96-Team hat Enke-Tod nicht einfach weggesteckt

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Das Hannover-Team hat den Tod von Robert Enke nicht einfach weggesteckt

Hannover - Die Tragödie um Torwart Robert Enke belastet die Mannschaft von Hannover 96 offensichtlich stark.

“Es gibt Fachleute, die sagen, die Mannschaft sei traumatisiert, ihr fehle der Siegeswille. Ich vermag das nicht abschließend zu beurteilen. Doch entscheidend ist, die Bundesliga nimmt keine Rücksicht, die Saison endet im Mai, und wir müssen alle Entscheidungen darauf ausrichten, die Klasse zu halten“, erklärte 96-Clubchef Martin Kind im Interview mit der “Neue Presse Hannover“ (Dienstag).

Die Karriere von Robert Enke in Bildern

 
Nationaltorwart Robert Enke ist tot. So wie auf diesem Bild werden ihn die Fußball-Fans in Erinnerung behalten. In unserer Fotostrecke zeigen wir die Stationenn in der Karriere des Robert Enke in Bildern. © ap
 
Robert Enke wurde am 24. August 1977 in Jena geboren. In seiner Heimatstadt spielte Enke für den SV Jenapharm Jenau und dem FC Carl Zeiss Jena. 1996 wechselte er zu Bundesligist Borussia Mönchengladbach. © ap
 
Enke verbrachte dort zwei Jahre auf der Bank, ehe er in der Saison 1998/99 unter Friedel Rausch und Rainer Bonhof zum Stammtorhüter wurde. © Getty
Trotz starker Leistungen gelang es Enke jedoch nicht, den Abstieg der Borussia aus der  Bundesliga zu verhindern. © dpa
 
Doch seine überzeugenden Vorstellungen brachten ihm seine erste Nominierung für die Nationalmannschaft ein. Er gehörte zum DFB-Team, das am FIFA Confederations-Cup 1999 in Mexiko teilnahm. Ein Einsatz blieb ihm jedoch verwehrt. Erst 2006 sollte er wieder in den Fokus der DFB-Auswahl rücken. © dpa
Im Sommer 1999 wechselte Robert Enke mit nur 22 Jahren nach Portugal zu Benfica Lissabon. Unter dem deutschen Trainer Jupp Heynckes wurde er Leistungsträger und schließlich Mannschaftskapitän. © dpa
 
Der Lissaboner Traditionsclub erreichte allerdings in den folgenden drei Spielzeiten nur mittelmäßige Ergebnisse. © Getty
 
Nach 77 Spielen für den portugiesischen Spitzenverein wechselte er ins Nachbarland Spanien. © Getty
 
Sein neuer Verein hieß FC Barcelona. Hier wird Enke im Sommer 2002 vom damaligen Barca-Coach und heutigen Bayern-Trainer Louis van Gaal offiziell vorgestellt. © dpa
 
Bei Barca erlitt er jedoch einen Karriereknick und kam nur zu vier offiziellen Einsätzen. © Getty
 
Er konnte sich auch im Training nicht anbieten. © dpa
Ein Ausleihgeschäft im Sommer 2003 in die Türkei zu Fenerbahçe Istanbul mit Trainer Christoph Daum wurde zu einem Desaster. Enkes erstes Spiel ging verloren und die eigenen Fans bewarfen ihn mit Gegenständen, woraufhin er seinen Vertrag auflöste und vorübergehend erwerbslos wurde. © dpa
 
Formal war Enke immernoch an Barcelona gebunden. Er ließ sich zum spanischen Zweitligisten CD Teneriffa ausleihen, wo er Stammtorhüter wurde. Im Sommer 2004 lief sein Vertrag aus, er wechselte zurück nach Deutschland. © Getty
 
Seine neue Heimat hieß Hannover. Von Beginn an wurde er zu einem Leistungsträger der Mannschaft und wurde seitdem mehrfach im Rahmen von Umfragen des Fachmagazins Kicker von den Bundesligaspielern zum besten Torwart gewählt. © Getty
 
Seit 2007 fungierte Enke auch als Mannschaftskapitän von Hannover 96. Erstmals hatte er einen Profivertrag in seiner Karriere verlängert und war damit noch bis 2010 an Hannover gebunden. © Getty
 
