Nach scharfer Kritik an Bayern-Star Lewandowski

"Brazzo" rechnet mit TV-Experten ab: "Didi Hamann ist ein Problem für Sky"

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Hasan Salihamidzic gegen TV-Experte Dietmar Hamann.
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München - Der FC Bayern hat mit einem 3:1 (2:1)-Sieg gegen Schalke den Abstand auf Spitzenreiter Dortmund auf fünf Punkte verkürzt. Vor dem Spiel hatte Robert Lewandowski im Mittelpunkt gestanden, der von einem TV-Experten hart kritisiert worden war. Jetzt haben die Verantwortlichen zum "Gegenschlag" ausgeholt:

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic teilte nach dem Spiel im Sky-Interview mit Reporter Patrick Wasserziehr ordentlicjh aus: "Ich kann nicht verstehen, dass Didi Hamann ihn kritisiert. Das, was er macht, ist einfach eine Kampagne gegen ihn. Weil er die Spiele nicht richtig schauen kann." Und dann legte "Brazzo" nach: "Ich glaube nicht, dass Robert Lewandowski ein Problem für Bayern ist, sondern Didi Hamann ist ein Problem für Sky. Da muss Sky mal drüber nachdenken."

Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge war offenbar stinksauer über die Aussagen von Hamann. Er sagte zu Sport1: "Der (Anm. der Redaktion: Hamann) ist mir keinen Satz wert."

Hamann hatte in den Tagen vor dem Spiel an seiner Kritik an Lewandowski, die er bereits letzte Woche bei Sky 90 ausgesprochen hatte, beharrt und diese sogar erneuert. "Also, ich bleibe da bei meinem Standpunkt, dass er nicht derselbe Spieler war in den letzten zwölf, achtzehn Monaten wie vorher", sagte der Ex-Bayern-Profi und Sky-Experte der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zwar habe er selbst über Lewandowski immer gesagt: "Für mich ist er die beste Neun der Welt". Seit geraumer Zeit sehe er das - trotz Torerfolgen - aber nicht mehr so wie früher.

Hamann empfiehlt seinem Ex-Verein, angesichts "einiger Baustellen" auch jene im Sturm nicht zu unterschätzen: "Lewandowski ist jetzt 30. Wie lange er seine Tore noch macht, weiß ich nicht." Es könne ein Problem für die Bayern sein, überhaupt einen Top-Stürmer zu finden. "Es gibt im Moment einen eklatanten Mangel an Topstürmern in Europa oder auf der Welt", sagte der 45-Jährige. Lewandowski selbst hatte sich bereits nach dem Pokalspiel bei Hertha (3:2 n.V.) gewehrt und die Aussagen als "absolut dämlich" bezeichnet.

mw

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