Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Absolutes Liga-Novum *Voting*

Kurioser Wechselfehler bringt Bayern-Sieg in Gefahr: Alles hängt an Freiburg

Diskussionsbedarf
+
Der Wechselfehler in der Partie des SC Freiburg gegen den FC Bayern München sorgte für viel Diskussionsstoff.

Das hat die Bundesliga noch nicht gesehen: Ein Wechselfehler macht das überzeugende 4:1 der Bayern in Freiburg zur Randnotiz. Hat das kuriose Missgeschick noch Folgen?

München - Nach dem Wechselfehler des FC Bayern prüfen die Verantwortlichen des SC Freiburg noch einen Einspruch. „Stand ist nach wie vor, dass sie sich das anschauen“, sagte ein Vereinssprecher einen Tag nach dem 1:4 (0:0) gegen die Münchner in der Fußball-Bundesliga. „Wir werden etwas kommunizieren, wenn es etwas zu kommunizieren gibt. Einen Zeitplan haben wir dafür nicht“, sagte der SC-Sprecher.

Der Protest müsste aber bis Montagnachmittag eingelegt werden. Sollten die Freiburger davon absehen, wird auch der Deutsche Fußball-Bund nicht tätig werden. „Der Kontrollausschuss hat keine rechtlichen Möglichkeiten, Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen“, sagte ein DFB-Sprecher am Sonntag mit Blick auf die Regel 3, Ziffer 7 und 9, des Regelwerks.

„Dies kann der SC Freiburg beim DFB-Sportgericht innerhalb von 48 Stunden machen. Dieses Recht ist ihm unbenommen“, hieß es vom DFB weiter. Nach dpa-Informationen habe es sich aus Sicht des Verbands bei dem Vorfall nicht um eine Regelwidrigkeit, sondern um einen Irrtum gehandelt.

Die Münchner waren beim Stand von 3:1 kurz vor Schluss für einige Sekunden mit zwölf Spielern auf dem Feld gewesen, ehe Referee Christian Dingert die Begegnung unterbrach. Zuvor war bei der geplanten Auswechslung von Kingsley Coman die falsche Rückennummer angezeigt worden. Der Franzose fühlte sich wohl nicht angesprochen und ging bei einem Doppelwechsel zunächst nicht vom Feld.

DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich sprach bei Sport1 am Sonntag von einer „Verkettung von unglücklichen Umständen“. Er kündigte eine interne Aufarbeitung mit Referee Dingert an. „Es werden immer mal wieder Fehler vorkommen. Das sind Menschen, wir besprechen das in Ruhe mit ihm und seinem Team“, sagte Fröhlich.

Im ZDF „Sportstudio“ äußerte sich am Samstagabend Felix Zwayer, Videoschiedsrichter während der Partie, ähnlich. Für ihn handelt es sich bei dem Fauxpas ebenfalls um eine Verkettung von Ereignissen, die zu dem bekannten Ergebnis geführt habe. „Die Spieler verfolgen das Spiel ja auch“, erklärte Zwayer: „Wenn man in Unterzahl spielt, wird man sicherlich darauf aufmerksam.“ Angesprochen auf die Verantwortlichkeit des Fehlers äußerte sich Zwayer wie folgt: „Tatsächlich war es in dem Fall eine Verkettung.“ Managerin Krüger habe zunächst eine falsche Nummer angezeigt, „Nichtsdestotrotz ist es natürlich in der Verantwortung des Schiedsrichterteams, den Wechsel regelkonform durchzuführen“, schob Zwayer nach. „In der Praxis wird es so gehandhabt, dass die Aufgabe dem Vierten Offiziellen überlassen wird.“

Für Routinier Nils Petersen und den SC Freiburg hat der Wechselfehler der Bayern selbst die bittere 1:4-Heimniederlage zunächst an den Rand gedrängt. „Es ist ein großes Tohuwabohu bei uns, und deswegen sind wir alle sehr, sehr gespannt, was passiert. Aber wir sind ja auch keine Juristen“, sagte der 33 Jahre alte Profi Petersen am Sonntag im TV-Sender Sky. Man habe noch Zeit, „um Protest einlegen zu können. Da werden die Telefone heute heiß glühen hier im Stadion, und dann wird man halt abwägen, was das Richtige ist.“ Das Ganze sei „natürlich Thema Nummer eins in der Kabine“.

Auch ihm sei nach dem Doppelwechsel die Überzahl der Münchner nicht aufgefallen, sagte 1:1-Torschütze Petersen. „Wenn der Nico Schlotterbeck nichts gesagt hätte, hätten wir wahrscheinlich noch weiter so gespielt. Wie oft spielen wir im Training elf gegen neun - und es passiert nichts?“, meinte der SC-Profi und Spezialist für Jokertore schmunzelnd: „Deswegen hätten wir noch länger so spielen können.“

Der frühere Bayern-Profi Lothar Matthäus wünscht sich nach dem Wechselfehler der Münchner eher Zurückhaltung beim Verlierer SC Freiburg. „Im Endeffekt wäre es eine schöne Sache, wenn da Freiburg Ruhe bewahren würde. Weil im Endeffekt alles, was da passiert ist, keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis ergeben hat“, meinte der DFB-Rekordnationalspieler und forderte: „Erst muss die Frage geklärt werden: Wer hat den Fehler gemacht?“

Kommentare