Müller freut sich auf Bayerns Wiesn-Besuch

Zwei Mass? "Der Aufgabe sind wir gewachsen"

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Thomas Müller (2.v.l.) mit seinen Kollegen am Rande eines Lederhosen-Shootings.

München - Die Konkurrenz stolpert, Bayern München setzt ein Zeichen: Das 4:0 (3:0) des deutschen Rekordmeisters war eindrucksvoll. Am Sonntag geht's auf die Wiesn.

Das Timing war perfekt. Für seinen Ausflug auf das Oktoberfest hatte sich der FC Bayern diesmal den letzten Sonntag der Wiesn ausgesucht, „und die Voraussetzungen“, betonte Thomas Müller, „könnten nicht besser sein.“ Die Patzer der Konkurrenten und das eigene, sehr eindrucksvolle 4:0 (3:0) gegen Hannover 96 hatten die Münchner bereits am Samstagnachmittag in Feierlaune versetzt. Trainer Pep Guardiola betonte sogar, es dürften gerne auch mal zwei Mass sein statt nur einer. „Wir werden auch dieser Aufgabe gewachsen sein“, versprach Müller mit einem Grinsen.


Müller war nur Bankhocker am Samstagnachmittag, doch was er sah, stimmte ihn sehr zufrieden. „Wir haben ein super Spiel erwischt. Da sitzt man locker draußen“, sagte er. Locker sah auch aus, was seine Kollegen da auf dem Platz veranstalteten. Hannover 96 war nichts weiter als ein Spielball der Münchner, und die hatten mal richtig Lust, schon vor dem Besuch auf der Wiesn „Hau den Lukas“ zu spielen. Die Gäste konnten richtig froh sein, dass es bei den Treffern durch Robert Lewandowski (6. und 38.) sowie den erneut extrem energiegeladenen Arjen Robben (13. und 79.) blieb.

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge sagte, „das war erstklassig, was die Mannschaft in der ersten Halbzeit gespielt hat“, der zweifache Torschütze Robben, der offensichtlich eine Wiedergeburt des Duracell-Hasen ist, betonte mit einem Lächeln: „Das war vielleicht das beste Spiel bis jetzt.“ Selbst der ewig zweifelnde Guardiola gönnte sich einen Anflug von Begeisterung. „Das Wichtigste ist, dass wir in jedem Spiel ein bisschen besser werden“, sagte er, „wir haben vier Tore geschossen, wir haben noch mehr Chancen kreiert, auch unser Spielweise war gut.“


Der Bundesliga müsste eigentlich angst und bange werden. Die Nachwehen der WM, selbst die Verletzungen von Schlüsselspielern hat der FC Bayern bislang gut kompensiert, auch wenn Guardiola stets betont, bis Weihnachten müsse sich seine Mannschaft mehr oder weniger durchmogeln. „Ich denke, dass wir das bis jetzt ganz gut gemacht haben. Man kann immer Spiele finden, die nicht so gut waren, aber es ist schon ganz gut so, wie es ist“, sagte Torhüter Manuel Neuer, der mittlerweile auch schon wieder seit 648 Minuten ohne Gegentreffer ist.

Hannover 96 wird froh sein, den Münchnern erst mal nicht zu begegnen: Es war bemitleidenswert, wie die Gäste von den sehr spielfreudigen und angriffslustigen Bayern herumgeschubst wurden - trotz einer Fünferkette. „Wir hatten schon auch eine Idee, aber die ist halt sehr schnell durch die frühen Tore über den Haufen geworfen worden“, sagte Trainer Tayfun Korkut. Sportdirektor Dirk Dufner wollte sich mit dem Spiel gleich gar nicht mehr aufhalten und stellte fest, es bestehe kein Grund, schlechter Laune zu sein: „Wir haben zehn Punkte. Darum würden uns andere beneiden.“

sid

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