Magath: "Ich wusste, dass dem Club Geld fehlt"

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Felix Magath

Gelsenkirchen - Felix Magath hat bestätigt, dass dem in finanzielle Probleme geratenen FC Schalke ein umfangreiches Sparprogramm ins Haus steht.

“Ich wusste, dass dem Club Geld fehlt, möglicherweise mehr, als wir vorher dachten. Aber damit habe ich kein Problem“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten in einem Interview des Kölner Express (Samstag-Ausgabe). “Ich weiß jetzt, dass ich die Probleme hier nicht so schnell lösen kann“, wird Magath weiter zitiert. “Der Verein hat nicht nur kein Geld, er braucht welches.“ Er habe gewusst, dass die Mannschaft umgebaut werden muss, stellte Magath zudem fest.

Deshalb habe man auch eine vierjährige Vertragslaufzeit gewählt, “weil dieser Umbruch eventuell Jahre dauern kann. Denn wenn kein Geld da ist, wird es auch keinen schnellen Erfolg geben. Deshalb muss erst daran gearbeitet werden, den Verein finanziell wieder auf eine gesunde Basis zu stellen“. Er sei es aber aus den Anfängen seiner Trainerkarriere gewohnt, “in Clubs zu arbeiten, die finanziell kriselten und sportlich am Boden lagen.

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Ob Hamburg, Bremen, Frankfurt oder Stuttgart - ich habe es immer geschafft, sie sportlich weiterzuentwickeln und wirtschaftlich zu stabilisieren.“ Zugleich machte Magath deutlich: “Wenn die finanzielle Situation hier auf Schalke nicht verbessert wird, ist eine Meisterschaft kein Thema! Aber ich hätte Schalke nicht zugesagt, wenn ich das hier nicht anpacken wollte.“ Angesprochen auf Befürchtungen, er könne wegen der Probleme alles hinschmeißen, antwortete Magath: “Wenn jemand das streut, ist es wohl eher sein Wunsch, dass ich hinschmeiße. Aber ich kann alle beruhigen: In den nächsten vier Jahren wird das nicht passieren.“

dpa

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