Die Bayern in Rom: Alles Totti, oder was?

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Rom - Königsklasse in der ewigen Stadt: Wenn der FC Bayern am Abend beim AS Rom antritt, trifft er auch auf eine lebende Legende. Vorstandschef Rummenigge warnt seine Spieler:

Die Ausgangslage könnte für den FC Bayern München vor dem Gastspiel in der ewigen Stadt nicht besser sein. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen flogen die Münchner am Montag nach Italien, wo sie heute Abend ab 20.45 Uhr im altehrwürdigen Olympiastadion gegen den AS Rom antreten. Mit einem weiteren Sieg könnte der deutsche Rekordmeister einen Riesenschritt in Richtung Achtelfinale machen.

Doch der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Denn auch die Italiener haben einen guten Start in die diesjährige Champions League-Saison hingelegt. Dem 5:1-Erfolg zum Auftakt gegen ZSKA Moskau folgte zuletzt ein achtbares 1:1-Remis bei Manchester City. Beim Auftritt in England trat vor allem ein Mann in Erscheinung, der in Rom bereits seit Jahren eine Legende ist. Francesco Totti trug sich dort als ältester Torschütze der Champions League-Historie in die Fußballannalen ein.

Die Legende Francesco Totti

Totti ist mit seinen 38 Jahren und genau 25 Tagen zwar gewiss nicht mehr so schnell und flink wie bei seinem ersten Profispiel im Jahr 1993, dennoch ist er zweifelsohne noch immer das Herzstück des römischen Ensembles. „Er scheint gute Gene zu haben“, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge über den Ur-Römer (über 600 Spiele, über 250 Tore und mehr als 25 Jahre im Klub), der genau so wie sein Trainer Pep Guardiola aber auch noch andere Spieler auf dem Zettel hat.

Zum Beispiel ein Gervinho, der auf der linken oder rechten Seite rauf und runter flitzt. Der Ivorer kam 2013 von Arsenal London und wurde auf Anhieb Stammspieler. Acht geben müssen die Bayern auch auf Alessandro Florenzi. Der 23-jährige Angreifer entstammt der eigenen Nachwuchsabteilung, hat alle italienischen U-Nationalteams durchlaufen und in dieser Saison bereits sechsmal getroffen.

Angst müssen Boateng, Dante & Co. aber gewiss nicht haben. Nach den starken Auftritten in der Bundesliga können die Bayern die Aufgabe mit viel Selbstvertrauen angehen. Einen Selbstläufer erwartet im Münchner Lager aber niemand. „Wir befinden uns aktuell in einer guten Phase. Aber wir müssen uns auch jedes Spiel aufs Neue beweisen“, erklärte Thomas Müller im Vorfeld. Philipp Lahm, der bei der Ankunft im römischen Nobelhotel von den Fans stürmisch gefeiert wurde, ergänzte: „Wir sind einen Schritt weiter im Vergleich zur letzten Saison zu diesem Zeitpunkt, vor allem im taktischen Bereich.“ Boss Rummenigge mahnte dennoch: „Es wird ein schweres und interessantes Spiel! Rom scheint derzeit die stärkste italienische Mannschaft und der stärkste Konkurrent in unserer Gruppe zu sein!“

Schalke unter Zugzwang

Wesentlich brisanter ist die Ausgangslage für den FC Schalke 04. Nach nur zwei Punkten aus den ersten beiden Spielen gegen Maribor und Chelsea können sich die Königsblauen im Heimspiel gegen Sporting Lissabon keinen weiteren Fehltritt mehr erlauben. Der neue Trainer Roberto di Matteo wird wohl auch gegen die Portugiesen sein Hauptaugenmerk auf defensive Stabilität legen. Dennoch wäre ein Dreier sehr wichtig, um sich realistische Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 16 zu wahren.

sid/dpa/tz/redro24/mw

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