Seine überzeugenden Vorstellungen im Verein ließen ihn auch für die Nationalmannschaft wieder interessant werden. Enke wurde vor der WM 2006 von Jürgen Klinsmann in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft berufen, nahm jedoch nicht am Turnier teil. © dpa
 
Nach der WM setzte sich Enke zunächst wieder im Kader der Nationalmannschaft fest und fuhr als Ersatztorwart zu Länderspielen. Im März 2007 gab Enke sein Länderspieldebüt unter Jogi Löw in einem Freundschaftsspiel gegen Dänemark. © ap
 
Schwerer Schicksalsschlag für den sympathsicehn Torwart: Tochter Lara starb 2006 im Alter von zwei Jahren an einem angeborenen Herzfehler. Doch Enke kämpfte sich zurück, wollte weiterspielen und fand zu alter Stärke zurück. © Getty
 
In der Hierarchie der Nationalmannschaft stand Enke im folgenden Jahr hinter Jens Lehmann und gleichauf mit Timo Hildebrand. An der EM 2008 nahm Enke als offizielle Nummer 2 im deutschen Tor teil, hinter Lehmann und vor René Adler. © dpa
 
Nach der EM und dem Rücktritt von Jens Lehmann wurde Robert Enke einer der Anwärter für dessen Nachfolge als Stammtorhüter. Als Hauptkontrahent stellte sich dabei René Adler (rechts) heraus. © dpa
 
Sein erstes DFB-Pflichtspiel bestritt Enke am 6. September 2008 in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein. Insgesamt hütete er in sechs von elf Spielen der Nationalmannschaft in der Saison 2008/09 das Tor. © dpa
 
Löw hatte sich allerdings nicht ausdrücklich für Enke als neue Nummer Eins ausgesprochen, so dass sich dieser dem Konkurrenzkampf gegenüber Rene Adler, Tim Wiese und Manuel Neuer stellen musste. © Getty
 
Nach einer rätselhaften Virus-Erkrankung musste Enke im Herbst 2009 einige Spiele in der Bundesliga als auch Länderspiele absagen. Nur wenige Tage vor seinem Tod war Enke ins Tor von Hannover 96 zurückgekehrt. © Getty
 
Robert Enke wird als einer der besten und sympathischten deutschen Torhüter in die Analen der Bundesliga und des DFB eingehen. © dpa

Seit dem Selbstmord des Schlussmanns am 10. November hat das 96-Team in fünf Partien nur einen Punkt geholt, aber 13 Gegentore kassiert und ist auf Platz 14 der Fußball-Bundesliga zurückgefallen. Darauf haben auch Sportdirektor Jörg Schmadtke und Trainer Andreas Bergmann hingewiesen. “Ja, die Mannschaft hat Roberts Tod nicht so einfach weggesteckt. Er war eben nicht nur unser Torwart, sondern mit seiner Leistung und Ausstrahlung ein absoluter Führungsspieler, der uns einfach weggerissen wurde“, sagte Bergmann der “Bild“ (Dienstag). Dieses müsse man bei der Hinrunden-Analyse berücksichtigen.

“Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns dahinter nicht verstecken“, warnte Bergmann angesichts der Abstiegsgefahr, in die Hannover 96 durch die 2:3-Niederlage gegen Bochum geraten ist. “Gerade im Disziplin-Bereich haben wir seit Roberts Tod öfter ein Auge zugedrückt. Das werden wir jetzt wieder strenger handhaben“, sagte der Coach. Rückendeckung erhielt er von Kind: “Der Trainer bekommt dabei jede Unterstützung. Bis zum tragischen Tod von Robert Enke war ja auch alles richtig. Die Mannschaft ist jetzt gefordert.“

