Neapel und Juve siegen

Lazio und Klose holen Punkt gegen Milan

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Miroslav Klose (r.) im Zweikampf mit Cristian Zaccardo

Rom - Lazio Rom hat mit Nationalstürmer Miroslav Klose in der italienischen Fußball-Meisterschaft Konkurrent AC Mailand auf Distanz gehalten.

Der Hauptstadtclub holte bei Milan am zehnten Spieltag der Serie A am Mittwoch ein 1:1 (0:0). In der Spitzengruppe gewannen die Verfolger SSC Neapel und Juventus Turin und verkürzten den Abstand auf den perfekt gestarteten Spitzenreiter AS Rom. Die Römer können am Donnerstag mit einem Sieg gegen Chievo Verona jedoch den alten Vorsprung von fünf Punkten wieder herstellen.

Der Brasilianer Kaká hatte Milan mit einem schönen Schlenzer (54. Minute) in Führung gebracht. Es war das erste Tor des früheren Weltfußballers nach seiner Rückkehr aus Madrid im Sommer. Für Lazio glich Michael Ciani (72.) aus. Der Hauptstadtclub, bei dem Nationalstürmer Klose durchspielte, bleibt mit 15 Punkten auf Platz sieben in der Nähe der Europa-League-Plätze. Krisenclub Mailand hingegen steht nach seinem siebten sieglosen Saisonspiel mit zwölf Punkten weiter nur im Mittelfeld.

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Rekordmeister Juventus Turin machte gegen den Abstiegskandidaten Catania Calcio früh alles klar und siegte souverän mit 4:0 (2:0). Der frühere Leverkusener Arturo Vidal traf mit einem abgefälschten Schuss (27.) für die Gastgeber, Mittelfeld-Regisseur Andrea Pirlo verwandelte kurz darauf einen Freistoß (34.). Danach schossen der Argentinier Carlos Tevez (66.) und Verteidiger Leonardo Bonucci (71.) den verdienten Sieg heraus.

Neapel, Dortmunds Vorrundengegner in der Champions League, gewann mit 2:1 (2:1) beim AC Florenz, der weiter ohne den verletzten Mario Gomez auskommen muss. Der Spanier José Callejon hatte Neapel in Führung geschossen (12.), Florenz-Torjäger Guiseppe Rossi glich per Foulelfmeter aus (28.). Den Siegtreffer erzielte der belgische Nationalspieler Dries Mertens (36.). Nach einer Gelb-Roten Karte für Christian Maggio spielte Neapel ab der 80. Minute zunächst zu zehnt, in der 90. Minute flog auch Florenz' Juan Cuadrado vom Platz.

Florenz, bei dem der Ex-Hoffenheimer Marvin Compper in der Startelf stand, rutschte durch die Niederlage mit 18 Zählern auf den sechsten Tabellenplatz ab. Einen Punkt mehr auf dem Konto hat Inter Mailand, das am Dienstag 1:1 (1:1) bei Atalanta Bergamo spielte.

Lazio kommt um „Geisterspiel“ herum

Lazio Rom hat sich mit Erfolg gegen die Verhängung eines „Geisterspiels“ in der Europa League zur Wehr gesetzt. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) reduzierte das Strafmaß für den Klub des deutschen Nationalstürmers Mirsolav Klose auf die Sperrung eines Teilbereiches im Römer Olympiastadion bei der Begegnung am 7. November gegen Apollon Limassol. Die Sanktion betrifft nur noch die berüchtigte „Curva Nord“, in der sich unter anderem Lazios Problemfans aufhalten.

Grund für die Strafe sind rassistische Gesänge der Zuschauer beim Spiel gegen Legia Warschau (1:0) am 11. September. Auch ein anstößiges Banner war entrollt worden. Lazio war zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro bestraft worden, dieses Urteil bestätigte die UEFA. Der Verein hatte die ursprüngliche Strafe als übertrieben angesehen, da angeblich die Mehrzahl der Fans im Stadion, der Schiedsrichter und sogar die UEFA-Delegierten die rassistischen Sprechchöre der Zuschauer gar nicht gehört hätten. Lazio war immer wieder wegen rassistischer Vorfälle in der heimischen Serie A und im Europacup sanktioniert worden.

In der Saison 2012/13 musste der Hauptstadtklub nach Entgleisungen im Zwischenrundenduell gegen Borussia Mönchengladbach (2:0) zwei „Geisterspiele“ in der Europa League bestreiten, darunter das Achtelfinal-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart (3:1). Zum Auftakt der heimischen Meisterschaft war zudem die Nordkurve nach rassistischen Gesängen geschlossen worden.

dpa/sid

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