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Es drohen horrende Strafen

Sex, Bier, Drogen: Diese Benimm-Regeln gelten für WM-Fans in Katar

Fußball-WM Katar
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WM-Fans in Katar.

Doha – Am Sonntag (20. November) startet die höchst umstrittene Fußball-WM in Katar. Trotz des ungewöhnlichen Zeitpunkts und den ganzen Irritationen im Vorfeld werden viele Fans aus aller Welt am Persischen Golf erwartet.

Diese sollten sich jedoch auf einige ganz besondere Regeln einstellen. Die katarische „Benimm-Knigge“ sieht unter anderem strikte Videoüberwachung und besonders strenge Strafen bei Drogendelikten vor. Auch Sex, außer mit dem Ehepartner, ist verboten. rosenheim24.de liefert einen Überblick über die wichtigsten Regeln.

Welche Verhaltensregeln gelten für Fans?

Katar ist ein konservatives Land mit einem durch islamische Moralvorstellungen geprägten Recht. Trotz aller Zusicherungen der Turnier-Gastgeber sagt der deutsche Fanvertreter Philipp Beitzel: „Es gibt eine gewisse Unsicherheit, weil man nicht weiß, wie dann die gelebte Praxis vor Ort sein wird.“ Bei der Kleidung rät das Auswärtige Amt zu einer gewissen Zurückhaltung.

Wie steht es um die Sicherheit?

Die Kriminalitätsrate in Katar ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes sehr niedrig. Allerdings könne es vereinzelt Taschendiebstähle beispielsweise bei Großveranstaltungen geben. „Insbesondere Frauen sollten in Taxis den örtlichen Gepflogenheiten entsprechend die hinteren Sitze benutzen“, heißt es in den entsprechenden Reisehinweisen der Behörde. Im Land kommen demnach Videokameras im öffentlichen Raum flächendeckend zum Einsatz. Dies entspreche „in vielen Fällen nicht dem deutschen bzw. europäischen Verständnis von Datenschutz“, hieß es weiter.

Besteht für queere Fans eine Gefahr?

Zuletzt sorgten die Aussagen eines katarischen WM-Botschafters, Schwulsein sei ein „geistiger Schaden“, für großen Wirbel. In Katar ist Homosexualität laut Gesetz verboten. Die Gastgeber und die FIFA versicherten mehrfach, während der WM seien alle Fans willkommen. Zudem hieß es aus Katar, dass auch unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare, die ein WM-Spiel besuchen, im selben Zimmer schlafen dürfen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) brachte von ihrem jüngsten Besuch aus Katar eigenen Angaben zufolge eine „Sicherheitsgarantie“ des Premierministers mit, dass sich alle Fans während des Turniers frei und ohne Angst bewegen könnten. Menschenrechtsorganisationen und das Netzwerk der schwul-lesbischen Fanclubs raten dennoch homosexuellen Fans von einer Reise nach Katar ab.

Darf man Bier/Alkohol trinken?

Der Genuss von alkoholischen Getränken ist in Katar für Nicht-Muslime ab 21 Jahren zwar erlaubt, allerdings gelten dafür strikte Regeln. So darf in der Öffentlichkeit nicht getrunken werden und man darf sich dort auch nicht betrunken aufhalten. Große Hotels benötigen eine besondere Lizenz für den Ausschank von Alkohol. Fans sollten sich hier auf horrende Preise gefasst machen. Zuletzt war dabei die Rede von über 50 katarischen Riyal für eine „Halbe“ Bier. Das sind rund 14 Euro. Die Einfuhr von Alkohol in das Land – auch aus Duty-Free-Bereich von Flughäfen – ist nicht gestattet. Außerdem gab es zuletzt einen „Bier-Streit“ zwischen Katar, der FIFA und Sponsor Anheuser-Busch (Budweiser).

Welche Strafen drohen bei Drogendelikten?

Noch wesentlicher strikter geht der Wüstenstaat bei Drogendelikten vor. Hier verfolge das Land eine absolute „Null-Toleranz-Politik“, wie es von Seiten des Auswärtigen Amtes hierzu hieß. Harte Drogen sind sowieso „haram“, auch Cannabis ist verboten. Verstöße werden hart geahndet. Die Strafen reichen von Ausweisung aus dem Land über hohe Geldstrafen bis hin zu langen Gefängnisstrafen. Wer beim Dealen erwischt wird, dem droht sogar die Todesstrafe.

Was ist mit Sex?

Küssen (und andere Zärtlichkeiten) in der Öffentlichkeit sind nicht gern gesehen. Händchen halten hingegen wird (gerade so) akzeptiert. Das Auswärtige Amt stellte allerdings klar, dass nicht-ehelicher Geschlechtsverkehr verboten ist und strafrechtlich geahndet werden kann. Im Extremfall könne dies bedeuten, „dass es bei Anzeige einer Vergewaltigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Opfers wegen ‚außerehelichen Geschlechtsverkehrs‘ kommt“.

mw

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