Franck Ribéry: Rüffel vom Trainer

+
Franck Ribéry (r.) musste sich von Nationaltrainer Domenech einiges anhören.

Paris - Die Probleme von Franck Ribéry nehmen kein Ende. Wie die französische Sportzeitung “L'Equipe“ am Freitag enthüllte, ist der Bayern-Star in der WM-Qualifikationswoche vom französischen Nationalcoach Raymond Domenech zurechtgewiesen worden.

Schelte habe es auch für den Real-Madrid-Neuzugang Karim Benzema gegeben. Domenech habe das Verhalten der beiden Profis in der Begegnung gegen Rumänien (1:1) vor den anderen Nationalspielern der “Bleus“ scharf kritisiert.

Domenech “warf Ribéry vor, die Anweisungen, auf der rechten Seite zu spielen, nicht befolgt zu haben, nachdem er (Ribéry) in der 57. Minute für (André-Pierre) Gignac eingewechselt worden war“, schrieb das Blatt. Zu Benzema habe der 57-jährige Coach gesagt, mit “burschikosem Verhalten“ werde er keinen Platz in der “Equipe Tricolore“ erobern.

Die markantesten Gesichter des Weltfußballs

Strecke

Auch die “L'Equipe“ geht mit Ribéry hart ins Gericht: Es wäre zwar übertrieben, den 26-Jährigen als “den Verlierer“ der zehn Qualifikations-Tage zu betrachten, räumt das Blatt ein. Der Bayern- Profi habe wohl mit mehr Spielzeit gerechnet. “Aber nichts von dem, was er in den 30 Minuten gegen Rumänien und danach in den 13 Minuten gegen Serbien gezeigt hat, lässt wirklich die Vorstellung zu, dass er von Anfang an hätte eingesetzt werden können“, so die Zeitung.

Ribéry zahle den Preis eines Sommers mit Verletzungen und enttäuschten Transferhoffnungen. Der Stürmer werde in zwei Monaten eventuell wieder Wunderdinge vollbringen, aber in der französischen Nationalelf werde er sich unterordnen und seinen Wunsch, links zu spielen, vergessen müssen. “Mit einem Thierry Henry auf diesem Niveau ... ist es besonders erforderlich, dass Ribéry rechts spielt und dass er dort auch bleibt. Links ist der Platz besetzt“, so “L'Equipe“.

dpa

Kommentare