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„Absolute Vorbilder“

Nach despektierlicher Feuerwehr-Aussage und Shitstorm: Nagelsmann besucht Münchner Feuerwache

Der direkte Austausch zwischen Julian Nagelsmann und Vertretern der Feuerwehr von großem gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt.
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Der direkte Austausch zwischen Julian Nagelsmann und Vertretern der Feuerwehr von großem gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt.

Nach dem Wirbel um die von Julian Nagelsmann unglücklich formulierte Aussage über die Freiwillige Feuerwehr war der Trainer des FC Bayern am Montag (25. April) bei einer Münchner Feuerwache zu Gast. Der 34-Jährige machte sich ein Bild von der Arbeit der Rettungskräfte und war auch bei einer Übung dabei.

München – „Das ist ja auch unser Beruf. Wir sind ja nicht ehrenamtlich unterwegs. Wir können uns nicht entscheiden. Wir sind nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr Südgiesing, sondern beim FC Bayern München. Und da geht’s drum, dass man in jedem Spiel versucht, eine ordentliche Leistung abzuliefern.“ Mit dieser Aussage sorgte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann in der vergangenen Woche für mächtig Wirbel.

Im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem Kracher-Spiel in der Fußballbundesliga gegen Borussia Dortmund zog der Meistertrainer mit diesem unglücklich formulierten Vergleich den Unmut vieler freiwilliger Helfer auf sich. Im Netz und auf Social Media entbrannte ein Shitstorm, zahlreiche Fans machten ihrem Ärger Luft.

Nagelsmann zu Münchner Feuerwache eingeladen

Auch der Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern e.V. zeigte sich empört über die Wortwahl des 34-Jährigen. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr München lud der Verband den gebürtigen Landsberger zu einem Besuch bei der Feuerwache Stadtmitte in Schwabing ein. Der Einladung folgte Nagelsmann prompt und machte sich am Montag (25. April) ein Bild von der Arbeit der Retter.

„Meine Aussage zur Freiwilligen Feuerwehr in der Pressekonferenz vergangene Woche war unglücklich formuliert. Ich wollte nie die Freiwillige Feuerwehr oder irgendeinen ehrenamtlichen Helfer diskreditieren. Mir ging es bei meiner Aussage rein um das Wort freiwillig“, schrieb Nagelsmann auf seinem Instagram-Account.

Viele Gemeinsamkeiten bei Sport und Feuerwehr

„Bei dem rund zweistündigen Termin wurde im konstruktiven und von großem gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägten Dialog schnell deutlich, dass es zwischen den Bereichen des Sports und der Feuerwehr nichts Trennendes, aber viel Gemeinsames und Verbindendes gibt“, so der Landesfeuerwehrverband.

Nagelsmann besichtigt Feuerwache und ist bei Feuerwehr-Übung dabei

Nagelsmann besichtigte neben der Integrierten Leitstelle (ILS) – die Notruf- und Schaltzentrale der Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes – auch die Feuerwache selbst und war bei einer gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehr mit der Berufsfeuerwehr München dabei.

Bei einer gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr München machte sich Nagelsmann ein Bild von der Arbeit der Retter.

„Es steckt, das habe ich jetzt vor Ort noch einmal verdeutlicht bekommen, eine enorme Arbeit hinter allem – und wie es der Name schon sagt, leisten diese Menschen ihren wertvollen Dienst an der Gemeinschaft freiwillig. Ich habe einen enormen Respekt vor allen, die sich ehrenamtlich betätigen“, zeigte sich der Meistertrainer beeindruckt.

Weiter fügte er an: „Sozial engagierte Menschen wie bei der Freiwilligen Feuerwehr sind absolute Vorbilder und für eine funktionierende Gesellschaft elementar.“

Über 7500 Freiwillige Feuerwehren mit 320.000 Aktiven in Bayern

Johann Eitzenberger, Vorsitzender des LFV Bayern, sagte: „Unsere gemeinsamen Werte, die ,der Fußball‘, ebenso wie ,die Feuerwehr‘ lebt, sind unter anderem Disziplin, Toleranz, Leistungsbereitschaft und gegenseitiges Einstehen füreinander. Das kommt in der ehrenamtlichen Arbeit unserer über 7500 Freiwilligen Feuerwehren mit ihren 320.000 Aktiven, täglich bei Übung und Einsatz zum Ausdruck.“

Eitzenberger nahm ebenso wie die anwesenden Feuerwehrkräfte die Klarstellung von Julian Nagelsmann und seine anerkennenden Worte – stellvertretend für alle Ehrenamtlichen, insbesondere die Freiwilligen Feuerwehrleute – an.

aic

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