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Ausschreitungen rund um EM-Finale in London

„Zum Schämen“: Englische „Fans“ sorgen für Gewalt-Exzess und Rassismus-Skandal

London EM-Finale Wembley Stadion Gewalt
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Englische „Fans“ sorgten rund um das EM-Finale in London für teils massive Ausschreitungen.

London - Überrannte Einlasskontrollen, wüste Schlägereien, Flaschenwürfe, verletzte Polizisten, zahlreiche Festnahmen und üble rassistische Entgleisungen: Sogenannte englische „Fans“ haben sich rund um das EM-Finale im Wembley-Stadion (11. Juli) und in Londons Innenstadt krass daneben benommen.

Bereits vor dem Sieg von Italien im Elfmeterschießen (4:3 / Live-Ticker zum Nachlesen) war es rund um den britischen Fußball-Tempel zu teils massiven Ausschreitungen gekommen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen englischen Fans und der Polizei wurden nach Behördenangaben insgesamt 19 Polizisten verletzt. Das sei völlig inakzeptabel, erklärte die Polizei am Montagmorgen via Twitter. Im Laufe des Sonntags seien 49 Personen wegen einer Vielzahl von Straftaten festgenommen worden, hieß es weiter.

Vor dem Anpfiff hatten zahlreiche Fußballfans versucht, Einlasskontrollen zu überrennen und das Stadion zu stürmen. Einige Personen gelang dies auch. In Videos, die im Internet kursieren, waren zum Teil massive Schlägereien zwischen Fans und Ordnern bzw. der Polizei zu sehen. „Wir verurteilen aufs Schärfste das Verhalten einer Gruppe von Menschen, die vor dem Finale ins Wembley-Stadion eingedrungen ist. Das ist völlig inakzeptabel“, hieß es vom englischen Fußballverband „The Football Association“ (FA). Der Verband werde mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um „gegen jeden vorzugehen, der illegal in das Stadion eingedrungen ist“. Die schlimmen Szenen gingen anschließend sogar noch weiter: Ein weiteres Video zeigt, wie andere Zuschauer versuchten, den Ordnern zu helfen und die Eindringlinge zurückzuhalten. Dabei schlug ein erwachsener Mann einem Jungen mitten ins Gesicht. Zudem traten mehrere Personen auf einen am Boden liegenden Mann ein.

Flaschenwürfe und rassistische Beleidigungen

Auch in Londons Innenstadt herrschte bereits Stunden vor dem Spiel der Ausnahmezustand. Von Einhaltung der Corona-Maßnahmen ganz abgesehen, versuchte die Polizei zum Teil verzweifelt, große Menschenansammlungen aufzulösen. Es wurden dabei Bierflaschen geworfen und „Lieder“ gegen Italien gesungen. „Diese Leute sind eine Peinlichkeit für die englische Mannschaft und alle wahren Fans, die eines der wichtigsten Spiele unserer Geschichte genießen wollten“, twitterte die FA hierzu.

Nach dem Sieg, den die italienische Presse mit überschwänglichen Lobeshymnen für ihr Team feierte, kam es erneut zu Entgleisungen von Anhängern der „Three Lions“. Bukayo Saka (19/FC Arsenal), Marcus Rashford (23/Manchester United) und Jadon Sancho (21), die die englischen Elfmeter verschossen hatten, wurden massiv angefeindet und über soziale Netzwerke rassistisch beleidigt. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson zeigte sich geschockt und mahnte zu mehr Respekt. „Dieses England-Team verdient es, als Helden verehrt und nicht rassistisch beschimpft zu werden. (...) Die Verantwortlichen für diese entsetzlichen Beschimpfungen sollten sich schämen“, schrieb Johnson auf Twitter.

Vor Johnson hatte sich schon der englische Fußballverband über den Rassismus online erschüttert gezeigt. Die Londoner Polizei twitterte: „Dieser Missbrauch ist absolut nicht akzeptabel, wird nicht toleriert und untersucht werden.“ Sancho und Rashford waren von Trainer Gareth Southgate erst kurz vor dem Ende der Verlängerung eingewechselt worden. Daran gab es auch von TV-Experten aus Deutschland Kritik.

mw

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