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Iranische Fußballer wegen Po-Kniff gesperrt

Teheran - Zwei iranische Fußball-Profis sind wegen einer “unmoralischen“ Art und Weise des Tor-Jubels gesperrt worden. Das berichtete das staatliche Fernsehen am Montag.

Zwei iranische Nationalspieler sind suspendiert worden, weil sie nach einem Tor in unmoralischer Art und Weise gejubelt haben sollen. Persepolis-Verteidiger Mohammad Nosrati griff am Samstag nach einem Treffer seiner Elf im Ligaspiel gegen Damash Gilan ans Hinterteil seines Teamkollegen Shey Rezaei. Obwohl beide Spieler diese Geste als reinen Spaß bezeichneten, wurden sie vorläufig ausgeschlossen. Beiden Profis wurde nach Berichten staatlicher Medien zudem das Gehalt um 15 Prozent gekürzt.´

Auch Nosratis Club Persepolis zog Konsequenzen und suspendierte den Abwehrspieler. “Nosrati hat elf Jahre zur Nationalmannschaft gehört, aber das zählt für uns nicht, wenn es zu einem Bruch sozialer und ethischer Tabus in solch hässlicher Art und Weise kommt“, sagte ein Persepolis-Sprecher der iranischen Nachrichtenagentur ISNA.

Fan-Tattoos: Wenn Fußball-Leidenschaft unter die Haut geht

Fan-Tattoos: Wenn Fußball-Leidenschaft unter die Haut geht

Ein Borussia-Dortmund-Fan hat sich angesichts der sichergeglaubten Meisterschaft 2010/2011 den Rücken mit einem Tattoo beschmücken lassen, auf dem die Meisterschale und Kulttrainer Jürgen Klopp zu sehen sind. Wir zeigen weitere Tattoos von Fans, bei denen die Liebe zum Verein unter die Haut geht. © dpa
Ein Fan von Arsenal London © getty
Ein Fan von Celtic Glasgow © getty
Eine Anhängerin der Blackburn Rovers © getty
Ein FC-Chelsea-Fan © getty
Ein Fan von Borussia Dortmund © getty
Ein Fan von Leicester City und der englischen Nationalmannschaft, den "Three Lions" © getty
Ein Fan von Borussia Mönchengladbach © getty
Ein Fan von Celtic Glasgow und Klub-Legende Henrik Larsson © getty
Der selbe Herr von hinten © getty
Ein MSV-Duisburg-Fan © getty
Ein FC-Liverpool-Fan © getty
Ein weiterer Fan des FC Liverpool © getty
Ein Deutschland-Fan © getty
Ein Fan von Leicester City © getty
Ein Fan der Boca Juniors und Klub-Legende Diego Maradona © dpa
Ein Fan von Middlesbrough © getty
Ein Newcastle-United-Fan © getty
Ein Fan des FC St. Pauli © dpa
Ein Fan des FC Portsmouth © getty
Ein Fan von Alan Shearer © getty
Ein Stoke-City-Fan © getty
Ein Fan von Werder Bremen

Nosrati entschuldigte sich und betonte, die Geste sei unabsichtlich gewesen. “Ich hatte keine Ahnung, wo meine Hand hinfasste“, sagte er. Durch die andauernden Zeitlupen-Wiederholungen des staatlichen Fernsehens habe eine normalerweise harmlose Geste ein übertriebenes Gewicht bekommen. Millionen TV-Zuschauer hatten am Wochenende den Torjubel von Nosrati und Rezaei live verfolgt. Im islamischen Iran wurde die Geste als Skandal angesehen.

Im Zuge des Vorfalls wurde der langjährige Persepolis-Manager Mahmoud Khordbin gefeuert. Ihm wird vorgeworfen, den umstrittenen Torjubel gesehen, aber weder den iranischen Verband FFI noch seinen Club Persepolis informiert zu haben.

Seit Jahren versucht der FFI, “soziale Werte“ in den iranischen Fußball zu bringen. Mit Verweis auf eine “vulgäre Atmosphäre“ in Fußballarenen ist Frauen im Iran der Stadionbesuch untersagt.

dpa

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