Bundesliga am Samstag

Dortmund, Schalke und Bayern gewinnen

Lewandowski
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Robert Lewandowski vom BVB im Zweikampf mit Hannovers Salif Sane (l) und Sebastien Pocognoli

Berlin - Dortmund, Schalke und Bayern haben am Samstag ihre Pflichtaufgaben in der Fußball-Bundesliga erfüllt. So liefen die 15.30-Uhr-Spiele.

Der FC Bayern München hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga nach nur einer Nacht wieder zurückerobert und kommt dem Uralt-Rekord des Hamburger SV immer näher. Das Team von Trainer Pep Guardiola bezwang am Samstag den FSV Mainz 05 mit 4:1 und braucht nach dem 34. Spiel in Serie ohne Niederlage nur noch zwei Partien, um mit den Hanseaten gleichzuziehen. Auch Verfolger Borussia Dortmund überflügelte mit dem 1:0 über Hannover 96 wieder Bayer Leverkusen. Die Rheinländer hatten sich begünstigt durch das Phantomtor von Stefan Kießling beim 2:1 bei 1899 Hoffenheim für einige Stunden die Spitzenposition gesichert.

Der FC Schalke 04 mühte sich mit 3:2 zu einem Last-Minute-Erfolg bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Der 1. FC Nürnberg rettete ein spätes 1:1 bei Eintracht Frankfurt. Werder Bremen und der SC Freiburg sorgten für das erste torlose Unentschieden dieser Saison.

Gegen taktisch stark ausgerichtete Mainzer, die mit einer defensiven Fünferkette agierten, diktierte die Guardiola-Elf von Beginn an die Partie, tat sich aber zunächst schwer. Nach einem langen von Julian Baumgartlinger nutzte Shawn Parker einen Patzer von Jerome Boateng (40. Minute) sogar zur Gäste-Führung. Nach der Einwechslung von Mario Götze drehten aber Arjen Robben (50.), Thomas Müller (52./82./Foulelfmeter) und Mario Mandzukic (69.) das Spiel.

Die Münchner mussten schon vor Anpfiff auf Franck Ribéry verzichten, der sich im Training einen Kapseleinriss am Sprunggelenk zugezogen hatte. Der Einsatz des Franzosen in der Champions-League- Partie gegen Viktoria Pilsen ist ungewiss. Zudem musste Dante nach einem Zusammenprall mit Zdenek Pospech vom Platz.

Im Duell der Heim-Macht Dortmund mit den Auswärts-Zauderern aus Hannover erlitt die Hoffnung der Niedersachsen auf den ersten Saisonpunkt auf fremdem Platz einen frühen Dämpfer. Nach einem Foul von Hiroki Sakai an Erik Durm verwandelte Marco Reus den Strafstoß bereits nach vier Minuten. Der BVB gewann damit vor dem Champions- League-Spiel beim FC Arsenal auch sein fünftes Bundesliga-Heimspiel, Hannover wartet weiter auf den ersten Treffer in der Ferne.

