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Alte Diskussion flammt wieder auf

"Dummes Zeug!" Sammer wischt Sorgen weg

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Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer.

München - Die anhaltende Alleinherrschaft der Bayern sorgt für Diskussionen. Sportvorstand Matthias Sammer wischt Bedenken aber weg.

Gut, besser, Bayern - der Titelverteidiger aus München steht vor einer weiteren Saison der Superlative. Im beeindruckender Manier untermauerte der deutsche Rekordmeister beim 2:1 im hochklassigen Giganten-Gipfel gegen Borussia Dortmund seine Ausnahmestellung. Mit Spielkunst und Power rang er den Erzrivalen der vergangenen Jahre nieder. Die anhaltende Dominanz der Bayern heizt in Fußball-Deutschland die Diskussion um die schwindende Attraktivität der Bundesliga an. „Das ist dummes Zeug“, kommentierte Sportvorstand Matthias Sammer entsprechende Bedenken.

Nach zwei Meisterschaften mit 25 und 19 Punkten Vorsprung droht erneut ein trister Titelkampf. Es wird darüber spekuliert, ob die Bayern die Meisterschaft in dieser Saison womöglich noch früher als beim Rekord im vorigen März feiern können. Zum Leidwesen von Sammer. „Die Liga ist für die Spannung verantwortlich, nicht wir. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir unsere Spiele gewinnen. Glauben Sie, dass Pep Guardiola und ich für einen sozialen Gedanken einen Preis bekommen?“, giftete der ehemalige Profi bei Sky.

Anders als in den vorigen vier Jahren wird der BVB diesmal nicht der ärgste Widersacher der Bayern sein. Nach bereits sieben Niederlagen steht der Revierclub so schlecht da wie noch nie in seiner Bundesliga-Geschichte an einem 10. Spieltag. Das Abrutschen in die Abstiegszone verursacht bei allen Beteiligten Ratlosigkeit. Von der Champions League redet mittlerweile niemand mehr. Zum wiederholten Mal in dieser Saison geriet Trainer Jürgen Klopp in Erklärungsnot: „Es ist alles andere als gut, was gerade passiert. Wir haben viele Baustellen und viele Spiele selbstverschuldet verloren.“

Am Ende des Spieltages musste der BVB-Coach noch zusehen, wie der SC Freiburg beim 1. FC Köln mit 1:0 gewann, sich vom letzten Tabellenrang absetzte und die Dortmunder auch noch auf den 17. Platz fallen ließen. Besser als die Liga-Rückkehrer aus Köln machte es Mitaufsteieer SC Paderborn, der mit 3:1 gegen Hertha BSC den Höhenflug fortsetzte und den vierten Saisonsieg feierte.

Momentan können zumindest zwei Mannschaften dem Spitzenreiter halbwegs Paroli bieten: Der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach. Beim 4:0-Kantersieg in Stuttgart traten die VfL-Profis von Trainer Dieter Hecking im Stil eines Spitzenteams auf. Fünf Liga-Siege in Serie waren zuletzt in der Meistersaison 2008/09 gelungen.

Als Bayern-Jäger sehen sich die „Wölfe“ aber nicht. „Vor zwei Wochen wäre auch keiner auf die Idee gekommen, uns in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Wir schwenken nicht sofort um. Aber wir legen uns keine Einschränkung auf“, sagte Geschäftsführer Klaus Allofs. Ähnliche Zurückhaltung üben auch die Gladbacher, die mit einem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim ihre Erfolgsserie in dieser Saison auf 17 Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage ausbauten.

Neben dem Bundesliga-Hit in München sorgte das Duell des Hamburger SV mit Bayer Leverkusen für den meisten Gesprächsstoff. Das lag zum einem am Ergebnis: Schließlich gelang dem HSV der erste Heimsieg seit dem 4. April - wie schon damals gegen die Werkself. Damit rangieren die Norddeutschen erstmals seit dem 1. Spieltag nicht auf einem der drei Abstiegsplätze.

