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Der FC Bayern vor der neuen Saison: So krempelt Kovac den Rekordmeister um

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Der FC Bayern München gewann den Supercup gegen Eintracht Frankfurt.

Bayern München geht erneut als klarer Favorit in die Saison. Alles andere als die siebte Meisterschaft in Folge wäre auch für den neuen Trainer Niko Kovac eine herbe Enttäuschung.

München - Für die Konkurrenz, sollte es die überhaupt geben, hat Karl-Heinz Rummenigge eine schlechte Nachricht. "Wer darauf hofft, dass der FC Bayern in seinen Anstrengungen nachlässt, der hat Pech gehabt. Das wird es nicht geben. Dieses Gen, das satt macht, fehlt in unserer DNA", sagt der Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Alles andere als der siebte Titel in Folge der seit Jahren dominanten Münchner wäre eine faustdicke Überraschung - auch wenn sich Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zuletzt schon einmal vorsichtig aus der Deckung gewagt und von Meisterschaft gesprochen hatte. Die TSG ist am Freitag Auftaktgegner der Bayern.

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Schon da werden die Münchner ein erstes Ausrufezeichen setzen wollen. Beim lockeren 5:0 im Finale um den Supercup gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt deuteten sie erstmals in dieser Saison ihre Ambitionen an. Im Pokal schrammten die Münchner zwar beim 1:0 gegen Drochtersen/Assel knapp an einer Blamage vorbei, dennoch war sich Präsident Uli Hoeneß anschließend "hundertprozentig sicher, dass wir eine sehr, sehr, sehr gute Saison spielen werden".

FC Bayern ist „extrem hungrig“

Nach den Enttäuschungen der vergangenen Spielzeit mit dem erneuten Aus im Halbfinale der Champions League und der überraschenden Niederlage im Pokalfinale, aber auch dem deutschen Desaster bei der WM, seien die Bayern "extrem hungrig", unterstrich Thomas Müller. "Was die anderen uns dieses Jahr weggenommen haben, holen wir uns nächstes Jahr wieder!", hatte Hoeneß den Anhängern schon bei der Meisterfeier versprochen.

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Die Verantwortlichen setzen dabei auf einen fast unveränderten Kader mit Zugang Leon Goretzka sowie den Rückkehrern Serge Gnabry und Renato Sanches, vor allem aber auf den neuen Trainer Niko Kovac (Vertrag bis 2021). Nachdem die Bayern zuletzt von Größen wie Pep Guardiola, Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes angeleitet wurden, ist dies "ein bisschen ein neuer Weg", sagte Rummenigge. Aber einer, der ihm und Hoeneß gefällt - und den sie mitgehen.

Man sei "überzeugt von Niko", betonte Rummenigge: "Das Wichtigste ist, er hat unser vollstes Vertrauen." Rückhalt, den Kovac spürt. Er habe ein "sehr, sehr gutes Gefühl. Daher sehe ich der Zukunft sehr positiv entgegen".

FC Bayern setzt unter Kovac auf Fitness

Grundvoraussetzung für den von ihm erwarteten Erfolg ist für den 46 Jahre alten Kovac die Fitness seiner Spieler. Deshalb fielen die Einheiten in der Vorbereitung intensiver aus. Rummenigge sprach schon von einem "Jahr der harten Arbeit". Die erfolgreichen Mannschaften würden "nicht nach Aufwand und Ertrag fragen, sie arbeiten und kämpfen mit einem Feuer in den Augen, von der ersten bis zur letzten Minute", sagte Kovac und fordert deshalb "absolute Leidenschaft und Ehrgeiz".

Bei den Spielern kommt die direkte Art des früheren Profis, der die Bayern auch taktisch flexibler aufstellen will, offenbar an. Kovac sei "ein Gewinner-Typ", unterstrich Franck Ribery. Einer mit "wichtigen Prinzipien und Werten, geradeaus". Selbst das harte Training findet Anklang. "Wenn du fit bist, kannst du Akzente setzen", sagte Altstar Arjen Robben, "wenn nicht, kannst du Ideen haben, wie du willst".

sid

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