Bayer träumt von Saison ohne Niederlage

Müller warnt: Ohne Basti nicht aus der Spur kommen

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Thomas Müller träumt von einer perfekten Saison ohne Niederlage.

Berlin - Thomas Müller will mit dem FC Bayern München in der Bundesliga noch lange ungeschlagen bleiben. Der Ausfall von Bastian Schweinsteiger beschäftigt den Nationalspieler allerdings.

„Es ist nicht einfach, aber es wäre auf jeden Fall ein Ansporn, eine ganze Saison lang nicht zu verlieren“, sagte der Nationalspieler in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Durch den 3:0-Erfolg gegen den FC Augsburg hatte der Triple-Sieger am vergangenen Wochenende die bisherige Rekordmarke des Hamburger SV mit nun 37 Spielen ohne Niederlage überboten.

Dem am 23. November anstehenden Liga-Gipfel bei Verfolger Borussia Dortmund (HIER im Live-Ticker!) blickt Müller mit Spannung entgegen, auch wenn der BVB im Kampf um die Spitze zuletzt an Boden eingebüßt hat. „Nur weil Dortmund jetzt ein Spiel verloren hat, sollen sie nicht mehr auf Augenhöhe sein? So schnell geht das nicht“, stellte Müller fest. Für den Bayern-Profi hat das Duell das Potenzial, künftig zu einem deutschen „Clasico“ zu werden: „Auf lange Sicht wird Bayern gegen Dortmund ein Spiel werden, dass die Liga und auch Europa elektrisiert.“

