Hitzlsperger und Ba mit West Ham abgestiegen

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Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger steigt mit West Ham United aus der englischen Premier League ab.

London - Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger und Ex-Bundesliga-Profi Demba Ba steigen mit West Ham United aus der Premier League ab. Kurze Zeit später zog der Verein personelle Konsequenzen.

Die Londoner verloren am Sonntag im Keller-Derby 2:3 (2:0) bei Wigan Athletic und stehen schon vor dem abschließenden Spieltag als Tabellenletzter fest. Nur wenige Stunden später teilte der Club mit, dass Avram Grant nicht mehr Trainer bei West Ham sei. Grant hatte das Team erst im vergangenen Juni übernommen.

Dabei sah es nach einem Doppelpack durch den früheren Hoffenheimer Ba in der 12. und 26. Minute zunächst nach dem Sieg aus, mit dem sich West Ham zumindest eine kleine Chance erhalten hätte. Doch Charles N'Zogbia (57.), Conor Sammon (68.) sowie erneut der Franzose N'Zogbia in der Nachspielzeit (90.+4) drehten die Partie für Gastgeber Wigan, der nun noch den Klassenverbleib schaffen kann.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Vielen Traditionsvereinen geht's finanziell schlecht. Sogar von Insolvenz und Abstieg in den Amateurbereich war immer wieder die Rede, so auch bei 1860 München. Die Löwen wurden am Ende gerettet, doch sie wären nicht die erste Mannschaft gewesen, die in den Niederungen des Amateurfußballs strandet. © Getty
Es gibt zwar Beispiele von Vereinen, die wieder auf die Beine gekommen sind. Etwa hat sich Fortuna Düsseldorf von der 4. in die 1. Bundesliga zurückgekämpft und der TSV 1860 von der 3. in die 1. Doch es gibt auch Ex-Bundesligisten, die in der Versenkung verschwunden sind. Sehen Sie hier eine Aufstellung der ehemaligen Bundesligisten, die heute in der 4. Liga oder tiefer spielen. © Getty
KFC Uerdingen: DFB-Pokalsieger 1985, heute Niederrheinliga (6. Liga) © Getty
Waldhof Mannheim: Bundesligist 1983-1990, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Rot-Weiss Essen: Deutscher Meister 1955, heute NRW-Liga (5. Liga) © Getty
Wattenscheid 09: Bundesligist 1990-1994, heute Westfalenliga (6. Liga) © Getty
Wuppertaler SV: UEFA-Pokal-Teilnehmer 1973/1974, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Bor. Neunkirchen: drei Jahre in der Bundesliga, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
FC Homburg: drei Jahre in der Bundesliga bis 1989/90, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
SV Darmstadt: zwei Jahre in der Bundesliga, heute in der 3. Liga (3. Liga) © Getty
Fortuna Köln: Bundesligist 1973/1974, heute NRW-Liga (5. Liga)   © Getty
Lokomotive Leipzig: Europacup-Finalist 1987 und Bundesligist 1993/94 (als VfB Leipzig), heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Preußen Münster: Bundesligist 1963/1964, heute in der 3. Liga. © Getty
Stuttgarter Kickers: Bundesligist 1988/89 und 1991/92, heute in der 3. Liga. © Getty
TeBe Berlin: Bundesligist 1974/1975 und 1976/77, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
SSV Ulm 1846: Bundesligist 1999/2000, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Das größte Fahrstuhlteam: Blau Weiß Berlin: Bundesligist 1986/87, heute Bezirksliga (8. Liga) © dpa
Das zweitgrößte Fahrstuhlteam: Tasmania Berlin: Bundesligist 1965/66, heute Landesliga (7. Liga) © dpa

Einen Tag nach der 19. englischen Meisterschaft für Manchester United sicherte sich der gescheiterte Titelaspirant FC Chelsea zumindest Rang zwei. Den Londonern genügte dafür ein enttäuschendes 2:2 (1:1) gegen Newcastle United, das erst in der Nachspielzeit noch ausglich. Das letzte Heimspiel der Saison war für Trainer Carlo Ancelotti womöglich der letzte Auftritt vor den Chelsea-Fans.

Da anschließend der Tabellendritte Arsenal daheim mit 1:2 (0:2) gegen Aston Villa patzte, steht Chelsea als Vizemeister fest. Darren Bent schockte Arsenal in der 11. und 15. Minute. Pokalsieger Manchester City könnte Arsenal beim Saisonfinale noch überholen und als Dritter sogar direkt in die Champions League einziehen. Im Duell um einen Startplatz in der Europa League setzte sich Tottenham Hotspur 2:0 (1:0) beim FC Liverpool durch und verdrängte den 18-maligen Meister vom fünften Platz. Rafael van der Vaart hatte die Spurs bereits in der 9. Minute in Führung gebracht.

dpa

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