Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

BVB-Boss greift KHR an

Watzke giftet: Rummenigge ist ein Heuchler

Hans-Joachim Watzke
+
Hans-Joachim Watzke.

München - In der Auseinandersetzung um einen möglichen Wechsel von Marco Reus von Borussia Dortmund zum FC Bayern München verschärft sich die Tonart.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wünscht sich ein besseres Verhältnis zu Dauerrivale Bayern München. „Die beiden Klubs, die den deutschen Fußball in den vergangenen Jahren geprägt haben, müssen eine vernünftige Basis miteinander finden“, sagte er im „Doppelpass“ bei Sport1.

Watzke ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass diese Klimaveränderung derzeit nicht in Sicht ist: „Du kannst ja nicht permanent in etwas reinlaufen, dich schütteln, und dann sagen: Jetzt sind wir wieder Freunde.“

Konkret warf Watzke Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erneut Stillosigkeit in der Causa Marco Reus vor. Dessen Aussage, er wolle in Dortmund nicht für Unruhe sorgen, liege „auf der Heuchel-Skala ganz weit oben“. Er selbst würde sich „niemals im Leben über Vertragsdetails von Bayern München äußern, das machst du einfach nicht. Das ist das einzige Problem“.

Rummenigge hatte Reus' Ausstiegsklausel aus dessen Vertrag beim BVB öffentlich gemacht. „Es ist legitim, Marco haben zu wollen. Aber du musst das nicht permanent in die Öffentlichkeit tragen. Das ist unser Spieler, da erwarte ich Respekt. Man kann das mit einem gewissen Maß an Niveau machen“, sagte Watzke.

Der FC Bayern sei bei seinem Vorhaben, die Borussia zu „zerstören“ schon „ganz weit gekommen“, fügte Watzke an. Dafür machte er ebenfalls Rummenigge verantwortlich. Mit dem früheren Präsidenten Uli Hoeneß „würde man sicher einen Weg finden“, das Verhältnis zu normalisieren, sagte er. Mit Rummenigge nicht. Die Bayern seien sportlich und als Klub „momentan auf der Welt das Maß aller Dinge“, ergänzte Watzke, „aber das trifft nicht auf jeden dort zu“.

Über die Zukunft von Reus ist indes noch keine Entscheidung gefallen, wie Watzke verriet. Für den BVB werde es aber „sicherlich deutlich schwerer“, den Nationalspieler zu halten, sollte die Qualifikation für die Champions League nicht gelingen. Und über die Königsklasse nachzudenken, verbietet sich laut Watzke angesichts des schwächsten Saisonstarts der Klubgeschichte: „Wir haben den Fokus darauf, da unten rauszukommen.“

Grundsätzlich könne die Borussia aber sogar ein Jahr ganz ohne Europapokal verkraften. „Wir sind wirtschaftlich so stark, dass wir überhaupt keine Abstriche machen müssten. Wir werden nicht auf Los zurückmarschieren, sondern auch dann wieder angreifen“, sagte Watzke.

Äußerungen aus dem Sport1-"Doppelpass" im Wortlaut - Watze ...

… über die aktuelle Situation: „Zu sagen, dass der Trainer keinen Krisenplan hat, ist doch Quatsch! Wir hatten doch gestern auch einen Plan. Ich habe jahrelang gesagt: Dieser Verein hat grandiose Jahre gehabt, aber es gibt eben auch mal Rückschläge. Die Stärke wird sich dann zeigen, wenn es den Rückschlag mal gibt. Der Verein ist aber komplett geschlossen. Wir sind wirtschaftlich stark. Wenn wir nächstes Jahr nicht international spielen, müssen wir nicht wieder auf Los zurückmarschieren.“

