Entscheidung im Fall Guardiola

Pep weg? Bayern angeblich mit Ancelotti einig

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Pep Guardiola und Carlo Ancelotti.
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München - Bleibt er oder bleibt er nicht? Glaubt man der spanischen Marca und der Daily Mail aus England, dann geht er im Sommer. Die Rede ist von Bayern-Coach Pep Guardiola. Jetzt soll sogar dessen Nachfolger schon feststehen:

UPDATE, 14.15 Uhr:

Mehrere Medien und der Sportinformationsdienst (SID) berichten am Mittag, dass nun sogar schon nach der Nachfolger von Pep Guardiola feststehen soll. Angeblich hätten sich der FC Bayern und Carlo Ancelotti vor kurzem auf einen Dreijahresvertrag mit Laufzeit von 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2019 verständigt.

Demnach habe Guardiola dem Verein bereits davor mitgeteilt, dass er sein Engagement in München im Sommer beenden möchte. Eine Entscheidung in der "Causa Guardiola" sei zudem eine Bedingung des Italieners gewesen, um den Bayern seine Zusage zu geben. Ancelotti hat in seiner ruhmreichen Karriere unter anderem bereits Juventus Turin, den AC Mailand, den FC Chelsea und Paris St. Germain trainiert. Zuletzt stand der 56-Jährige bis Sommer 2015 bei Real Madrid unter Vertrag.

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Wäre Carlo Ancelotti der richtige Trainer für Bayern?
Ich bin mir nicht sicher. Es gibt bestimmt andere Coaches, die besser zum Verein passen würden.
46.42%
Ja, ganz sicher. Er ist ein extrem erfahrener und international anerkannter Fußball-Fachmann.
33.25%
Nein, überhaupt nicht. Der Mann spricht kein Deutsch und hat keine Ahnung vom Fußball.
20.31%

Die Erstmeldung:

Um keinen Fußballtrainer ranken sich derzeit so wilde Gerüchte und Halbwahrheiten wie um den 44-jährigen Spanier. Die beiden genannten Zeitungen hatten Anfang der Woche berichtet, dass der Abschied von Guardiola zum Saisonende bereits seit längerem beschlossene Sache sei. Auch ein Wahnsinnsangebot von über 20 Millionen Euro Gehalt pro Jahr hätte ihn nicht umstimmen können, schreibt nun die SportBild.

Doch wo liegen dann die Gründe für den (offenbar sehr wahrscheinlichen) Abschied des stolzen Katalanen? Da ist zum einen der Streit mit den Mannschaftsärzten. Erst fetzte sich Guardiola mit "Klub-Ikone" Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth, dann offenbar auch mit dessen Nachfolger Dr. Volker Braun. Es ging um die zahlreich und zu oft verletzten Superstars, meist Thiago oder Franck Ribéry.

Machtkämpfe scheint es jedoch auch an anderer Stelle zu geben. Zuletzt soll der Startrainer auch im Juniorenbereich mehr Mitspracherecht gefordert haben. Dort könnte es dann jedoch zur "Kollision" mit Uli Hoeneß kommen, der 2016 seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung abgesessen hat und dann bestimmt wieder mehr Einfluss im Verein ausüben wird. "Mit dem Comeback von Hoeneß werden sich die Machtverhältnisse bei den Bayern verändern", sagte Pep-Biograf Daniel Martinez gegenüber dem Focus.

Und der dritte Abschiedsgrund ist offenbar, dass der Klub und Guardiola offensichtlich gänzlich unterschiedliche Vorstellungen von der Fußball-Philosophie der Zukunft haben sollen. Guardiola wolle deswegen laut Focus "neue Horizonte" erschließen.

Obwohl bis dato noch nichts offiziell bestätigt ist, scheint Guardiola schon seit Wochen intensiv mit Manchester City zu "flirten". Und da gewinnt plötzlich wieder ein Satz Bedeutung, den er im Sommer gemurmelt hatte und inzwischen fast schon in Vergessenheit geraten war: "Ich bin nicht komplett überzeugt, dass ich der Richtige für diesen Verein bin..."

mw

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