Sportdirektor im Interview

Brazzos Klartext-Ansagen zu Trainer und Neuzugängen VOR Nürnberg-Spiel - Ist das jetzt hinfällig?

Hasan Salihamidzic schaut beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg ganz genau hin.
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Hasan Salihamidzic schaut beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg ganz genau hin.

Der FC Bayern München hat in Doha den Grundstein für die Rückrunde gelegt. Hasan Salihamidzic hat nun über Hansi Flicks Zukunft gesprochen - und über Joshua Zirkzee.

  • Der FC Bayern München startet am 18. Januar in die Rückrunde. 
  • Am 11. Januar verlor das Team ein Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:5. 
  • Sportdirektor Hasan Salihamidzic tätigte einige interessante Aussagen in einem Interview.

München - In der Rückrunde soll die Aufholjagd beginnen. Mit scharende Hufen stehen die Stars des FC Bayern München bereit, um RB Leipzig noch einzuholen und Meister* zu werden. Zumindest erwartet das jeder. In aller Ruhe bereitete sich das Team auf den Rückrundenstart gegen Jürgen Klinsmanns Hertha BSC vor. Doch im Vorbereitungsspiel gegen den 1. FC Nürnberg waren alles andere als scharende Hufen zu erkennen, eher zahme Ponys. Der Rekordmeister ging mit 2:5 unter. 

Das alarmierte vor allem Torhüter Manuel Neuer (“Ich mache mir Sorgen“) und Trainer* Hansi Flick: „Wir fahren jetzt nach Hause und werden uns nochmal zusammensetzen und die ganzen Dinge besprechen. Gemeinsam werden Hasan und ich noch einmal analysieren, was machbar ist und was nicht“. Und Hasan Salihamidzic hat im Interview mit der Bild (hinter Bezahlschranke) sowohl über die Zukunft mit Hansi Flick als auch mögliche Neuverpflichtungen sowie über die Youngsters geredet - allerdings vor dem Nürnberg-Match. 


Hasan Salihamidzic über den Konflikt mit Hansi Flick: „Das Thema ist durch“

Ein kleines Missverständnis im Trainingslager in Doha waren die Aussagen von Flick, dass er Verstärkungen bräuchte. Brazzo stieß auf, dass der Trainer das öffentlich ansprach. Bei der Bild sagte er: „Das Thema ist durch. Und für Hansi in meinem Eindruck nach aus“. Mal sehen, ob das Spiel gegen Nürnberg, welches höchstwahrscheinlich nach dem Interview stattfand, neue Wunden aufreißt. 

Dass der Trainer allerdings das volle Vertrauen hat, bestätigte Salihamidzic. Er machte eine Klartext-Ansage in der Debatte um den Trainerstuhl. Der Sportdirektor unterstrich, dass die Trainersuche eingestellt sei. „Wir haben doch gerade erst mit Hansi ein halbes Jahr verlängert, und es ist ganz klar, dass wir unsere ganze Kraft verwenden, um ihn zu unterstützen“, so der 43-Jährige. 

Der Wunsch von Flick, einen Rechtsverteidiger und einen Flügelspieler zu verpflichten für den dünnen Kader*, wurde zu dem Zeitpunkt des Interviews von Salihamidzic noch mit den Worten: „Unsere Mannschaft sinnvoll zu verstärken ist nicht leicht. Außerdem ist der Transfermarkt im Winter dünn“, heruntergeschraubt. Ob sich die Suche jetzt wieder intensiviert? Ein Barca-Star soll in den Fokus der Münchner gerückt sein.

Braucht der FC Bayern München Verstärkung? Oder reicht die Jugend?

Große Aufmerksamkeit bekam die auch die Verpflichtung von Schalke-Torhüter Alexander Nübel, der angeblich eine gewisse Anzahl an Spielen im Vertrag garantiert bekäme. „Wir reden nie über Verträge. Alexander weiß, dass Manuel unsere Nummer 1 ist, und er hat gesagt, dass er sich unter- und einordnet“, sagte Salihamidzic zu diesem Thema. 

Ein weiteres Mal bestätigte Salihamidzic, dass Leroy Sané im Winter „kein Thema“ sei. In die Herzen der Bayern-Fans hat sich vor der Winterpause Youngster Joshua Zirkzee geschossen. Salihamidzic enthüllte, dass er vor einem halben Jahr mal „gemein“ zu dem Stürmer-Talent gewesen sei. „Ich habe ihm vor einem halben Jahr mal die Fitness-Werte von Robert Lewandowski gezeigt. Das war natürlich ein bisschen gemein, weil Lewa eine Maschine ist“, so der Sportdirektor und führt aus: „Aber um auch nur in die Nähe von Robert zu kommen, muss Joshua noch sehr zulegen. Aber da will er hin, und das muss man fördern“. 

Und genau diesen Robert Lewandowski brauchen die Bayern, um eine erfolgreiche Rückrunde hinlegen zu können. In Doha war er nicht dabei, er trainierte in München nach seiner Leisten-Operation. Und wer weiß, vielleicht kann er bald neue Kollegen an der Säbener Straße oder in der Allianz Arena begrüßen. 

„Hasan Salihamidzic hat schon zu viel Zeit verschenkt“, meint unser Autor in einem Kommentar zu den Leistungen des FCB-Sportdirektors.

ank

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