… über das Topspiel Bayern München gegen Borussia Dortmund: „Wir haben in der zweiten Halbzeit die Linie verloren. Der Ausfall von Mats Hummels hat die Statik unseres Spiels sehr stark verändert. Er ist für den Spielaufbau sehr wichtig. Es war sehr schade, dass er raus musste. Die Bayern machen dann unfassbaren Druck. Arjen Robben spielt teilweise One-Touch-Fußball. Das kannst du ab und an nicht verteidigen. Wir müssen zugeben: Der Gegner ist im Moment das Maß aller Dinge. Das trifft aber nicht auf jeden im Verein zu. Wir hatten sehr viele Langzeitverletzte. Dann fehlt diesen Spieler eben die Form und die Kraft und die musst du dir jetzt holen. Es wird immer besser. Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat, aber wir müssen ruhig bleiben. Es wird sich bei uns lösen, wenn die Spieler wieder im Training sind. Momentan über die Champions League zu reden, verbietet sich! Wir müssen jetzt den Fokus darauf legen, unten rauszukommen. Wir sind ja nicht durch Zufall oder irgendwelche bösen Mächte dahin gekommen. Wir müssen jetzt diese Tabellensituation mit Leben füllen.“

… über einen Verbleib von Marco Reus beim BVB und die Spekulationen: „Dass ihm das Gequatsche, das ja relativ leicht zu lokalisieren ist, auf den Geist geht, ist doch ganz normal. Ich weiß aber, dass er eine enge Bindung zur Stadt hat, er ist dort geboren. Er muss jetzt eine kluge Entscheidung treffen. Ich wünsche mir, dass er sich für den BVB entscheidet. Wir wollen mit ihm einen neuen langfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel abschließen. Aber: Wir können uns nicht auf einen Bieterwettbewerb mit Real Madrid, Barcelona oder Bayern München einlassen. Wenn wir im nächsten Jahr nicht Champions League spielen, wird es schwer, ihn zu halten. Er hat auch einen Karriereplan und will sich sportlich weiterentwickeln.“

… über das Buhlen der Bayern um Marco Reus: „Der Stil von Karl-Heinz Rummenigge hat auf der nach oben hin offenen Heuchel-Skala einen ganz hohen Wert. Ich würde mich doch nie über Vertragsinhalte von Bayern München äußern. Das macht man doch nicht! Es ist ja legitim, Marco Reus haben zu wollen, aber das muss man nicht permanent in die Öffentlichkeit tragen. Da erwarte ich mir mehr Respekt. Man kann das mit einem gewissen Maß an Niveau machen. Uli Hoeneß kam immer von vorne und mit offenem Visier. Das hat mir gefallen. Er hatte eine gesunde Streitkultur.“