dpa

Die Toten des Jahres 2009

Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der österreichische Bestseller-Autor Johannes Mario Simmel gehörte zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Seine rund 35 Romane erschienen in über 30 Sprachen und einer weltweiten Auflage von mehr als 73 Millionen. Zu Simmels erfolgreichsten Romanen gehörten “Es muss nicht immer Kaviar sein“, “Der Stoff, aus dem die Träume sind“ sowie “Und Jimmy ging zum Regenbogen“. Simmel starb im Alter von 84 Jahren am 1. Januar in seiner Schweizer Wahlheimat. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der Unternehmer Adolf Merckle war einer der reichsten Männer Deutschlands (ratiopharm, HeidelbergCement). Durch eine Fehlspekulation an der Börse geriet sein Imperium allerdings an den Rande des Zusammenbruchs. Am Abend des 5. Januar 2009 nahm er sich das Leben. Adolf Merckle wurde in der Nähe seines Wohnhauses im Blaubeurer Ortsteil Weiler von einem Zug erfasst und getötet. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der amerikanische Schriftsteller John Updike galt als einer der bedeutendsten Vertreter der US-Literatur. Immer wieder wurde er als Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis genannt. Berühmt wurden etwa die fünf Rabbit-Romane und “Die Hexen von Eastwick“. Updike kam im Laufe seiner Karriere auf etwa 60 Bände, außer Romanen schrieb er auch Kurzgeschichten und Gedichte. Mit 76 starb Updike am 27. Januar. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Dana Vávrová erlag am 5. Februar mit nur 41 Jahren einem Krebsleiden. Bekannt wurde die tschechische Schauspielerin und Frau von Regisseur Joseph Vilsmaier durch Rollen in „Ein Stück Himmel“, „Herbstmilch“ oder „Comedian Harmon ists“. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die bayerische Volksschauspielerin, Regisseurin und Theaterintendantin Ruth Drexel war besonders durch ihre Rolle als „Mama“ (Resi Berghammer) im Bullen von Tölz bekannt. Sie spielte außerdem in "Münchner Geschichten", "Irgendwie und Sowieso" oder "Monaco Franze". 1986 spielte sie die „Weißwurst-Paula“ in Franz Xaver Bogners Serie Zur Freiheit. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit war sie von 1988 bis 1998 und von 1999 bis 2002 Intendantin und Geschäftsführerin des Münchner Volkstheaters. Ruth Drexel starb am 26. Februar 2009. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Ernst Benda war 1968/69 Bundesinnenminister und von 1971 bis 1983 Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Am 2. März starb Benda im Alter von 84 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die britische Schauspielerin Natasha Richardson ist am 18. März an den Folgen eines Skiunfalls gestorben. Richardson war in vielen Theater- und Filmproduktionen aufgetreten, darunter in Volker Schlöndorffs “Die Geschichte der Dienerin“, “Nell“ und “Manhattan Love Story“. Sie wurde 45 Jahre alt. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Monica Bleibtreu war eine der angesehensten Schauspielerinnen des Landes. Als eigenwillige Charakterdarstellerin stand sie für zahlreiche TV- und Kinofilme vor der Kamera, unter anderem mit ihrem Sohn in dem Erfolgsstreifen “Lola rennt“. Sie war in “Abschied - Brechts letzter Sommer“, in “Verlorenes Land“, in “Marias letzte Reise“ und in “Vier Minuten“ zu sehen. Die Grimme-Preisträgerin starb mit 65 Jahren in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai nach langjähriger Krebserkrankung. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die Schauspielerin Barbara Rudnik wurde durch zahlreiche Fernsehrollen berühmt. Unter anderem spielte sie 1995 neben Götz George in dem Film “Der Sandmann“. 2002 übernahm sie die Rolle der Kommissarin Simone Dreyer in der ARD-Krimiserie “Polizeiruf 110“. 1982 war sie in dem Film “Kopfschuss“ bei den Filmfestspielen in Cannes zu sehen. Auch in Münchner Off-Theatern trat sie immer wieder auf. Im April 2008 hatte sie ihre Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Am 23. Mai starb sie im Alter von 50 Jahren in Folge ihrer Krankheit. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der Schauspieler Karl-Michael Vogler war aus fast 300 Film- und Fernsehrollen sowie zahlreichen Theaterengagements bekannt. Ob in “Hamlet“, “Wallenstein“ oder “Tatort“ - Karl-Michael Vogler brillierte in vielen Rollen. Von 1958 bis 1964 war er bei den Münchner Kammerspielen engagiert, wo er die großen Rollen in Schillers “Don Carlos“, Brechts “Der kaukasische Kreidekreis“ und Tschechows “Kirschgarten“ spielte. Karl-Michael Vogler starb am 9. Juni überraschend im Alter von 80 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der deutsch-britische Soziologe und Politiker Ralf Dahrendorf galt als ein Vordenker der Liberalen in Europa. Dahrendorf war einer der bedeutendsten deutschen Gesellschaftswissenschaftler. Als FDP-Mitglied wurde er zeitweise als künftiger Chef der Liberalen gehandelt - dann trat er 1988 aus der Partei aus. Von 1970-1974 war er EU-Kommissar. 1993 wurde er zum Mitglied des britischen Oberhauses ernannt. Er starb am 17. Juni und wurde 80 Jahre alt. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Sein Tod sorgte für einen ungeheuren Medienrummel und weltweite Trauer bei allen Fans. Der amerikanische Popstar Michael Jackson starb am 25. Juni in Los Angeles an Herzversagen. Ursache war eine Vergiftung mit dem Narkosemittel Propofol. Jackson gehörte zu den bekanntesten und schillerndsten Größen der Pop-Welt. Mit “Thriller“ brachte der selbst ernannte “King of Pop“ 1982 das erfolgreichste Album aller Zeiten heraus. Jackson hat schätzungsweise 750 Millionen Alben verkauft. Jackson wurde 50 Jahre alt. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die amerikanische Filmschauspielerin Farrah Fawcett erlag am 25. Juni im Alter von 62 Jahren einem schweren Krebsleiden. Mit der Fernsehserie “Drei Engel für Charlie“ war die schöne Texanerin mit der blonden Lockenmähne zum Weltstar aufgestiegen. Es blieb ihre berühmteste Rolle, auch wenn sie als Charakterdarstellerin viel Anerkennung fand. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die Choreographin Pina Bausch galt weltweit als Erneuerin der Tanzkunst und wurde mit höchsten internationalen Preisen ausgezeichnet, so 2007 mit dem Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk. Unter ihrer Leitung wurde das Wuppertaler Tanztheater, wo sie seit 1973 als Chef-Choreographin wirkte, weltberühmt. Ihre radikalen tänzerischen Umsetzungen, etwa von Gluck-Opern, erregten Aufsehen und entsprachen selten dem gängigen Schönheitsideal. Geboren wurde Josephine (Pina) Bausch am 27. Juli 1940 als Gastwirtstochter in Solingen. Sie starb am 30. Juni im Alter von 68 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der US-Schauspieler Karl Malden wurde in Deutschland vor allem durch seine Rolle als Polizist Mike Stone in der Fernsehserie "Die Straßen von San Francisco" an der Seite von Michael Douglas bekannt. Den Oscar erhielt er 1952 für seine Nebenrolle in dem Welterfolg "Endstation Sehnsucht". Karl Malden ist am 1. Juli im Alter von 97 Jahren gestorben. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der us-amerikanische Geschäftsmann und Politiker, Robert Strange McNamara wurde 1960 der erste Präsident der Ford Motor Company, der nicht aus der Familie Ford stammte. Er war Verteidigungsminister der USA von 1961 bis 1968 und Präsident der Weltbank von 1968 bis 1981. Am 6. Juli starb er im Alter von 93 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der us-amerikanische Schriftsteller Frank McCourt schrieb unter anderem den Bestseller „Die Asche meiner Mutter“. Am 19. Juli 2009 verstarb er im Alter von 78 Jahren an einer durch Hautkrebs hervorgerufenen Meningitis. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der Schaupieler Traugott Buhre war einer der großen Charakterdarsteller des deutschsprachigen Theaters. Dem Fernsehpublikum ist er unter anderem durch zahlreiche Gastauftritte in der Krimiserie "Derrick" und der Reihe "Tatort" bekannt. Er starb am 26. Juli 2009 im Alter von 80 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Peter Zadek war einer der einflussreichsten Regisseure des deutschsprachigen Theaters der Nachkriegszeit. Als unerschrockener Provokateur prägte er ein halbes Jahrhundert die Theaterlandschaft. Zu seinen legendären Inszenierungen gehören Shakespeares “Othello“ 1976 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg oder das Holocaust-Stück “Ghetto“ von Joshua Sobol mit Ulrich Tukur 1984 (Hamburg/Berlin). Er wurde 1926 in Berlin geboren und starb in der Nacht zum 30. Juli. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Sir Robert „Bobby“ William Robson war ein englischer Fußballspieler und -trainer. Robson wird als eine Art Vaterfigur der englischen Trainer angesehen und konnte als sportlicher Leiter auf eine der weltweit angesehensten Laufbahnen verweisen. Er starb am 31. Juli nach langem Lungenkrebsleiden. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die österreichische Ski-Legende Toni Sailer gewann als “Schwarzer Blitz aus Kitz“ drei Mal Olympia-Gold und wurde siebenfacher Weltmeister. Allein bei den Winterspielen 1956 im italienischen Cortina holte er drei Goldmedaillen und vier WM-Titel. Mit nur 23 Jahren gab Sailer 1958 seinen Rücktritt bekannt. Nach seiner aktiven Zeit machte der gelernte Glaser eine zweite Karriere beim Film und als Schlagerstar, blieb aber dem Skisport als Funktionär treu. Toni Sailer starb am 24. August an einem Gehirntumor. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der ehemalige südkoreanische Präsident und Friedensnobelpreisträger des Jahres 2000, Kim Dae Jung, leitete mit seiner „Sonnenscheinpolitik“ eine langjährige Phase der Annäherung an das kommunistische Nordkorea ein. Kim starb am 18. August und wurde 83 Jahre alt. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der letzte der Kennedy-Brüder war nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy und Senator Robert Kennedy das Oberhaupt des Familien-Clans. Seit 1962 saß Edward Kennedy für die Demokraten im US-Senat und stritt für soziale Gerechtigkeit. Ende der 60er Jahre galt er als aussichtsreicher Kandidat für das Präsidentenamt. Seine Ambitionen wurden aber durch einen von ihm verursachten Autounfall gedämpft, bei dem seine Beifahrerin ertrank. Kennedy erlag am 25. August seinem Krebsleiden. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der Kultfilm “Dirty Dancing“, in dem Patrick Swayze 1987 als Tanzlehrer Johnny seinem „Baby“ (Jennifer Grey) nicht nur den “Mambo“, sondern auch die Liebe beibringt, hatte den Schauspieler über Nacht weltberühmt gemacht. Später wurde die Rolle des als Geist wiederkehrenden Wall-Street-Bankers Sam Wheat in “Ghost“ (1990) und sein furioser Auftritt als Transvestit in der Komödie “To Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar“ (1995) wieder Hits. Swayze starb am 14. September an Bauchspeicheldrüsenkrebs. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der Fernsehjournalist Eduard Zimmermann war Vater des ZDF-Klassikers “Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Seine Journalistenkarriere begann Zimmermann in den Nachkriegsjahren in Schweden. Später ging er nach Hamburg und arbeitete für den NDR und das ZDF. 1967 startete er mit “XY“ - und trug seitdem den Spitznamen “Ganoven-Ede“. 1997 gab Zimmermann die Moderation von “XY“ ab. Am 19. September starb er im Alter von 80 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler und Vereinsmanager Rolf Rüssmann erlag am 2. Oktober, kurz vor seinem 59. Geburtstag, einem Krebsleiden. Rüssmann bestritt in der Nationalmannschaft 20 Einsätze und war 1978 bei der WM in Argentinien dabei. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere wurde Rüssmann Manager, zunächst 1987 für wenige Monate bei Schalke 04, dann von 1990 bis 1998 bei Borussia Mönchengladbach. Von Februar 2001 bis Dezember 2002 stand er schließlich beim VfB Stuttgart unter Vertrag. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der langjährige Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn ist im Alter von 88 Jahren am 3. Oktober gestorben. Mohn leitete den Konzern von 1947 bis 1981 und machte ihn zu einem der größten Medienkonzerne der Welt. © dpa