Trikot-Ranking 2013: So schneiden die Hemden der Bundesligisten ab

Trikot-Ranking 2013: So schneiden die Hemden der Bundesligisten ab

Jedes Jahr bewertet eine Jury der Mediadesign-Hochschule Düsseldorf die neuen Trikots aller Bundesligisten. Entscheidend ist hier nicht die sportliche Leistung auf dem Platz, sondern vielmehr Optik, Schnitt und Design. Hier die Schlusstabelle der Mode-Saison mit den offiziellen Jury-Statements: © picture alliance / dpa
Platz 18: Werder Bremen. Jury-Begründung: "So grün wie der Rasen, das ist nicht fernsehtauglich! Die Schnittgebung ist auch nicht aufregend und dann ist das komplette Dress auch noch in ein recht einfallsloses All-Over-Rautenmuster getaucht. Das überzeugt leider nicht." © dpa
Platz 17: 1899 Hoffenheim. Jury-Begründung: "Die farbliche Abstimmung innerhalb des Trikots ist gelungen, aber der angesetzte Polokragen zerstört leider das Gesamtbild." © dpa
Platz 16: Borussia Mönchengladbach. Jury-Begründung: "Der grüne V-Ausschnitt wirkt verloren auf dem überwiegend weißen Dress; die feinen Querstreifen bringen Unruhe und die Sponsorenfarbe sprengt das Farbgefüge komplett." © dpa
Platz 15: FC Schalke 04. Jury-Begründung: "Ein schlichtes Dress, das farblich sehr ausgeglichen rüberkommt, aber sonst keine erwähnensweten Details aufweist." © dpa
Platz 14: VfB Stuttgart. Jury-Begründung: "Die Farben des Trikots sind harmonisch aufeinander abgestimmt, doch der Schnitt bietet leider keine Raffinessen. Die feinen Querstreifen auf der Vorderseite haben keine dynamische Wirkung, lassen das Dress eher bieder erscheinen. Gleiches gilt für den V-Ausschnitt." © dpa
Platz 13: Bayer Leverkusen. Jury-Begründung: "Schlichter Rundhalsschnitt, wenig Energie in der Farbe; hier fehlt uns definitiv das sportive Element." © dpa
Platz 12. FC Augsburg. Jury-Begründung: "3 Farben (rot - grün - weiß) die über der Trikotvorderseite verteilt wurden sind schon viel und dann noch die gelbe Umrandung des Emblems. Machmal ist weniger mehr!" © dpa
Platz 11: Bayern München: Jury-Begründung: "Von Bayern haben wir das letzte Jahr schon innovativiere Trikots gesehen! Ein schlichtes Dress, das farblich gut aufeinander abgestimmt ist, aber keine Highlights zeigt." © dpa
Platz 10: Hamburger SV. Jury-Begründung: "Mit Schnitt, Passform und dem gut platzierten Rot auf Vorder- und Rückseite sind wir einverstanden - aber nicht mit dem angesetzten Polokragen." © dpa
Platz 9: 1. FSV Mainz 05. Jury-Begründung: "Das Dress der Mainzer wirkt leider nicht sehr aufregend! Harmonisch sind Vereinslabel, Logo und Sponsorenlabel aufeinander abgestimmt. Aber das helle Rot als Grundfarbe mit dem weißen Längsstreifen schreit nach mehr." © dpa
Platz 8: Hertha BSC. Jury-Begründung: "Blockstreifen blau-weiß in Längsrichtung auf dem Vorderteil und partiell auf dem Rücken - eine gute Wahl! Ansonsten verzichtet das Dress auf besondere Extras in der Schnittführung." © dpa
Platz 7: SC Freiburg. Jury-Begründung: "Der Farbverlauf innerhalb des Trikots - das finden wir gelungen und trendy! Nicht so gut gefallen hat uns der Farbmix aus Sponsoren- und Vereinsapplikationen." © dpa
Platz 6: VfL Wolfsburg. Jury-Begründung: "Ein echter Blickfang - der diagonale Streifen auf dem Vorderteil! Auch die Farbkombination apfelgrün-weiß ist gut gewählt. Das Dress wirkt leicht und frisch!" © dpa
Platz 5: Eintracht Braunschweig. Jury-Begründung: "Die Vereinsfarben von Braunschweig sind ein echter Hingucker und extrem TV-tauglich. Allerdings finden wir, dass man daraus mehr machen könnte, als nur den Ärmel in blau abzusetzen. Designtechnisch hat das Trikot noch viel Potential!" © dpa
Platz 4: 1. FC Nürnberg. Jury-Begründung: "Das schlichte bordeaux-schwarze Dress von Nürnberg hat eine edle Note, wirkt aber durch die dynamische Schnittführung trotzdem sehr athletisch." © dpa
Platz 3: Eintracht Frankfurt. Jury-Begründung: "Rot-Schwarze Längsstreifenund eine tolle Materialwahl verleihen dem Frankfurter Trikot Dynamik und Sportivität. Besonders sind die gelaserten Luftlöcher entlang der Seitennähte. Logo, Label und Vereinslogo sind sehr stimmig platziert." © dpa
Platz 2: Hannover 96. Jury-Begründung: "Wie schon im letzten Jahr hat das Trikot von Hannover 96 wieder begeistert! Die Kombination von Bordeaux-Rot mit Orange-Rot ist sehr gelungen und hat eine frische, dynamische Wirkung. Gut gefallen hat auch die Schnittführung mit Raglanarm und verschiedenen Teilungsnähten." © dpa
Platz 1: Borussia Dortmund. Jury-Begründung: "Unser Favorit! Das Trikot von Borussia Dortmund überzeugt in gelb! Bei dem körperbetonten Dress hat man kleine Details groß ins Spiel gebracht: das dezent eingesetzte Karomuster auf der Vorderseite sowie der doppellagige V-Ausschnitt überzeugen. DIe Farben des gesamten Trikots bilden eine harmonische Einheit - Logos, Sponsorenlabel und Trikotkontrastfarbe sind perfekt aufeinander abgestimmt. Doch nicht nur das Design - auch die Schnittführung und das hochwertige Material lassen nichts zu wünschen übrig." © dpa

Durch den späten Siegtreffer von Roman Neustädter (90.+1) schoben sich die verletzungsgeplagten Schalker auf die internationalen Plätze. Zuvor war Braunschweig mit reichlich Rückenwind aus dem ersten Bundesligasieg vor zwei Wochen beim VfL Wolfsburg durch Orhan Ademi (20.) und Karim Bellarabi (59.) in Führung gegangen, bleibt aber Tabellenletzter. Max Meyer (29.) und Leon Goretzka (65.) glichen jeweils aus. Nach den Verletzungen von Klaas-Jan Huntelaar, Jefferson Farfan, Jermaine Jones und Kevin-Prince Boateng vergrößerten sich Schalkes Personalsorgen mit Blick auf das Königsklassenduell mit dem FC Chelsea durch eine Knieblessur bei Marco Höger.

Auch mit Interimstrainer Roger Prinzen gelang den Nürnbergern nach der Trennung von Michael Wiesinger nicht der erste Saisonerfolg, sicherte aber zumindest das sechste Unentschieden. Vaclav Kadlec (50.) erzielte das 1:0 für die dominierenden Frankfurter, die jedoch durch den späten Ausgleich von Josip Drmic (86.) den direkten Anschluss an die Europapokalplätze verpassten. Die Franken bleiben auf dem Relegationsrang.

Nach zuvor 73 Partien sorgten der Tabellenachte Bremen und Freiburg für das erste 0:0 dieser Spielzeit und beendeten damit die Rekordserie. Die Breisgauer bleiben ohne Sieg und verharren auf Abstiegsrang 17.

dpa

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