FC Bayern nach Pleite in Gladbach nur noch Siebter

Kimmich stinksauer: "Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, der..."

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Bayern-Spieler Joshua Kimmich war nach der 1:2-Pleite in Mönchengladbach so richtig gefrustet.

Mönchengladbach - Durch die Last-Minute-Pleite bei Borussia Mönchengladbach (1:2) ist die vermeintlich heile Welt unter Neu-Trainer Hansi Flick beim FC Bayern schon wieder Geschichte. Einer war danach so richtig angefressen:

Nach der zweiten Niederlage am Stück beim 1:2 (0:0) im Bundesliga-Spitzenspiel beim Tabellenführer Borussia Mönchengladbach schoben die Stars des Rekordmeisters auch beim öffentlichen Training am Sonntag noch Frust. "Das ist schon das zweite Mal hintereinander. Das ärgert mich unendlich. Ich könnte durchdrehen", klagte Nationalspieler Joshua Kimmich. Die Favoritenrolle auf die achte Meisterschaft nacheinander sind die Bayern nach der 21. Auswärtspleite in Gladbach erst einmal los. Sportchef Hasan Salihamidzic machte die furiosen Borussen zur "Benchmark" für die Liga in Sachen Titelgewinn: "Sie sind vorne - und wer vorne ist, der hat einen Anspruch darauf."


Die Herbstmeisterschaft ist damit praktisch futsch, stattdessen flogen die Bayern nach 14 Spielen sogar aus den Europapokal-Rängen. Nur 24 Punkte bedeuten die bislang schwächste Saison seit 2010/2011. Damals stand der FC Bayern unter Louis van Gaal immerhin noch auf Platz fünf, diesmal ist es der für Münchner Verhältnisse indiskutable siebte Platz. Normalerweise herrscht an der Säbener Straße in solchen Fälle höchste Alarmbereitschaft, unruhige Tage gibt es aber auch jetzt allemal.

Aktionismus soll es aber nicht geben. "Genauso, wie wir nach Siegen Ruhe bewahrt haben, muss man auch jetzt Ruhe bewahren und trotzdem nach innen sehr ehrlich sein", meinte Salihamidzic. In der Winterpause wird analysiert, ob es mit Flick oder einem anderen Coach weitergeht. "Wir haben auch heute in der ersten Halbzeit gesehen, dass es läuft. Nein, da hat sich nichts verändert", sagte Salihamidzic zum vereinbarten Fahrplan in der Trainerfrage.


Klare Worte von Müller und Kimmich

Bis zur Winterpause sind die Bayern und Flick zum Siegen verdammt. "Wir haben Mittwoch in der Champions League ein Spiel zu gewinnen und in der Bundesliga bis zur Winterpause noch neun Punkte zu holen. Sonst schaut es schattig aus", sagte Angreifer Thomas Müller. Allerdings schwant dem Team, dass eine Aufholjagd wie in der vergangenen Saison selbst mit neun Punkten aus drei Spielen deutlich schwerer wird. Vor Jahresfrist betrug der Rückstand auf Borussia Dortmund gar neun Zähler, Meister wurden aber wieder die Bayern. 

"Aber auch wenn es jetzt nur sieben Punkte sind, wird es diese Saison deutlich schwieriger, weil viel mehr Mannschaft vor uns sind. Es steht nicht nur Gladbach vor uns, sondern noch ein paar Mannschaften. Und wer es jetzt noch immer nicht begriffen hat, und glaubt, das wird schon wie die letzte Saison, der ist fehl am Platz", sagte Kimmich.

Rätselhaft bleibt zudem die plötzliche Abschlussschwäche, für die Super-Torjäger Lewandowski sinnbildlich steht. Seit drei Liga-Spielen traf der Führende der Torschützenliste nicht. "Mir fehlt manchmal ein bisschen die Entschlossenheit", kritisierte Trainer Flick die allgemeine Chancenverwertung seines Teams.

mw (mit Material von dpa)

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