Nach Einschätzung von Roger Schmidt war der Einsatz der Hamburger jedoch phasenweise grenzwertig. „Das war eine Treibjagd vor der Halbzeit. Das ist nicht in Ordnung“, klagte der Bayer-Coach. Angeheizt durch die Rückkehr von Bayer-Profi Hakan Calhanoglu an seine alte Wirkungsstätte lieferten sich beide Teams einen grenzwertigen Schlagabtausch. Neun Gelbe Karten und 50 Fouls bedeuteten Saisonrekord. Leverkusens Sportchef Rudi Völler war ähnlich erbost wie Trainer Schmidt: „Von der ersten Minute an war das nicht nur ein Spießrutenlauf für Hakan, der Schiri hätte uns besser schützen müssen.“

Nicht nur den Hamburgern, sondern auch den Bremern gelang der erhoffte Befreiungsschlag. Beim 2:1 in Mainz feierte Werder den ersten Saisonsieg. Trainer-Novize Viktor Skripnik impfte seinen Profis neues Selbstvertrauen ein. Nach dem gelungenen Bundesliga-Debüt auf der Trainerbank gab der Ukrainer seine Spielphilosophie preis: „Man darf keine Angst vor dem Verlieren haben, sondern muss den Mut haben, zu gewinnen.“

Als Lebensversicherung für die Bremer könnte sich Franco Di Santo erweisen. Sechs der bisher zwölf erzielten Werder-Tore gehen auf das Konto des Argentiniers. In Mainz gelang ihm der erste Doppelpack in der Fußball-Bundesliga. Der Matchwinner blieb dennoch bescheiden: „Dafür bin ich als Stürmer da, um genau solche Chancen zu nutzen. Ich habe nur das gemacht, was ich machen muss.“

