Vor dem Erstrunden-Spiel gegen den FC Bayern München

DFB-Pokal: Bayerns Gegner Drochtersen im Ausnahmezustand: "Fast hätten wir umziehen müssen"

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So war es 2016: Im heimischen Kehdinger-Stadion wurden Zusatztribünen aufgebaut, um das DFB-Pokalspiel der ersten Hauptrunde gegen Borussia Mönchengladbach auszurichten. Am Samstag ist nun der FC Bayern zu Gast bei der SV Drochtersen/Assel.

Am Samstag kommt der FC Bayern zum DFB-Pokal nach Drochtersen. Bereits in den Tagen davor dreht sich vor Ort alles nur um das eine Spiel. Auch bei Spieler Florian Nagel.

Kassel/Drochtersen. Florian Nagel spielte bereits in der dritten Liga für Werder Bremen und in der Regionalliga beim KSV Hessen Kassel. Am Samstag bekommt es der Spieler aus Stade mit einem anderen Kaliber zu tun. Vor dem Spiel seines Lebens mit dem SV Drochtersen/Assel gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München hat HNA.de* mit dem 26-Jährigen von der rechten Außenbahn gesprochen.

Können Sie uns beschreiben, was aktuell bei Ihnen los ist?

Florian Nagel: Also hier ist im Moment absoluter Ausnahmezustand. Am Montag waren vier Fernsehteams, drei Radiosender und etliche Fotografen und Journalisten beim Training, Dienstag fanden Videodrehs mit NDR „Hallo Niedersachsen“ und Sport 1 statt. Das ist echt Wahnsinn, welche Aufmerksamkeit wir bekommen. Zudem sind immer ganz viele Menschen am Stadion, um für einen einzigen Tag alles umzukrempeln. Sogar unser Kassenhäuschen musste versetzt werden, damit noch eine zusätzliche Tribüne aufgebaut werden konnte.

Für den Pokalhit wurde die Stadionkapazität von 3000 auf 7500 Zuschauer vergrößert, und der Klub ist nicht ins 50 Kilometer entfernte Hamburg umgezogen. Warum?

Nagel: Unser Präsident hat von Anfang an gesagt, dass wir auf jeden Fall in Drochtersen bleiben. Man wollte den Leuten, die immer zu unseren Spielen kommen, die Chance bieten, diesen Kracher im eigenen Wohnzimmer zu verfolgen. In Hamburg wäre alles zu unpersönlich geworden, aber fast hätten wir umziehen müssen. Denn es stand im Raum, dass wir das Topspiel am Montagabend werden sollten – und dafür hätte unser Flutlicht nicht ausgereicht.

Gibt es einen Spieler, auf den Sie sich besonders freuen?

Nagel: Zu meiner Bremer Zeit habe ich mit Sandro Wagner zusammengespielt. Nach dem Spiel versuche ich mal, ein paar Worte zu wechseln – falls er mich noch kennt.

Gegen wen der 26-jährige Maschinenbaustudent am Samstag spielen wird und welche Chancen sich der Underdog gegen den FC Bayern ausrechnet, lesen Sie bei den Kollegen von HNA.de*.

Von Thorsten Kohlhasse

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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