Qualifikationsspiele für Brasilien 2014

Bosnien und England bei der WM - Türkei scheitert

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Bundesliga-Stürmer Vedad Ibisevic (r) hat die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina zur ersten WM-Teilnahme geführt.

Kaunas - Bundesliga-Stürmer Vedad Ibisevic hat die Fußball-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina zur ersten WM-Teilnahme geführt. Auch Russland hat ein Ticket für Brasilien 2014 gelöst.

Der Stuttgarter Ibisevic erzielte das Siegtor zum 1:0 (0:0) in Litauen und sicherte Bosnien-Herzegowina damit den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe G. Der punktgleiche Ex-Europameister Griechenland muss dagegen nach dem 2:0 (1:0) gegen Liechenstein aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz als Tabellenzweiter in die Play-offs für die WM 2014 in Brasilien.

Bosnien dominierte in Kaunas von Beginn an das Spiel, kam über Ibisevic und den Ex-Wolfsburger Edin Dzeko immer wieder zu hochkarätigen Torchancen. Doch der starke litauische Torhüter Giederius Arlauskas war lange nicht zu überwinden. Erst in der 68. Minute traf Ibisevic aus fünf Metern, es war sein achtes Tor in der WM-Qualifikation. Neben dem VfB-Profi spielten auch der Leverkusener Emir Spahic, der Braunschweiger Ermin Bicakcic und der Hoffenheimer Sead Salihovic von Beginn an.

In Piräus brachte Dimitrios Salpingidis den Europameister von 2004 gegen den Fußballzwerg Liechtenstein früh in Führung (7.). Danach blieben die Griechen zwar überlegen, aber wenig zwingend. Erst in der 81. Minute erhöhte Altstar Georgios Karagounis auf 2:0.

Russland trotz 1:1 gegen Vogts-Team bei WM dabei

Trotz eines mageren 1:1 (1:0) in Baku gegen die von Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner hat sich auch Russlands Fußball-Nationalmannschaft erstmals seit zwölf Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Bei 22 Zählern hatte Russland in der Europagruppe F am Ende einen Punkt Vorsprung auf Portugal, das Luxemburg mit 3:0 (2:0) bezwang. Damit hatte Russland das Direktticket sicher. Portugal muss in die Playoffs.

Roman Schirokow brachte die Russen am Dienstag in der 15. Minute in Führung, Vagif Javadov (90.) glich für die Vogts-Mannschaft kurz vor Schluss aus. Für Portugal, das ohne den gesperrten Superstar Cristiano Ronaldo angetreten war, trafen nach einer Roten Karte für die Luxemburger Silvestre Varela (30.), Nani (36.) und zwölf Minuten vor Schluss Helder Postiga.

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Die Portugiesen hatten ihre Chancen auf das Direktticket am vergangenen Freitag mit dem 1:1 gegen Israel schon fast verspielt. Russland hatte sich im vorletzten Spiel gegen Luxemburg mit 4:0 durchgesetzt und war dank der exzellenten Tordifferenz von plus 23 schon vorher hoher Favorit auf den Gruppensieg.

Hitzfelds Schweizer ungeschlagen zur WM

Die Nationalmannschaft der Schweiz hat die WM-Qualifikation für Brasilien 2014 mit dem 1:0 (0:0) gegen Slowenien ungeschlagen beendet. Das Team des deutschen Trainers Ottmar Hitzfeld gewann am Dienstag in Bern dank eines Treffers des Mönchengladbacher Bundesligaspielers Granit Xhaka in der 74. Minute. Die Eidgenossen kommen damit auf 24 Punkte.

Mit dem 2:1 am Freitag in Albanien hatte sich die Schweiz in der Europagruppe E schon vorzeitig die zehnte WM-Endrundenteilnahme gesichert. Die Slowenen (15 Punkte) verspielten ihre letzte Chance auf Platz zwei, den sich das Überraschungsteam aus Island (17) sicherte. Damit bestreiten die Isländer, die in Norwegen zu einem 1:1 kamen, im November die Playoff-Spiele. Kolbeinn Sigthorsson (12.) für Island und Daniel Braaten (30.) für Norwegen erzielten die Treffer.

WM-Hoffnungen der Türkei zerstört

Auch wegen Arjen Robben ist der Traum der Türkei von der Teilnahme an der Fußball-WM 2014 in Brasilien geplatzt. Der Außenstürmer von Bayern München erzielte im letzten Qualifikationsspiel die frühe Führung der bereits zuvor qualifizierten Niederlande beim 2:0 (1:0)-Sieg in Istanbul. Die Türkei rutschte mit 16 Punkten in der Gruppe D hinter Rumänien (19) ab, das sich durch ein 2:0 (1:0) gegen Estland den Play-off-Platz sicherte.

Neben Robben (8.) traf Wesley Sneijder (47.) für den souveränen Gruppensieger (28 Punkte). Für Rumänien war der ehemalige Bundesligaprofi Ciprian Marica mit einem Doppelpack (31., Elfmeter/81.) der Matchwinner in Bukarest. Auch Ungarn schob sich durch ein 2:0 (0:0) gegen Andorra noch vor die Türkei auf Platz drei.

Rooney führt England zur WM

Ex-Weltmeister England hat sich das Ticket für die WM in Brasilien nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Die Three Lions, Titelträger 1966, behaupteten durch ein 2:0 (1:0) gegen Polen den ersten Rang in der Qualifikationsgruppe H. Die Kicker aus dem Fußball-Mutterland sind damit zum 14. Mal bei einer WM-Endrunde dabei und zum fünften Mal in Folge.

Spanien Gruppensieger

Auch Titelverteidiger Spanien hat die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien perfekt gemacht, Frankreich muss trotz eines Treffers von Franck Ribery in die Play-offs. Der Welt- und Europameister bezwang im letzten Qualifikationsspiel Georgien mit 2:0 (1:0) und schloss die Gruppe I als Erster mit drei Punkten Vorsprung auf die Franzosen ab, die 3:0 (1:0) gegen Finnland gewannen. Für Spanien ist es die vierzehnte WM-Teilnahme, Les Bleus müssen auf die Ausscheidungsspiele am 15. und 19. November hoffen.

Bayern Münchens Außenstürmer Ribery traf in Saint-Denis in der achten Minute für die Franzosen, die zur direkten Qualifikation eine Niederlage Spaniens benötigt hätten. Joona Toivio (76.) unfreiwillig per Eigentor und Karim Benzema (87.) erhöhten. Für das iberische Team von Trainer Vicente del Bosque, der seinen Vertrag offenbar bis 2016 verlängern wird, waren Alvaro Negredo (26.) und Juan Mata (61.) in Albacete erfolgreich.

sid/dpa

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