Wechselgerüchte des Urbayers

Verlässt Müller München? FC Bayern soll schon einen Nachfolger an der Angel haben

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Thomas Müller will laut "Sport Bild" den FC Bayern München verlassen.
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München - Schock für alle Bayern-Fans: Fußball-Weltmeister Thomas Müller will laut Bericht der "Sport Bild" den FC Bayern München verlassen. Jetzt meldete sich der Offensiv-Spieler zu Wort. Außerdem sollen die Bayern schon einen Nachfolger an der Angel haben.

Update, 10. Oktober, 13 Uhr: Hat der FC Bayern schon einen Nachfolger?

Wird Christian Eriksen der Nachfolger von Thomas Müller?

Der FC Bayern München soll sich angesichts des drohenden Wechsels von Thomas Müller schon um einen Nachfolger bemühen. Wie die spanische Zeitung "AS" berichtet, wollen die Münchner Christian Eriksen von den Tottenham Hotspur an die Isar locken. Eriksen steht nur noch bis Sommer 2020 bei den Londonern unter Vertrag, weshalb Tottenham nur noch im Winter eine Ablösesumme für ihren Mittelfeldstar fordern können. Auch ein Wechsel zu Real Madrid sei wahrscheinlich gewesen, dort hatte sich aber angeblich Trainer Zinedine Zidane gegen eine Verpflichtung des Dänen ausgesprochen.

Christian Eriksen würde den FC Bayern wohl rund 30 Millionen Euro kosten. 

Update, 10. Oktober, 7.30 Uhr: Kimmich: FC Bayern ohne Müller nur "schwierig" vorstellbar

Für Joshua Kimmich ist Bayern München ohne den über seine Reservistenrolle unzufriedenen Thomas Müller kaum vorstellbar. "Schwierig, das ist schon eine große Identifikationsfigur - so, wie es Schweini (Bastian Schweinsteiger, d.Red.) war oder auch der Philipp (Lahm). Natürlich ist das eine prägende Figur des Vereins", sagte Kimmich nach dem 2:2 im Länderspiel gegen Argentinien.

Müller hegt angesichts seiner Rolle als "Bankangestellter" beim deutschen Fußball-Rekordmeister Abwanderungsgedanken. "Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig", sagte der 30-Jährige dem kicker.

"Er ist schon ein gewisser Freigeist"

Kimmich hat dafür Verständnis. "Dass der Thomas unzufrieden ist mit der Situation, ist klar. Das stellt er sich so sicher nicht vor. Er hat den Anspruch, spielen zu wollen", sagte der 24-Jährige. Wenn Müller wie am vergangenen Wochenende gegen Hoffenheim (1:2) eingewechselt wurde, habe er den Bayern "immer sehr geholfen", betonte Kimmich: "Er macht das immer sehr, sehr gut. Er ist schon ein gewisser Freigeist. Als Gegner ist das schwierig zu kontrollieren, weil man nie weiß, was passiert."

Trainer Niko Kovac hatte jedoch vor dem Hoffenheim-Spiel bei Sky betont, Müller komme lediglich zum Einsatz, "wenn Not am Mann ist". Zwar hat es inzwischen ein klärendes Gespräch gegeben, Müller aber sagte danach, er sei "absolut nicht" zufrieden mit der Lage: "Ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann."

Abgang vom FC Bayern durchaus möglich

Nach Informationen unseres Partnerportals tz.de lehnen auch die Verantwortlichen des FC Bayern einen Abgang von Müller nicht mehr kategorisch ab. Seinen Vertrag, der bis 2021 läuft, wird Müller höchstwahrscheinlich erfüllen, aber eine Verlängerung scheint fraglich.

Update, 16.49 Uhr: Müller äußert sich

Das Bundesligaspiel der Münchner gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Samstag war das fünfte Punktspiel hintereinander, in dem Müller nicht in der Anfangself stand.

Und dann auch noch diese Aussage von Kovac: "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen."

Am Mittwoch berichtete "Sport Bild", dass es in der laufenden Länderspielpause Gespräche zwischen dem Offensivspieler und dem FC Bayern über einen möglichen Wechsel geben soll.

Am Mittwochnachmittag veröffentlichte der "kicker" ein Interview mit Thomas Müller.

Auf die Frage, wie es jetzt weiter gehe, meinte Müller: "Die Medien haben in den letzten Tagen wild spekuliert. Daran werde ich mich nicht beteiligen."

Aber für den Ur-Bayer ist auch klar: "Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen."

Sein Verhältnis zu Kovac soll nach den Aussagen vom Samstag jedoch nicht angespannt sein. „Als ich nach dem Spiel mit der Aussage konfrontiert wurde, war ich natürlich überrascht. Aber ich bin bei so etwas nicht so empfindlich. Es gab mit dem Trainer bereits ein Vieraugengespräch. Damit ist die Geschichte für mich ausgeräumt“, beteuert Müller.

Der Vertrag des Angreifers, der seit 2000 beim FC Bayern ist, läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Mit den Münchnern wurde er unter anderem achtmal Meister und 2013 Champions-League-Sieger.

Vorbericht:

Thomas Müller mutiert beim FC Bayern München zum Bankdrücker und das passt dem Fußballprofi offenbar gar nicht. Nach Informationen von Sport Bild will Thomas Müller (30) vom FC Bayern die Freigabe im Winter. Schon in der laufenden Länderspielpause soll es demnach Gespräche zwischen dem Offensivspieler und dem Bundesligisten geben. Die Kluft zwischen ihm und Trainer Kovac scheint inzwischen zu tief und seine Unzufriedenheit zu groß geworden zu sein.

Thomas Müller als "Notnagel" bezeichnet

Zum fünften Mal in Folge saß der Publikumsliebling beim Samstagsspiel gegen die TSG Hoffenheim auf der Bank. Aber damit nicht genug: Kovac stempelte seinen Co-Kapitän vor der Hoffenheim-Pleite als Notnagel ab. "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen". 

Worte die einem gestandenen Weltmeister nicht wirklich gefallen dürften. Das glaubt auch Ex-Nationalspieler Torsten Frings. "Ich glaube nicht, dass er es böse gemeint hat. Für so einen Spieler wie Müller ist es aber ganz schön bitter", sagte der frühere Bayern-Spieler beim Doppelpass auf Sport1.

Trotz Angeboten blieb Müller immer beim FCB

Der Vertrag des Angreifers läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Mit den Münchnern wurde er unter anderem achtmal Meister und 2013 Champions-League-Sieger. Seit seinem zehnten Lebensjahr (im Jahr 2000) spielt der gebürtige Weilheimer schon beim FC Bayern München und ist einer der letzten "echten" Bayern im Team. Im Sommer 2019 war Inter Mailand an Müller interessiert, die Saison zuvor beschäftigten sich der FC Liverpool und der FC Arsenal mit ihm. Doch Müller blieb - bis jetzt?

mh/mz/sid

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