeigt haben soll. Später wurde Pep Guardiola an der Säbener Straße gesichtet. Und nun dies: James Rodrigeuz verletzt sich im Training schwer. Dafür steht Coman vor seinem Comeback. 

Update, 17.24 Uhr: Wagner äußert sich zu James Verletzung

Wie bereits berichtet, erlitt der Kolumbianer James einen Außenbandteilriss im linken Knie, wie eine Untersuchung bei Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ergab. Eine genauere Prognose über die Ausfallzeit veröffentlichten die Bayern nicht. 

"Das ist natürlich bitter", sagte Teamkollege Sandro Wagner bei einem Sponsorentermin. "James ist in meinen Augen unser bester Spieler. Er ist ein kreativer Kopf, den wir so nicht zweimal in der Mannschaft haben, und in der Bundesliga sonst überhaupt nicht."

Die in der Tabelle auf Rang fünf abgerutschten Münchner müssen neben James auch auf die verletzten Thiago, Corentin Tolisso und Kingsley Coman verzichten. Bei Coman immerhin soll ein Comeback im Mannschaftstraining noch im November anstehen. "Normalerweise bin ich in zwei Wochen zurück", verkündete der 22-jährige Franzose. Ob er vor der Winterpause auch spielen wird, das wisse er nicht. "Ich muss erst sehen, wie mein Fuß reagiert", sagt er. Coman hatte im ersten Saisonspiel einen Syndesmoseriss erlitten. In der Vorwoche absolvierte er erstmals eine Individualeinheit auf dem Rasen.

Der Flügelspieler ist ein Hoffnungsträger der Bayern für die Zukunft nach einer angekündigten Teamveränderung im nächsten Jahr. Auf den Umbruch angesprochen sagte er: "Natürlich sind wir eine bisschen ältere Mannschaft. Natürlich brauchen wir ein paar neue Spieler."

Bis dahin aber gelte es in München, den Sieben-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund aufzuholen. "Es ist brutal, wenn man auf die Tabelle schaut: Fünfter!", sagte Wagner. "Das kann nicht der Anspruch sein von Bayern München und von uns persönlich."

Der Ex-Nationalspieler will nichts davon wissen, dass der BVB nach dem 3:2-Erfolg über Bayern zuletzt Titelfavorit sei. "Ich bin nicht der Meinung, dass das die Über-Mannschaft ist." Deshalb will der 30-Jährige nicht von "Übergangsjahr oder Umbruch oder sonst einen Quatsch" reden. "Wir müssen dieses Jahr deutscher Meister werden. Alles andere wäre eine Riesen-Enttäuschung mit der Mannschaft. Wir haben mit Abstand die beste Mannschaft in Deutschland."

dpa

Erstmeldung:

Tohuwabohu beim Rekordmeister. Die Schlagzeilen reißen in diesen Tagen nicht ab. Auch am Mittwoch ging es an der Säbener Straße drunter und drüber. Aber alles der Reihe nach: 

Zidane zu den Bayern?

Am Mittwochmorgen vermeldete unser Partnerportal tz.de, dass Eduardo Inda, spanischer Journalist und Direktor des Nachrichtenportals okdiario.com, von einer Kontaktaufnahme der Bayern-Bosse mit Zinedine Zidane vor dem Bundesliga-Topspiel am vergangenen Samstag zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern berichtete. 

Bei einem Telefonat hätten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge dem Weltmeister von 1998 bereits ein erstes Angebot unterbreitet. So rückt der Satz von Uli Hoeneß am Sonntag in ein ganz anders Licht. Der Präsident vermeldete, dass sich das Gesicht des FC Bayern zur kommenden Saison deutlich verändern wird. 

Nach Ohrfeige: Verantwortliche treffen sich mit TV-Experten Patrick Guillou

Um 10.12 berichtete b ild.de, dass TV-Experte Patrick Guillou mit seinem TV-Kollegen Jean-Charles Sabattier auf dem Weg in die Bayern-Geschäftsstelle sei. Der ehemalige französische Fußballspieler soll am Sonntag im Signal Iduna Park von Ribery geohrfeigt worden sein. Zuvor soll er seinen Landsmann für zwei Gegentore verantwortlich gemacht haben. Nach Bild-Informationen fand an diesem Mittwoch beim FC Bayern ein Treffen mit Präsident Uli Hoeneß (66), Sportdirektor Hasan Salihamidzic (41), Ribéry und den beiden beIN-Sports-Mitarbeitern statt. Dort wollte man die Sache aus der Welt schaffen.

Pep Guardiola am FC Bayern-Gelände

Gegen Viertel nach Elf die nächste Kuriosität. Sky-Reporter Torben Hoffmann postete auf Twitter ein Bild von Pep Guardiola vor der Geschäftsstelle des FCB. Der ehemalige Trainer sei demnach mit einem Taxi am Vereinsgelände vorgefahren. Warum der Spanier in München ist, bleibt unklar. Bekannt ist, dass Pep noch gute Kontakte zu einigen Mitarbeitern pflegt und die Roten in schlechten Zeiten unterstützen möchte. 

Schock-Diagnose für FC Bayern: James fällt wochenlang aus

Um halb Drei die nächste Hiobsbotschaft für den Deutschen Meister. James Rodriguez hat sich am Dienstag im Training einen Außenbandteilriss im linken Knie zugezogen und wird den Münchnern nun wochenlang fehlen. James‘ Knie wird zunächst zehn Tage ruhiggestellt, ehe er dann mit der Therapie und der Reha beginnt, berichtet unser Partnerportal tz.de

Neben James fehlen dem FC Bayern aktuell auch Corinto Tolisso, Thiago, Mats Hummels, Arjen Robben und Kingsley Coman.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sven Hoppe/dp

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