Ferguson: „Wir verhalten uns immer einwandfrei“

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Sir Alex Ferguson ist sich und Manchester United keiner Schuld bewusst.

Manchester - Alex Ferguson, Trainer des englischen Meisters Manchester United, hat alle Vorwürfe gegen den Premier- League-Club im Zusammenhang mit unsauberen Praktiken bei Transfers von Nachwuchsspielern zurückgewiesen.

“Wir haben uns gegenüber jungen Spielern und ihren Eltern immer korrekt verhalten. Es hat nie einen Fall gegeben, wo wir Eltern bezahlt haben, nie. Das wäre verrückt“, sagte Ferguson am Donnerstag. Der französische Verein Le Havre hatte Manchester vorgeworfen, bei der Verpflichtung des 16 Jahre alten Mittelfeldspielers Paul Pogba dessen Eltern 200 000 Euro und ein Haus angeboten zu haben. Wegen dieser Behauptung hatte United Le Havre bereits rechtliche Schritte angedroht.

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“Das hat irgendein frustrierter Fußball-Direktor gesagt, und sie mussten es zurücknehmen“, sagte Ferguson weiter. “Wir verhalten uns immer einwandfrei. Es war klar, dass wir da früher oder später von anderer Seite mit hineingezogen werden, weil wir der größte Club sind.“

Das Gebaren englischer Vereine beim Transfer von Teenagern ist Thema, seit Michael Ballacks FC Chelsea vor einer Woche vom Weltfußball-Verband FIFA wegen Ermunterung zum Vertragsbruch im Fall des heute 18 Jahre alten Talents Gael Kakuta vom RC Lens mit einer Neuverpflichtungssperre bis Januar 2011 und einer Geldstrafe in Höhe von 900 000 Euro belegt wurde. Chelsea hat Berufung angekündigt.

Manchester könnte allerdings in einem anderen Fall eine Untersuchung drohen. Der italienische Erstligist FC Florenz kündigte am Mittwoch an, sich wegen des Wechsels des 16 Jahre alten Verteidigers Michele Fornasier zu ManU an die FIFA zu wenden. Allerdings ist noch keine offizielle Beschwerde eingegangen. ManUs Stadtrivale Manchester City wurde diese Woche vorgeworfen, sich bei der Verpflichtung des 17 Jahre alten Verteidiger Jeremy Helan vom französischen Club FC Rennes nicht korrekt verhalten zu haben.

dpa

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