Im Spiel gegen Hoffenheim

Hitziges Verfolgerduell endet mit Remis

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Kampf um jeden Ball. Hier zwischen dem Frankfurter Alexander Meier (r) und Lukas Rupp.

Frankfurt - Die Unbesiegbaren von 1899 Hoffenheim haben auch im Duell der Überraschungsteams ihren Nimbus bewahrt und bleiben gut zwei Wochen vor Weihnachten auf Europacup-Kurs. Doch das Remis war hart erkämpft.

Die Kraichgauer ertrotzten im Spitzenspiel beim punktgleichen Konkurrenten Eintracht Frankfurt eine Nullnummer und verteidigten mit nun 26 Zählern erfolgreich Tabellenplatz vier vor den punktgleichen Gastgebern.

Die Hessen, bei denen Timothy Chandler (83.) wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, konnten einen Tag nach der Vertragsverlängerung von Trainer Niko Kovac nicht das erwünschte Ausrufezeichen im Kampf um die internationalen Plätze setzen. Zufrieden durften vor 47.000 Zuschauern aber beide Teams sein: Hoffenheim ist in der Bundesliga seit fast sieben Monaten ohne Niederlage, Frankfurt kassierte die letzte Heimpleite Anfang April 2016 - ausgerechnet gegen das 1899-Team.

Ellbogencheck an Sandro Wagner

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt entwickelte sich von Beginn an eine hitzige und intensiv geführte Partie mit etlichen Nickligkeiten. Negativ-Höhepunkt: Ein rotwürdiger Ellbogencheck von Eintracht-Abwehrspieler David Abraham an den Kopf von Hoffenheims Torjäger Sandro Wagner, der aber nicht geahndet wurde (32.). In der Anfangsphase hatte bereits der nach seiner Sperre wieder in die Startelf der Gastgeber gerückte Spielmacher Marco Fabian völlig unnötig 1899-Keeper Oliver Baumann attackiert und so für den Auftakt des zeitweise ruppigen Schlagabtauschs gesorgt.

Beide Teams versuchten, das Aufbauspiels des Gegners frühzeitig zu stören und machten die Räume eng. Die erste gute Gelegenheit hatte nach einer guten Viertelstunde die Eintracht, doch Kapitän Alexander Meier schoss aus zehn Metern nach einer Hereingabe von Haris Seferovic Schlussmann Baumann direkt in die Arme.

Die Hoffenheimer, die kurzfristig auf Nationalspieler Sebastian Rudy (Rippenprellung) verzichten mussten, hielten dagegen und präsentierten sich auf Augenhöhe. Nach einer Ecke von Nadiem Amiri köpfte Niklas Süle in der 18. Minute über den Eintracht-Kasten.

Baumann im Blickpunkt

In einem temporeichen Spiel stand erneut Baumann im Blickpunkt, als er einen Gewaltschuss von Omar Mascarell entschärfte (24.). Wagner, der in dieser Saison schon siebenmal getroffen hat, zog sich in dieser Phase mit einigen harten Tacklings den Unmut der Frankfurter Fans zu.

Zum Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste immer dominanter, doch Jeremy Toljan traf nach einer guten halben Stunde nur das Außennetz. Auf der Gegenseite prüfte Meier mit einem gefährlichen Schlenzer Baumann (42.).

Beide Trainer hatten sich im Vorfeld der Begegnung äußerst lobend übereinander geäußert. Besonders Julian Nagelsmann ("Wir haben uns dieses Spitzenspiel erarbeitet") war die Vorfreude anzumerken.

Harter Kampf um jeden Ball

Auch nach dem Wechsel schenkten sich die Kontrahenten nichts und agierten weiter im Vorwärtsgang, um die Entscheidung zu erzwingen. Mit der Hereinnahme von Mark Uth nach einer Stunde versuchte Nagelsmann dann noch einmal, Akzente in vorderster Front zu setzen.

Chancen waren in der zweiten Hälfte aber Mangelware, obwohl die Intensität hoch blieb. Der eingewechselte Ante Rebic sorgte auf Frankfurter Seite für Gefahr und verzog nach 70 Minuten nur knapp. In der Schlussphase wurde die Partie noch einmal unschön, Chandler flog nach einem Griff an den Hals von Wagner vom Platz.

sid

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