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Kolleginnen springen Birgit Prinz zur Seite

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Zwei Stürmer-Generationen: Birgit Prinz (l.) und Alexandra Popp.

Frankfurt - Die deutschen Fußballerinnen und WM-Organisationschefin Steffi Jones sind Birgit Prinz zur Seite gesprungen und haben die 33-Jährige gegen die zuletzt aufgekommene Kritik verteidigt.

Nachdem zuletzt bereits Torhüterin Nadine Angerer die Rekord-Nationalspielerin in Schutz genommen hatte, betonten nun auch Mittelfeldspielerin Melanie Behringer und Jones, wie wichtig Prinz während der WM für die Mannschaft sei.

„Ich finde es schade, dass Birgit immer gleich niedergemacht wird, wenn sie nicht ihr Tor schießt. Sie reißt so viele Löcher, zieht so viele Gegenspieler auf sich und verteilt wunderbar die Bälle“, sagte Behringer dem kicker. Ähnlich deutlich äußerte sich Jones über Prinz. „Es steht keinem zu, sie in dieser Form zu kritisieren. Sie zieht immer zwei, drei Spielerinnen auf sich. Sie ist eine fabelhafte Fußballerin“, sagte Jones im ZDF-Morgenmagazin: „Sie soll sich keinen Kopf machen.“

Diesen Rat scheint Prinz, die vor dem zweiten

WM

-Spiel am Donnerstagabend in

Frankfurt

/Main gegen Afrikameister Nigeria in diesem Jahr noch keinen

Treffer

im deutschen Trikot erzielt hatte, zu befolgen. Die dreimalige Weltfußballerin, die ihre internationale

Karriere

nach der

WM

beenden wird, hält nichts von der

Debatte

über ihre gesunkene Torquote.

Frauen-WM: Unser Kader zum Durchklicken

Der Kader steht! So schön sind unsere WM-Träume

Mit einer Mischung aus Routine und jugendlichem Elan will Trainerin Silvia Neid die deutschen Fußballerinnen zum WM-Titel-Hattrick führen. Der Kader zum Durchklicken: © Getty
TOR: Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt/32 Jahre/94 Länderspiele/0 Tore): Zweimalige Weltmeisterin. Als Nummer 1 unumstritten. 2007 in China kassierte sie kein Tor - Rekord. © Getty
Ursula Holl (FCR Duisburg/28/5/0): Verlässliche Angerer-Vertreterin. Hatte zuletzt Rückenprobleme; aber klare Nummer zwei. © Getty
Almuth Schult (Magdeburger FFC/20/0/0): Sie holte mit den deutschen U 20-Frauen im vorigen Sommer den WM-Titel. Erhält einen “Schnupperkurs“ und ist die Einzige ohne A-Länderspiel. © Getty
ABWEHR: Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt/28/37/0): Die Innenverteidigerin war schon bei der WM 2007 dabei. Inzwischen zur Stammkraft gereift. © Getty
Babett Peter (Turbine Potsdam/22/47/1): Zuverlässige Außenverteidigerin mit WM- und EM-Erfahrung. Kann auf beiden Seiten spielen - nicht aus dem Team wegzudenken. © Getty
Annike Krahn (FCR Duisburg/25/62/4): Kompromisslose Innenverteidigerin. Nach Kreuzbandriss im August 2010 noch mit Trainingsrückstand und ohne Spielpraxis. Wenn sie fit ist, gesetzt. © Getty
Linda Bresonik (FCR Duisburg/27/62/5): Super-Technikerin, die wohl flexibelste Spielerin im Kader. Kann in der Abwehr und im Mittelfeld jede Position spielen. Hatte Knieprobleme, ist aber unverzichtbar. © Getty
Bianca Schmidt (Turbine Potsdam/21/14/0): Die Rechtsverteidigerin gehörte schon beim EM-Gewinn 2009 in Finnland zum Kader. Gewann im Vorjahr ebenfalls den U 20-WM-Titel. © Getty
Lena Goeßling (Bad Neuenahr/25/19/0): U 19-Weltmeisterin 2004, eigentlich im Mittelfeld zu Hause; sprang zuletzt für Krahn in der Innenverteidigung ein. © Getty
Verena Faißt (VfL Wolfsburg/21/2/0): Die Linksverteidigerin hat sich im letzten Jahr gut entwickelt. Ihr gehört die Zukunft. © Getty
MITTELFELD: Simone Laudehr (FCR Duisburg/24/37/7): Die gebürtige Regensburgerin ist neben Kulig erste Wahl im defensiven Mittelfeld. Kann auch auf den Flügeln spielen. Die Weltmeisterin scheut keinen Zweikampf. © Getty
Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt/25/61/17): Kann auf beiden Flügeln offensiv spielen, gefährliche Distanzschützin und Flankengeberin. © Getty
Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr/22/51/7): Dribbelstark und zielstrebig. Idealer Joker, wenn es vorn mal nicht läuft. Kann beide offensiven Außenpositionen spielen. © Getty
Kim Kulig (Hamburger SV/20/20/3): Die Europameisterin und U 20-Weltmeisterin spielt auf der “Sechs“. Sehr präsent, gute Freistoß- und Distanzschützin. Wechselt im Sommer nach Frankfurt. © Getty
Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt/31/169/10): Berliner Frohnatur, kämpfte sich nach Knieverletzung wieder heran. Früher als Innenverteidigerin gesetzt, zuletzt im Mittelfeld. Will zum Abschluss ihrer Karriere den dritten WM-Coup nicht verpassen. © Getty
Mittelfeld: Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt/31/122/41): Zweimalige Weltmeisterin. Seit Jahren Stammspielerin auf der rechten Offensivseite und sehr torgefährlich. © Getty
Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam/22/43/8): Dribbelkünstlerin und begehrter Werbestar. Ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum, kommt meist über die linke Seite. © Getty
ANGRIFF: Inka Grings (FCR Duisburg/32/87/61): Stürmerin mit eingebautem Torinstinkt. Unverzichtbar im Angriffzentrum. Trickreich, schnell und eiskalt im Abschluss. Zudem kopfballstark. © Getty
Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt/33/208/128): Rekordnationalspielerin und Leitfigur. Hält fast alle Bestmarken. Will ihre einmalige internationale Fußball-Karriere mit dem dritten WM-Titel beenden. © Getty
Martina Müller (VfL Wolfsburg/30/89/30): Fast nie in der Startelf, aber der “Torjoker“ schlechthin. Erfahren, laufstark und eiskalt im Abschluss. War schon bei den WM-Erfolgen 2003 und 2007 dabei. © Getty
Alexandra Popp (FCR Duisburg/19/8/4): Star der U 20-WM als beste Spielerin und beste Torschützin (10 Treffer). Druckvoll, präsent, durchsetzungsstark. Im DFB-Team meist links offensiv eingesetzt. © Getty

