„Abscheuliche Menschen und Fake-News“

Hass gegen „Brazzo“ eskaliert: Jetzt attackieren Bayern-Fans sogar seine Familie

FC Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Ehefrau Esther
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FC Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Ehefrau Esther.

München - Zehntausende Fans des FC Bayern fordern weiterhin den sofortigen Rauswurf von Sportvorstand Hasan Salihamidizic und die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Hansi Flick. Einige „Anhänger“ haben es dabei aber gehörig übertrieben und auch die Familie von Salihamidzic verbal übel attackiert.

So berichtete dessen Ehefrau Esther, die in München ein Yoga-Studio betreibt, auf Instagram von persönlichen Angriffen: „In den letzten Tagen bekomme ich sehr viele unschöne und sehr beleidigende Kommentare, die nichts mit meiner Arbeit und sich ausschließlich auf meinen Ehemann und seinen Job beziehen. Man beleidigt ihn als Menschen und auch unsere ganze Familie wird gleich mit angegriffen. Ich möchte euch auf diesem Weg bitten, dies zu unterlassen. Es ist unsachlich und hat auch nichts mit „Ich bin ein Fan“ zu tun! (...) Hört endlich auf und kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten!“

Und auch auf Sohn Nick, der selbst in der U19 des FC Bayern spielt, gingen einige sogenannte „Fans“ los. Er meldete sich ebenfalls via Instagram zu Wort und postete in seiner Story zunächst ein Foto seines Papas. „Ich habe kein Problem damit, wenn ihr meinen Vater oder mich wegen Lügen attackiert, die von den Medien oder anderen Leuten verbreitet wurden. Ich komme damit klar und er auch. Aber lasst meine Schwestern und meine Mutter da raus“, schrieb er dazu. Er verurteile dieses „abscheuliche Verhalten, abscheuliche Menschen und Fake-Fans“, hieß es weiter.

70.000 Fans haben „Anti-Brazzo“-Petition unterzeichnet

Die Petition „Pro Hansi Flick, Brazzo raus“ auf change.org haben inzwischen fast 70.000 Menschen unterzeichnet (Stand: 23. April). Darin wird unter anderem die fehlende Kompetenz von Salihamidzic und dessen schlechte Transferpolitik angeprangert. Wörtlich hieß es unter anderem: „Wir würden es begrüßen, wenn Hasan Salihamidzic eigenständig seinen sofortigen Rücktritt als Sportvorstand verkündet! Andernfalls fordern wir den Aufsichtsrat der FC Bayern München AG dazu auf ihn seiner Ämter zu entheben und ihn aus dem Vorstand abzuberufen.“

Auch der FC Bayern hat inzwischen reagiert und sich in einer öffentlichen Erklärung klar hinter seinen Sportvorstand gestellt. „Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic. Sachliche Kritik ist selbstverständlich immer zulässig. Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste - dafür gibt es beim FC Bayern nicht den geringsten Platz“, wird Präsident Herbert Hainer darin zitiert.

mw

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