Horst Szymaniak war ein deutscher Fußballspieler. Der zweimalige WM-Teilnehmer (1958 und 1962) starb am 9. Oktober nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren an Herzversagen. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Mercedes Sosa war die bekannteste Folklore-Sängerin Lateinamerikas. Mit Klassikern wie “Gracias a la vida“ und Auftritten mit Weltstars wie Joan Baez, Luciano Pavarotti oder Charly García wurde sie weltbekannt. Am  4. Oktober starb die Sängerin nach längerer Krankheit im Alter von 74 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Stephen Gately war neben Ronan Keating Leadsänger der irischen Band „Boyzone“. Mit Hits wie “No Matter What“ und “Words“ wurden Gately und Co. zu Teenie- Idolen. Am 10. Oktober 2009 wurde er während eines Urlaubs auf Mallorca tot aufgefunden. Gately starb mit nur 33 Jahren an einem Lungenödem. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Al Martino wurde in den 50er und 60er Jahren mit Evergreens wie “Spanish Eyes“, “Here In My Heart“ und “Volare“ berühmt. Zudem spielte er 1972 an der Seite von Marlon Brando und Al Pacino in Francis Ford Coppolas Mafia-Drama “Der Pate“ den Sänger Johnny Fontane. Der Sänger starb am 13. Oktober 2009 im Alter von 82 Jahren. © dpa
Achim Stocker
Achim Stocker war langjähriger Prasident des Bundesliga-Vereins SC Freiburg. Der ehemalige Oberfinanzdirektor galt als die Vaterfigur des Sportclubs. Stocker litt schon seit vielen Jahren an einer schweren Herzerkrankung und starb am 1. November im Alter von 74 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Hans Matthöfer war von 1974 bis 1978 Bundesminister für Forschung und Technologie, von 1978 bis 1982 Bundesminister der Finanzen und 1982 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen. Er starb am 14. November nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der deutsche Fußball-Nationaltorwart Robert Enke warf sich am 10. November an einem Bahnübergang bei Hannover vor einen Zug. Der bei den Fans beliebte Fußballprofi litt nach Angaben seiner Witwe Teresa und seines behandelnden Arztes an schweren Depressionen. Nach der Fußball- Europameisterschaft und dem Rücktritt von Torhüter Jens Lehmann 2008 war Enke bald Stammtorhüter der DFB-Auswahl geworden. Mit der größten Trauerfeier der deutschen Sportgeschichte nahmen am 15. November etwa 40 000 Menschen im Stadion von Hannover Abschied von Enke. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der deutsche Journalist und Fernsehmoderator, Erich Boehme war fast 17 Jahre Chefredakteur des Spiegels. Boehme moderierte auf Sat.1 die Sendung „Talk im Turm“, später wechselte er zum Nachrichtensender n.tv und startete dort „Talk in Berlin“. Am 28. November starb Böhme an den Folgen einer langjährigen Krebserkrankung. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die Künstlerin Jeanne-Claude wurde zusammen mit ihrem Mann Christo mit spektakulären Verhüllungsaktionen in gigantischen Dimensionen bekannt. 1995 verpackte das Künstlerpaar den Berliner Reichstag, 1969 einen Teil der australischen Felsenküste. Jeanne-Claude starb am 18. November 2009 im Alter von 74 Jahren an einer Hirnblutung. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Walter Leland Cronkite war ein amerikanischer Fernsehjournalist und Nachrichtensprecher beim Fernsehsender CBS. Er wurde weltweit bekannt, als er am 22. November 1963 in den CBS News über das Attentat auf Präsident John F. Kennedy berichtete. Am 17. Juli starb Cronkite im alter von 92 Jahren. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff ist am 5. Dezember kurz vor seinem 83. Geburtstag gestorben. © dpa
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Nach Broadway-Auftritten in den 1940er Jahren kam der Schauspieler Gene Barry nach Hollywood und übernahm 1953 im Science-Fiction-Streifen “Kampf der Welten“ die Hauptrolle. Steven Spielberg holte ihn 2005 für seine Neuverfilmung des Romans von H.G. Wells an der Seite von Tom Cruise nochmal vor die Kamera. 1968 spielte Barry in “Columbo: Mord nach Rezept“. Von 1963 bis 1966 spielte er in “Burke's Law“. Gene Barry starb am 9. Dezember im Alter von 90 Jahren im Altersheim. © ap
Jahresrückblick Verstorbene 2009
Die Schauspielerin Brittany Murphy starb am 20. Dezember an Herzversagen. Die genaueren Umstände zu ihrem Tod sind noch unklar. Die erst 32 Jahre alte Schauspielerin war bekannt aus Filmen wie "Clueless" oder "Sin City". © ap
Der US-Folksänger Vic Chesnutt (45) starb an einer Überdosis. © dpa

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