"Bin so stolz auf dieses Team"

Klinsmanns US-Boys lösen das WM-Ticket

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Trainer Jürgen Klinsmann freut sich mit seinem Team über das WM-Ticket

Washington - Jürgen Klinsmann hat sich mit der Fußball-Nationalmannschaft der USA vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien qualifiziert. Auch Argentinien konnte ein WM-Ticket lösen.

Trainer Jürgen Klinsmann hat mit der US-Nationalmannschaft ebenso wie Costa Rica vorzeitig die Qualifikation für die Fußball-WM 2014 geschafft. Gold-Cup-Gewinner USA glückte in Columbus/Ohio gegen die kriselnden Mexikaner ein 2:0 (0:0)-Erfolg und schob sich mit 16 Punkten wieder auf den ersten Tabellenplatz der CONCACAF-Qualifikationsgruppe vor Costa Rica (15), das in Kingston gegen den von Winfried Schäfer trainierten Gastgeber Jamaika zu einem 1:1 (0:0) kam.

Klinsmann: "Ich bin so stolz auf dieses Team"

„Das war ein intensives Spiel, aber alle wollten den Sieg unbedingt“, sagte US-Coach Jürgen Klinsmann. Eddie Johnson in der 49. und Landon Donovan in der 78. Minuten trafen vor 24.584 Zuschauern im Columbus Crew Stadium für die US-Boys. „Ich bin so stolz auf dieses Team, das so hart gearbeitet hat. Jeder hat sich die WM-Teilnahme wirklich verdient“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi Donovan. Für die USA ist es die siebte Teilnahme in Folge an einer WM-Endrunde.

Hinter den USA und Mexiko hat Honduras nach dem 2:2 in Panama als Dritter mit elf Punkten gute Chancen, sich das dritte Direkt-Ticket für die WM in Brasilien zu sichern. Dahinter folgen Panama und Mexiko gleichauf (8 Punkte) auf den Plätzen vier und fünf vor Schlusslicht Jamaika (4). Der Viertplatzierte muss in die Relegation gegen Ozeanien-Vertreter Neuseeland.

Argentinien löst erstes WM-Ticket der Südamerika-Quali

In der südamerikanischen Qualifikationsrunde ist es Argentinien als erstes Team gelungen, das WM-Ticket zu lösen. Mit einem klaren 5:2-Sieg (2:1) gegen Paraguay in Asunción behaupteten sich die Argentinier am Dienstagabend (Ortszeit) als Spitzenreiter mit sieben Punkten Vorsprung vor den Tabellenvierten und nur noch zwei ausbleibenden Spieltagen. Aus Südamerika reisen die ersten vier direkt zur WM in Brasilien.

Lionel Messi brachte sein Team früh in Führung per Elfmeter nach einem Foul an Sergio Agüero in der 12. Spielminute. José Núñez erzielte in der 18. Minute mit einem raschen Angriff auf der linken Flanke den zeitweiligen Ausgleich für Paraguay. Agüero (31.), Ángel Di María (49.), wieder ein Elfmeter Messis (52.) und Maxi Rodríguez (89.) sorgten bei den Argentiniern für einen bequemen Sieg. Das Angriffspotenzial um Messi fiel schwerer ins Gewicht als die wiederholten Fehler der argentinischen Abwehr. Dem ehemaligen Stürmer des FC Bayern München Roque Santa Cruz gelang es in der 85. Minute diese Schwächen in ein Tor für Paraguay umzusetzen.

Ecuador und Uruguay stehen jetzt punktemäßig gleichauf

Uruguay hat mit einem 2:0-Heimsieg (0:0) gegen Kolumbien am Dienstag (Ortszeit) seine Chancen auf einen direktes Ticket für die WM in Brasilien stark verbessert. Geholfen hat auch das magere Unentschieden Ecuadors 1:1 (0:0) gegen den Tabellenletzten Bolivien in La Paz. Ecuador und Uruguay stehen jetzt punktemäßig gleichauf mit je 22 Zählern an vierter Stelle in der südamerikanischen Qualifikationsrunde, obwohl Ecuador eine bessere Tordifferenz aufweist. Der Fünfte muss noch in einem Playoff gegen Jordanien um einen Platz kämpfen.

Edinson Cavanis Tor per Kopfball in der 77. Spielminute und Christian Stuanis Treffer nur drei Minuten später gaben den Uruguayern den Sieg in dem voll besetzten Centenario-Stadion in Montevideo. Kolumbien, mit 26 Punkten auf dem zweiten Platz, hätte mit einem Unentschieden das WM-Ticket lösen können.

Alle Weltfußballer seit 1982

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Ecuador hat in La Paz am Dienstag nur knapp eine Niederlage verhindern können. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Mittelfeldspieler Jaime Arrascaita brachte in der 47. Minute Bolivien in Führung. Obwohl die Bolivianer das Spiel beherrschten, konnte Ecuador den Ausgleich in der 58. Minuten per Elfmeter erzielen. Felipe Caicedo schoss das Tor nach einem umstrittenen Handspiel des bolivianischen Kapitäns Ronald Raldes. Bolivien und Paraguay bleiben Tabellenletzte mit 11 Punkten.

Venezuela erzielte einen 3:2-Heimsieg (1:1) gegen Peru in Puerto La Cruz. Die Venezolaner haben so mit 19 Punkten noch eine minimale Chance, sich für das Playoff zu qualifizieren. Für die Peruaner (14 Punkte) war es das Ende aller Hoffnungen. Salomón Rondón (36.), César González per Elfmeter (62.) und Rómulo Otero (77.) für Venezuela sowie Paolo Hurtado (20.) und Bundesligist Carlos Zambrano (89.) erzielten die Treffer.

Am vorletzten Spieltag am 11. Oktober werden Ecuador und Uruguay in Quito aufeinandertreffen. Kolumbien empfängt den Tabellendritten Chile (24 Punkte), der am Dienstag spielfrei hatte, Argentinien spielt gegen Peru in Buenos Aires und Venezuela, das am letzten Spieltag frei hat, verabschiedet sich mit einem Heimspiel gegen Paraguay.

In WM-Form: Brasilien schlägt Portugal im Test mit 3:1

WM-Gastgeber Brasilien hat unterdessen Portugal mit einem glänzend spielenden Neymar in einem Testspiel mit 3:1 (2:1) geschlagen. Die Tore für den Rekordweltmeister schossen Thiago Silva (23. Minute), Neymar (34.) und Jô (49.). Für die Portugiesen traf Raul Meireles (17.).

Das Team von Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari zeigte sich in der heiß umkämpften Partie am Dienstag (Ortszeit) im Gillette-Stadion in Boston (Massachusetts/USA) in WM-Form und schloss mit der Partie an den 6:0-Sieg gegen Australien vom vergangenen Samstag an.

Die Portugiesen mussten ohne Topstar Cristiano Ronaldo antreten, der wegen einer Sehnenentzündung passen musste. Bei Brasilien war Wolfsburgs Bundesliga-Profi Luiz Gustavo von Anfang an dabei. Bayern Münchens Verteidiger Dante kam diesmal nicht zum Einsatz.

SID/dpa

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