Lebenszeichen: Hertha in Europa League weiter

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In einem lange Zeit trostlosen Spiel vor nur 14 417 Zuschauern erzwang der Serbe Gojko Kacar am Mittwoch gegen Sporting Lissabon den 1:0 (0:0)-Erfolg.

Berlin - Hertha BSC ist mit dem ersten Sieg im heimischen Olympiastadion seit 130 Tagen in die K.o.-Runde der Europa League eingezogen. Die Berliner bezwangen Sporting Lissabon mit 1:0 (0:0).

In einem lange Zeit trostlosen Spiel vor nur 14 417 Zuschauern erzwang der Serbe Gojko Kacar (70. Minute) am Mittwoch gegen Sporting Lissabon den 1:0 (0:0)-Erfolg, mit dem das abgeschlagene Bundesliga-Schlusslicht in der Gruppe D Platz zwei hinter dem 18-maligen portugiesischen Fußball-Meister sicherte. Der dritte Gruppensieg beschert den schwer angeschlagenen Berlinern eine Woche vor Weihnachten zumindest weitere Auftritte auf der europäischen Bühne, Mut für den Abstiegskampf und eine finanzielle Millionen-Zugabe.

“Wir freuen uns darauf. Das ist überhaupt kein Nachteil für die Bundesliga, im Gegenteil“, sagte Hertha-Trainer Friedhelm Funkel. “Jede zusätzliche Einnahme ist natürlich Gold wert“, ergänzte der Coach, der zuvor neben dem wirtschaftlichen Aspekt auch das “Renommee“ hervorgehoben hatte. Dafür tat seine Elf allerdings zunächst nicht allzu viel. Die eisigen Temperaturen von minus drei Grad schien auch die Spiellust seiner Profis zu lähmen.

Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte

Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Hertha BSC ist bodenlos schlecht in die Bundesliga-Saison gestartet. Nach 14 Spielen stehen nur fünf Punkte für die Hauptstädter zu Buche. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Auch der erfahrene Trainer Friedhelm Funkel ist ratlos. Der Abstand auf Stuttgart beträgt schon sechs Punkte. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Funkels Verpflichtung hat sich bislang alles andere als ausbezahlt. Funkel beim Abreagieren. © Getty
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Die Mannschaft macht unter Funkel genau da weiter, wo sie unter seinem Vorgänger Lucien Favre (Foto) aufgehört hatte... © Getty
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Hinzu kommen Tragödien wie die Geschichte von Nachwuchs-Torwart Sascha Burchert, der bei der 1:3-Pleite gegen den HSV zwei Treffer selbst vorbereitete...Sie denken, schlechter geht es nicht? Wir zeigen die katastrophalsten Fehlstarts aller Zeiten! © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte Energie Cottbus, hier Timo Rost, nur acht Punkte nach 14 Spieltagen. In der Saison 07/08 war das. Am Ende der Saison 2007/08 schafften die Cottbuser den Klassenerhalt aber mit Platz 14 und fünf Punkten Puffer noch recht souverän. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Köln, hier Matthias Scherz, erging es in der Saison 2003/04 ziemlich dreckig. Nach 14 Spieltagen hatten sie ebenfalls nur acht Punkte - und stiegen als abgeschlagener Letzter ab. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Miro Klose (r.) kennt den Abstiegskampf aus der Saison 2002/03 mit dem 1. FC Kaiserslautern. Nur sieben Punkte hatten die „Roten Teufel“ damals nach sieben Spieltagen, schafften aber als 14. den Klassenerhalt. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Thomas Meggle und St. Pauli am Boden: In der Saison 2001/02 hatte der Kiez-Klub wenig zu feiern. Nur sieben Punkte nach 14 Spieltagen, eindeutiger Abstieg. © Getty
Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
Jetzt kommen Härtefälle von vor der Einführung der Drei-Punkte-Regel (jeweils nach dem 14. Spieltag): Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte! © Getty
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Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
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Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
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Die schlimmsten Fehlstarts der Bundesliga-Geschichte
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Beide Teams agierten in den ersten 45 Minuten verhalten bis lethargisch. Der überraschend von Beginn an aufgebotene Artur Wichniarek hatte die erste Chance (24.), entschied sich aber für eine Kopfball-Rückgabe statt den Abschluss zu suchen. “Es war nicht einfach, gegen eine spielstarke Mannschaft wie Sporting Geduld aufzubringen“, resümierte Funkel. “Aber wir haben jetzt auch bewiesen, dass wir mit der zusätzlichen Belastung umgehen können.“

Nach 69 Minuten wurde der wieder einmal wirkungslose Pole gegen Waleri Domowtschijski ausgewechselt - eine Minute später fiel die Hertha-Führung, als Kacar nach einer Flanke von Maximilian Nicu mit Hilfe des Sporting-Verteidigers Leandro Grimi den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Die bereits für die erste K.o.-Runde qualifizierten Gäste boten zwar spielerisch die sehenswerteren Aktionen, kamen aber kaum gefährlich vor das Tor der Berliner. Der seit genau einem Monat tätige Coach Carlos Carvahal leistete sich zudem den Luxus, auf Stürmerstar Liedson zu verzichten. Bei der Hertha dagegen wurde deutlich, dass ein schlagkräftiger Stürmer fehlt. Erste Aufgabe für den Hauptstadt-Club ist daher die Verstärkung des Kaders, um in der Winterpause für das Wunder Klassenverbleib aufzurüsten.

Ob Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen kommt, soll sich bis zum Wochenende entscheiden. In ihrem vorletzten Spiel in diesem Jahr taten sich die Berliner, bei denen Kapitän Arne Friedrich (Leistenverletzung), Patrick Ebert (Magen-Darm-Probleme) und der gesperrte Brasilianer Raffael fehlten, auch nach dem Seitenwechsel schwer. Nach vorne ging bis zum Tor kaum etwas, nach hinten allerdings bestand auch wenig Gefahr. Kacar beseitigte schließlich sämtliche Zweifel.

Erfreulich zudem aus Sicht der Berliner: Drei Tage vor dem Liga-Spiel beim FC Bayern München gab Neuzugang Florian Kringe nach langer Verletzungspause in den letzten fünf Minuten sein Comeback. Drei Minuten vor dem Ende rettete der beste Berliner, Torwart Jaroslav Drobny, mit einer starken Parade gegen Carlos Saleiro den dritten Gruppensieg und das Weiterkommen.

dpa

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