SID

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Welche Promis drücken eigentlich dem FC Bayern die Daumen? Die einen bekennen sich öffentlich zum Rekordmeister, bei anderen munkelt man es leiser oder lauter. Hier sehen Sie eine Auswahl. © dpa
Boris Becker ist wohl DER Bayern-Edel-Fan schlechthin. Und: Der Ex-Profi und Sandy-Ex sitzt im Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters. © dpa
Til Schweiger ist großer Anhänger der Roten. Mit Respekt für die anderen. Einst postete er bei Facebook: "Man muss es einfach mal sagen, auch als FC Bayern-Fan: Borussia Dortmund is einfach ne saugeile Truppe, angefangen von Watzke über Klopp bis zur gesamten Mannschaft!!!! Chapeau für diese saucoole Reaktion!!!!! Ganz gross!!!! Til". Es ging seinerzeit um die Reaktion der Dortmunder auf ein YouTube-Video, in dem Bastian Schweinsteiger die Dortmunder per Gesang als "H***nsöhne" verspottet hatte. © dpa
Helmut Markwort, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, ist Bayern-Anhänger und Mitglied des Aufsichtsrates. © dpa
Comedian Michael Mittermeier drückt den Roten die Daumen. "Ich bin ja schon als kleiner Bub ins Stadion gegangen und hab dem Beckenbauer zugejubelt. Das bleibt für immer", so Mittermeier zum Kölner Stadt-Anzeiger. © picture-alliance/ dpa
Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wurde zunächst wild spekuliert: Welchem bayerischen Club drückt Horst Seehofer am meisten die Daumen? Dann hat er sich als Bayern-Fan geoutet. © dpa
Der große Edmund Stoiber ist natürlich auch Riesenfan. © dpa
Top-Schauspielerin Veronika Ferres soll eine Rote sein. © picture alliance / dpa
Kai Pflaume moderiert zwar Fußball-Übertragungen, ist aber tief im Herzen wohl nicht ganz unparteiisch. © dpa
Sportreporter Uli Köhler (l., hier auf einem älteren Foto aus seiner Zeit bei Arena) ist eigentlich auch zur Neutralität verpflichtet. Doch sein Herz soll für den FC Bayern schlagen. © obs/arena
Eigentlich kein echter Bayern-Fan, er macht sogar mit Vorliebe Witze über die Jungs von der Säbener. Aber: Harald Schmidt hat einen Mitgliedsausweis. © dpa
Deutschlands größter Entertainer Thomas Gottschalk ist Bayern-Fan. © picture alliance / dpa
Alfons Schuhbeck kocht nicht nur für die Stars von der Säbener Straße, er drückt ihnen auch die Daumen. © picture alliance / dpa
Auch Elmar Wepper hat einen Mitgliedsausweis. © picture alliance / dpa
In der Brust von Reporterlegende Günther Koch sollen zwei Herzen schlagen: eines für den FC Bayern, eines für den 1. FC Nürnberg. © dpa
Robbie Williams soll den FC Bayern mögen und trainierte sogar mal mit. © AFP
Moterator und Mädchenschwarm Markus Kavka ist glühender Anhänger des Rekordmeisters. © dpa
Moderatorin Andrea Kiewel lässt in ihren Sendungen immer wieder ihre Begeisterung für den FC Bayern durchschimmern. © picture alliance / dpa
Das Herz von Schauspielerin Senta Berger schlägt rot. © dpa
Wenn's dem FC Bayern gut geht, geht es auch Wladimir Klitschko gut. © dpa
Willy Astor (l.) komponierte die Bayern-Hymne "Stern des Südens" - und das kommt natürlich nicht von ungefähr. © dpa
Der Münchner Tennisprofi Philipp Kohlschreiber drückt dem hiesigen Bundesligisten die Daumen. © dpa
Peter Brugger von der Band Sportfreunde Stiller kabbelt sich gerne mal mit Kollege Florian Weber. Denn Sportfreund Peter ist Bayern-Fan, Sportfreund Florian ein Sechzger. © dpa
Schauspielerin Christiane Paul ist glühende Bayern-Anhängerin. © dpa
Kerner-Gattin Britta drückt dem FC Bayern die Daumen - ihr Johannes B. vermeidet als seriöser Journalist natürlich klare Bekenntnisse. © dpa
Schauspieler Thomas Darchinger ist großer Bayern-Fan. © dpa
Das Herz des hessischen SPD-Politikers Thorsten Schäfer-Gümbel schlägt rot - politisch wie fußballerisch. © dpa
Felix Neureuther ist eng mit Bayern-Star Bastian Schweinsteiger befreundet. Logisch, dass das Ski-Ass auch eine Schwäche für die "Roten" hat. © dpa
Bernd Michael Lade stammt aus Berlin, ist "Tatort"-Kommissar in Leipzig - aber großer Bayern-Fan. © dpa
Noch zwei, die von "DSDS" bekannt sind und den Münchnern die Daumen drücken: zum einen Menowin Fröhlich. © dpa
Zum anderen Pietro Lombardi. © dpa
"Seit meiner Kindheit, da war ich jedes Wochenende bei meiner Oma und die war ganz großer Bayern-Fan", erklärte Eishockey-Ikone Stefan Ustorf gegenüber dem Tagesspiegel. © dpa
Roland Kaiser erklärt gegenüber der tz: "Ich mag den Verein aus verschiedenen Gründen. Erstens kenn ich kaum einen anderen Verein, der bisher im sozialen Bereich dermaßen aktiv war, der sich dermaßen um ehemalige Spieler bemüht und der sich so anständig verhält wie die Bayern – einige Bundesliga-Klubs würde es ohne ihre Hilfe ja nicht gar nicht mehr geben. Und zweitens spielen sie exzellenten Fußball" © dpa
Und das sind natürlich die allerprominentesten der Bayern-Fans: Die zigtausend Roten in der Allianz-Arena © picture alliance / dpa

Kommentare