Architekten entwarfen auch Allianz Arena

Fußball-Kirche: FC Chelsea bekommt neues Stadion

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Hamburg - Beim FC Chelsea läuft es sportlich gerade mehr als rund. Mit einem neuen Stadion der Elbphilharmonie-Architekten soll der Premier-League-Klub nun auch eine neue Bühne bekommen. Eine Sorge bleibt den Londonern allerdings noch.

In der Premier League ist der FC Chelsea der Konkurrenz weit voraus. Nach dem 2:1-Sieg am Montagabend bei West Ham United hat der Tabellenführer seinen Vorsprung auf Tottenham auf zehn Punkte ausgebaut. Um die sportlichen Erfolge besser feiern zu können, erhält der Club eine größere Bühne. Am Montag hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan die Pläne für einen opulenten Stadionneubau an der Stamford Bridge genehmigt.

60.000 Zuschauer soll die neue Arena fassen, rund 580 Millionen Euro soll sie kosten - und genau da entstehen, wo seit 1905 schon das alte Stamford-Bridge-Stadion den Fans eine Heimat bietet. Bis zur Saison 2021/22 soll der Bau fertiggestellt werden. Baumeister ist das Architektenbüro Herzog & de Meuron, das schon die Hamburger Elbphilharmonie entworfen hat und die Münchner Allianz-Arena.

Der Londoner Bürgermeister rechnet mit einem „Juwel in Londons Sport-Krone“, das Menschen aus der ganzen Welt anlockt - was der Truppe um Trainer Antonio Conte gefallen dürfte. Während der Bauphase muss der Verein aber umziehen. Eine Option ist das Wembley-Stadion.

Netz spottet: Gigantischer Eierschneider

Für den fünffachen Meister passt sich die neue Spielstätte dem gewachsenen Erfolg an. Immerhin hat der FC Chelsea in dieser Saison Tottenham Hotspur (zehn Punkte Rückstand), Pep Guardiolas Edeltruppe Manchester City (11), den FC Arsenal (16) und Manchester United (17) regelrecht abgehängt.

Wie gut es bei den Blues gerade läuft, zeigt sich auch an Eden Hazard, der gegen West Ham einen Konter zum 1:0 abschloss und erneut glänzte. Schon jetzt hat der quirlige Belgier in der Premier League fast drei Mal so viele Treffer (elf) erzielt wie in der kompletten vergangenen Saison unter Jose Mourinho und Guus Hiddink (vier).

Der FC Chelsea kann zusätzliche Plätze im Stadion gebrauchen, das steht außer Frage. Das Stadion an der Stamford Bridge ist in der laufenden Saison fast immer ausverkauft. Bei englischen Medien sorgte der Entwurf teils trotzdem für Häme und Gelächter - und zwar wegen des Designs. Manche fühlten sich an einen gigantischen Eierschneider erinnert. „Das neue Stadion wird Eier in 100 Metern Länge durchschneiden können“, twitterte das Medienportal „BuzzFeed“.

Dem FC Chelsea kann es egal sein. Nachdem der Neubau geklärt ist, haben die Londoner eine andere Sorge: ein möglicher Wechsel von Erfolgstrainer Antonio Conte. Ihm soll ein Angebot von Inter Mailand vorliegen.

dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot

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