Kritik nach Äußerungen in Liechtenstein

NRW-Minister droht Uli Hoeneß mit Knast

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NRW-Minister Thomas Kutschaty (SPD) kritisiert Uli Hoeneß.
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München - In Vaduz hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß sehr auskunftsfreudig über seine Strafe wegen Steuerhinterziehung gesprochen. Das stößt bei NRW-Politiker Thomas Kutschaty auf heftige Kritik:

"Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war." Das hatte Uli Hoeneß beim Business-Meeting "meet the president" in Vaduz (Liechtenstein) gesagt. Besonders der Zusatz "ein Freispruch wäre völlig normal gewesen" könnte Hoeneß jetzt Ärger einbringen.

"In bayerischem Luxusknast"

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (48/SPD) in der Bild: "Offensichtlich haben 21 Monate in einem bayrischen Luxusknast mit Wochenendurlauben nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Im Steuerparadies Liechtenstein macht er sich über die ehrlichen Steuerzahler lustig."

Zur Einordnung: Hoeneß' Wochenendurlaube als Freigänger waren ein üblicher Vorgang. Zudem sind in der JVA auch Gewaltverbrecher untergebracht.

SPD-Politiker droht Hoeneß

Der SPD-Politiker, der sich mitten im Wahlkampf befindet, schreckt auch nicht vor Drohungen gegen Hoeneß zurück: "Er sollte sehr vorsichtig sein. Denn er steht unter Bewährung. Und bei solchen Äußerungen kann man schon den Widerruf der Bewährung prüfen."

Ob Hoeneß tatsächlich für seine Aussagen eine Strafe bekommt, ist aber ungewiss. Gegenüber der Bild habe das bayerische Finanzministerium den Auftritt nicht kommentieren wollen.

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