Vor Hannover-Spiel

Guardiola: Bayern noch "weit weg" von Perfektion

Pep Guardiola
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Bayern-Trainer Pep Guardiola (links) hinter Thomas Müller beim Spiel gegen ZSKA Moskau.

München - Totaler Fußball? Pep Guardiola schüttelte den Kopf. „No, no“, sagte der Trainer von Bayern München am Freitag entschieden.

Der FC Bayern mag die Tabelle der Fußball-Bundesliga vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hannover 96 souverän anführen, doch vom Idealbild ihres perfektionistischen Coaches ist der Verein nach dessen Ansicht weit entfernt. Dass die Bayern, wie zuletzt berichtet, ähnlich spielten wie einst die Niederlande um Legende Johan Cruyff, konnte er so nicht stehen lassen.


„Weit weg“ sei seine Mannschaft von derart höchsten Ansprüchen, sagte der Spanier. Aber, immerhin: „Wir kontrollieren das Spiel besser als in der vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt.“ Soll heißen: Die Bayern lassen nicht mehr so viele (Konter-)Chancen zu. Torhüter Manuel Neuer musste im gesamten September kein einziges Gegentor hinnehmen. In sechs Ligaspielen musste er erst zweimal hinter sich greifen, in den beiden Begegnungen der Champions League noch gar nicht.

Die „totale Kontrolle“ habe seine Elf noch nicht erreicht, meinte Guardiola. Wenn er aber echte Mängel sieht, dann im Offensivspiel. „Wir brauchen auf den letzten zehn Metern mehr Aggressivität“, sagte er. In der Liga trafen Robert Lewandowski und Co. elfmal, in der Königsklasse reichte es trotz hochkarätiger Chancen nur zu zwei Treffern.


Pep Guardiola kündigt "viele, viele Tore" an

Grund zu Zweifeln? Oder gar zur Sorge um Neuzugang Lewandowski, der in zehn Pflichtspielen für die Bayern erst zwei Treffer erzielt hat? Nein, meinte Guardiola. „Wir kennen die Qualitäten unserer Stürmer und haben keine Zweifel an ihrem großen Talent“, sagte er. Lewandowski und all die anderen Hochkaräter „werden bald wieder viele, viele Tore schießen“. Am besten schon am Samstag.

Wobei: Da kommt mit Hannover ein Gegner, dem Guardiola eine „sehr gute Organisation und ein sehr gutes Defensivverhalten“ attestierte. Trainer Tayfun Korkut, den er bereits als Profi in dessen Zeit in Spanien schätzen gelernt habe („super guter Spieler“), leiste überragende Arbeit bei den Niedersachsen. Trotzdem sprach Guardiola von einer „guten Chance, vor der Länderspielpause Erster zu bleiben“. Ein Tor könnte ja schon reichen.

Dabei helfen, dass zumindest hinten wieder die Balance stimmt, soll Jerome Boateng. Der Abwehrchef steht nach seiner Pause zuletzt in Moskau wegen muskulärer Probleme wieder bereit. Noch deutlich länger muss sich Bastian Schweinsteiger gedulden. „Es wird jeden Tag besser, besser und besser. Aber hier spielen wir mit dem Ball, nicht mit dem Fahrrad“, sagte Guardiola in Anlehnung an die jüngsten Ausdauereinheiten des 30-Jährigen auf dem Ergometer.

Er sei sich sicher, ergänzte Guardiola, „dass Basti zurückkommen wird. Aber ich weiß nicht, wann. Wir machen da keinen Druck, das ist wie bei Franck (Ribery, d.Red.). Sie sind noch nicht so weit, noch nicht top. Sie brauchen noch ein bisschen Zeit. Und die haben sie.“ Schweinsteiger laboriert wie Ribery an Problemen mit der Patellasehne und hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten. Thiago kann laut Guardiola dagegen vielleicht schon nach der Länderspielpause wieder mit dem Team trainieren.

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sid

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