dpa

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Welche Promis drücken eigentlich dem FC Bayern die Daumen? Die einen bekennen sich öffentlich zum Rekordmeister, bei anderen munkelt man es leiser oder lauter. Hier sehen Sie eine Auswahl. © dpa
Boris Becker ist wohl DER Bayern-Edel-Fan schlechthin. Und: Der Ex-Profi und Sandy-Ex sitzt im Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters. © dpa
Til Schweiger ist großer Anhänger der Roten. Mit Respekt für die anderen. Einst postete er bei Facebook: "Man muss es einfach mal sagen, auch als FC Bayern-Fan: Borussia Dortmund is einfach ne saugeile Truppe, angefangen von Watzke über Klopp bis zur gesamten Mannschaft!!!! Chapeau für diese saucoole Reaktion!!!!! Ganz gross!!!! Til". Es ging seinerzeit um die Reaktion der Dortmunder auf ein YouTube-Video, in dem Bastian Schweinsteiger die Dortmunder per Gesang als "H***nsöhne" verspottet hatte. © dpa
Helmut Markwort, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, ist Bayern-Anhänger und Mitglied des Aufsichtsrates. © dpa
Comedian Michael Mittermeier drückt den Roten die Daumen. "Ich bin ja schon als kleiner Bub ins Stadion gegangen und hab dem Beckenbauer zugejubelt. Das bleibt für immer", so Mittermeier zum Kölner Stadt-Anzeiger. © picture-alliance/ dpa
Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wurde zunächst wild spekuliert: Welchem bayerischen Club drückt Horst Seehofer am meisten die Daumen? Dann hat er sich als Bayern-Fan geoutet. © dpa
Der große Edmund Stoiber ist natürlich auch Riesenfan. © dpa
Top-Schauspielerin Veronika Ferres soll eine Rote sein. © picture alliance / dpa
Kai Pflaume moderiert zwar Fußball-Übertragungen, ist aber tief im Herzen wohl nicht ganz unparteiisch. © dpa
Sportreporter Uli Köhler (l., hier auf einem älteren Foto aus seiner Zeit bei Arena) ist eigentlich auch zur Neutralität verpflichtet. Doch sein Herz soll für den FC Bayern schlagen. © obs/arena
Eigentlich kein echter Bayern-Fan, er macht sogar mit Vorliebe Witze über die Jungs von der Säbener. Aber: Harald Schmidt hat einen Mitgliedsausweis. © dpa
Deutschlands größter Entertainer Thomas Gottschalk ist Bayern-Fan. © picture alliance / dpa
Alfons Schuhbeck kocht nicht nur für die Stars von der Säbener Straße, er drückt ihnen auch die Daumen. © picture alliance / dpa
Auch Elmar Wepper hat einen Mitgliedsausweis. © picture alliance / dpa
In der Brust von Reporterlegende Günther Koch sollen zwei Herzen schlagen: eines für den FC Bayern, eines für den 1. FC Nürnberg. © dpa
Robbie Williams soll den FC Bayern mögen und trainierte sogar mal mit. © AFP
Moterator und Mädchenschwarm Markus Kavka ist glühender Anhänger des Rekordmeisters. © dpa
Moderatorin Andrea Kiewel lässt in ihren Sendungen immer wieder ihre Begeisterung für den FC Bayern durchschimmern. © picture alliance / dpa
Das Herz von Schauspielerin Senta Berger schlägt rot. © dpa
Wenn's dem FC Bayern gut geht, geht es auch Wladimir Klitschko gut. © dpa
Willy Astor (l.) komponierte die Bayern-Hymne "Stern des Südens" - und das kommt natürlich nicht von ungefähr. © dpa
Der Münchner Tennisprofi Philipp Kohlschreiber drückt dem hiesigen Bundesligisten die Daumen. © dpa
Peter Brugger von der Band Sportfreunde Stiller kabbelt sich gerne mal mit Kollege Florian Weber. Denn Sportfreund Peter ist Bayern-Fan, Sportfreund Florian ein Sechzger. © dpa
Schauspielerin Christiane Paul ist glühende Bayern-Anhängerin. © dpa
Kerner-Gattin Britta drückt dem FC Bayern die Daumen - ihr Johannes B. vermeidet als seriöser Journalist natürlich klare Bekenntnisse. © dpa
Schauspieler Thomas Darchinger ist großer Bayern-Fan. © dpa
Das Herz des hessischen SPD-Politikers Thorsten Schäfer-Gümbel schlägt rot - politisch wie fußballerisch. © dpa
Felix Neureuther ist eng mit Bayern-Star Bastian Schweinsteiger befreundet. Logisch, dass das Ski-Ass auch eine Schwäche für die "Roten" hat. © dpa
Bernd Michael Lade stammt aus Berlin, ist "Tatort"-Kommissar in Leipzig - aber großer Bayern-Fan. © dpa
Noch zwei, die von "DSDS" bekannt sind und den Münchnern die Daumen drücken: zum einen Menowin Fröhlich. © dpa
Zum anderen Pietro Lombardi. © dpa
"Seit meiner Kindheit, da war ich jedes Wochenende bei meiner Oma und die war ganz großer Bayern-Fan", erklärte Eishockey-Ikone Stefan Ustorf gegenüber dem Tagesspiegel. © dpa
Roland Kaiser erklärt gegenüber der tz: "Ich mag den Verein aus verschiedenen Gründen. Erstens kenn ich kaum einen anderen Verein, der bisher im sozialen Bereich dermaßen aktiv war, der sich dermaßen um ehemalige Spieler bemüht und der sich so anständig verhält wie die Bayern – einige Bundesliga-Klubs würde es ohne ihre Hilfe ja nicht gar nicht mehr geben. Und zweitens spielen sie exzellenten Fußball" © dpa
Und das sind natürlich die allerprominentesten der Bayern-Fans: Die zigtausend Roten in der Allianz-Arena © picture alliance / dpa

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