Thomas Müller von A bis Z

A wie Ammersee: Seine Oase. An freien Tagen fährt der 20-Jährige gerne an den See. Müller ist ein Naturbursche. © Getty
B wie Bomber: Sie haben fast eine Vater-Sohn-Beziehung: Thomas und Gerd Müller. Die Torjäger-Legende gab dem Youngster bei den Amateuren Tipps. „Er hat den Riecher“, sagt Gerd über Thomas. Der nennt das große Vorbild nur ehrfürchtig „Bomber“. Selbst in Südafrika gab Gerd seinem Schützling noch Tipps: „Geh öfter in die Spitze! Du kannst noch mehr Tore machen.“ © Getty
C wie Cola: Trinkt Müller selten, eher Spezi – oder: Maracujaschorle, Espresso. © Getty
D wie Dr. House: Der Offensiv-Allrounder ist Serien- und Film-Fan. Am liebsten schaut er Dr. House sowie die US-Sitcom Two and a half men. Bei seinem Lieblings-Film wird es blutrünstig: 300, ein Drama über den Kampf der Spartaner. © Getty
E wie Eltern: Zu Klaudia und Gerhard pflegt Thomas auch während der WM regen Kontakt, er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Seit Müllers erstem Auftritt in Südafrika steht das Telefon nicht mehr still. © Getty
F wie Feiern: Müller ist kein Partygänger. Die Ausflüge ins Nachleben halten sich in Grenzen: Ein bis zweimal im Jahr. Außer es gibt Titel zu feiern… © Getty
G wie Gerland: Er ist sein großer Förderer, er empfahl ihn bei Louis van Gaal: Hermann Gerland. Dabei hatte er es Müller beim knorrigen Westfalen erst schwer: Weil er nach Fouls zu lange liegen blieb, nannte ihn Gerland „Fräulein“… © Getty
H wie Hochzeit: Müller ist erst 20 – aber schon seit über einem halben Jahr mit Lisa verheiratet. Im ganz kleinen Kreis fand die standesamtliche Hochzeit statt. Die kirchliche soll folgen – frühestens 2011. © Getty
I wie Italien: Zum ersten gemeinsamen Urlaub der jungen Familie Müller ging’s an die Adria: Fünf Tage Rimini nach dem Abi. Weil Thomas und Lisa damals noch nicht genug Geld verdienten, zahlten die Eltern die Vollpension… © Getty
J wie Junkie: Müller kann nicht ohne: King Prawns sind seine Leibspeise. Beim Italiener kann der Youngster entspannen. Seine Abende verbringt er auch gerne auf der Couch. Dann werden Filme geschaut – oder es geht an die Spielkonsole: Fifa 2010, Autorennen oder Ego-Shooter. © Getty
K wie Kinder: Die Planungen laufen. Der Bayern-Star ist sehr kinderlieb, will unbedingt eigenen Nachwuchs. Der Traum: Zwei Kinder. Allerdings wollen Thomas und Lisa – stand heute – damit bis ans Ende seiner aktiven Laufbahn warten. © Getty
L wie Lisa: Seine erste und große Liebe. Die 20-Jährige arbeitet als Model, beide wohnen seit einigen Monaten in einem Reihenaus. Weihnachten 2009 hielt Thomas nach der Mitternachts-Mette um Lisas Hand an. Sie besuchte ihren Mann in Südafrika, feuerte ihn an. © Getty
M wie Man of the Match: Gegen England wurde Müller zum Spieler des Spiels gewählt. Sein Kommentar: „Mei, trifft halt meistens die, die die meisten Tore machen.“ Auch beim Audi-Cup 2009 wurde er zum besten Mann gewählt. Der Pokal steht auf dem Fensterbrett. © Getty
N wie Nationalmannschaft: Drei Spiele für die U 19, eines für die U 20, sechs für die U 21. © Getty
O wie Oktoberfest: Müller ist als Bayer Wiesn-Fan, freut sich jedes Jahr auf das größte Volksfest der Welt. Aber nur wegen der Atmosphäre… © Getty
P wie Pähl: Müllers Heimat. © Getty
Q wie Quad: Die Lieblingsbeschäftigung im Teamhotel Velmore Grande. Am liebsten mit Holger Badstuber. © Getty
R wie Reiten: Lisa brachte Thomas zum Pferdesport. Sie ist Leistungssportlerin, er begeistert sich ebenso für die eigenen Pferde, die ihren Stall in Vaterstetten haben. Einziges Problem: Das Verletzungs-Risiko. Deswegen schaut Thomas meistens zu. © Getty
S wie Sporting Lissabon: Die Geburtsstunde eines Stars. Am 10. März 2009 erzielte der 19-Jährige Müller bei seinem Champions-League-Debüt den Treffer zum 7:1. © Getty
T wie Talisman: Zwei Glücksbringer hat Thomas in Südafrika dabei: Eine Kette mit einem halben Herz und dem Namen seiner Frau sowie ein rotes Glasherz. © Getty
U wie Unbekümmertheit: Müllers Markenzeichen. Dazu Kollege Klose: „Irgendwann kommt bei ihm die Wende, dann geht es nicht mehr so weiter. Aber da mache ich mir bei ihm keine Sorgen: Weil Thomas nicht den Schädel dafür hat, sich Gedanken zu machen.“ © Getty
V wie van Gaal: Fragte Gerland nach Talenten, sah sich Müller an – und machte ihn zum Star. © Getty
W wie Wiggerl Kögl: Berater und sportlich engste Bezugsperson. Seit der A-Jugend kümmert sich der Ex-Profi um ihn, beide kommen aus dem selben Landkreis. © Getty
X wie x-mal getreten: Immer wieder gehen die Gegenspieler auf Müllers Beine. Verletzungen hatte er noch nie. „Weil ich so dünne Beine habe, dass sie mich kaum treffen.“ © Getty
Y wie Yes we can: Müller ist ein Kämpfer. Auch außerhalb des Platzes ist er sehr wissbegierig. Beispiel: Seine ehrgeizigen Fremdsprachen-Ziele. Müller will Italienisch und Spanisch lernen. © Getty
Z wie Zwirn: Der Torjäger mag es lässig. Shirt, Pullover, nicht zu extravagant. Seine Lieblings-Marken: BOSS und Diesel. Aber auch bei H & M geht er gerne einkaufen – ganz bodenständig eben… © Getty

Dass Bastian Schweinsteiger wohl erst zur Rückrunde wieder eingreifen kann, sieht Müller kritisch: "Er ist für uns als Persönlichkeit extrem wichtig und wird deshalb fehlen." Dennoch sieht er den Kader des FC Bayern gut gerüstet. Man habe so viele gute Spieler, "dass unsere Mannschaft auch ohne Basti nicht aus der Spur kommen darf".

Die Breite des Kaders in der Spitze bekommt Müller auch ab und an am eigenen Leib zu spüren, unter Pep Guardiola saß Müller auch mal auf der Ersatzbank. "Bei Bayern ist die Situation einfach so, dass wir extrem viele Offensivspieler haben (...). Man muss sich daran gewöhnen, bei Bayern auch mal draußen zu sitzen - auch wenn das nicht angenehm ist", erklärt der Torjäger, der in dieser Saison schon elf Mal ins gegnerische Netz traf.

dpa/dh

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