„Es ist immer dieselbe Diskussion. Dabei kommt es gar nicht darauf an, wer die Tore schießt, nur dass sie eine schießt“, sagte Prinz, die vor dem Nigeria-Spiel 128 Tore in 213 Länderspielen erzielt hatte, der Süddeutschen Zeitung: „Meine Rolle ist es längst nicht mehr, ständig die Dinger reinzumachen.“

Prinz hatte zuletzt auch nicht mehr 90 Minuten

Zeit

für einen Treffer, da sie von Bundestrainerin Silvia Neid zumeist ausgewechselt wurde. „Natürlich will ich immer ein Spiel durchspielen. Aber wenn die Trainerin etwas anderes vorhat, wird sie schon wissen warum“, kommentierte die Offensivspielerin ihre

Rolle

als Teilzeitkraft.

Der frühere Bundesligatrainer Hans-Jürgen Tritschoks, unter dem Prinz lange Jahre beim 1. FFC Frankfurt spielte, machte Neid für die durchwachsene Leistung von Prinz beim WM-Auftakt gegen Kanada (2:1) mitverantwortlich. „Man muss sich doch mal die Frage stellen, warum das Spiel an Birgit vorbeilief. Aber so, wie die Trainerin aufgestellt hat, war es schon von vornherein klar, dass es für sie kein gutes Spiel wird“, sagte Tritschoks dem Kölner Express: „Sie ist keine Spielerin für die Sturmspitze. Da raube ich ihr die Fähigkeiten. Birgit braucht Raum für ihr Spiel, sie muss von hinten kommend Tempo aufnehmen.“

Auch Dauer-Kritiker Bernd Schröder griff Neid im Hinblick auf Prinz an. Laut des Potsdamer Meistertrainers „würde man ein Denkmal beschädigen“, wenn man Prinz nun nicht mehr von Beginn an auflaufen lassen würde. „Da hätte Neid eher handeln müssen. Sie hätte Birgit weit vor der

WM

darauf vorbereiten müssen, dass sie möglicherweise nur als Einwechselspielerin agiert. Das hätte Birgit auch verstanden. Jetzt kommt das zu spät“, schrieb Schröder in seiner kicker-Kolumne.

sid

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