Mainz holt Ivanschitz

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Österreichs EM-Kapitän verstärkt die Mainzer

Flachau - Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat sich die Dienste von Andreas Ivanschitz gesichert und will den früheren österreichischen Nationalmannschafts-Kapitän an diesem Montag als Neuzugang präsentieren.

Der Wechsel vom griechischen Spitzenclub Panathinaikos Athen zum Aufsteiger ist “nur noch eine Formalität“, wie der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler in einem Ö3-Interview sagte. Ivanschitz trainierte am Sonntag in Flachau erstmals mit seinen neuen Kollegen, den Medizin-Check hat er bereits bestanden.

“Ich freue mich, dass ich schon bei der Mannschaft bin und sie kennenlerne. Jetzt hoffe ich, dass die Formalitäten schnell erledigt werden“, meinte der Profi. Der 49-malige Nationalspieler (7 Tore) soll einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Nach österreichischen Medienangaben zahlt Mainz eine Ablöse von knapp 1,5 Millionen Euro für Ivanschitz, der noch bis 2012 an Athen gebunden ist.

Dies wollte FSV -Manager Christian Heidel im Trainingslager in Flachau nicht bestätigen, sagte jedoch: “Noch ist der Vertrag bei uns nicht fix, aber die Pressemeldungen über unseren Wunsch, ihn zu verpflichten, kann ich bestätigen. Wir sind mit Athen und Ivanschitz einig.“ Der Österreicher ist nach Gamal Hamza (Zamalek Kairo), Filip Trojan (FC St. Pauli), Heinz Müller (FC Arsenal) und Eugen Polanski (FC Getafe) der fünfte Neuzugang.

Ivanschitz gehörte bei Panathinaikos zuletzt nicht mehr zum Stammpersonal und hatte auch seinen Platz im Austria-Team verloren. Dort war er beim 2:3 gegen Tschechien im Oktober 2003 mit 19 Jahren jüngster Kapitän in der Geschichte von Österreichs Fußball. “Mainz war von Beginn an sehr stark interessiert. Als Aufsteiger herrscht dort im Moment eine große Euphorie“, meinte Ivanschitz.

Er hofft nun auf eine Rückkehr ins Nationalteam, dessen Spielführer er bei der EM 2008 noch war: “Ich wollte einen Wechsel in eine bessere Liga, um mehr gefordert zu werden und mich Woche für Woche mit den Besten zu messen. Ich bin jetzt wieder näher an Österreich. Die deutsche Bundesliga ist eine sehr gute Auslage und kann auch ein sehr gutes Sprungbrett für mich sein.“

Noch ohne den Neuzugang sind die Mainzer bei der Vorbereitung auf die neue Saison ins Stolpern geraten. Am Samstagabend kassierte die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen eine überraschende 1:4 (0:0)- Niederlage beim Drittligisten Wacker Burghausen. Nach der Führung des Bundesligisten durch Srdjan Baljak (54. Minute/Foulelfmeter) gelang den Oberbayern durch die Treffer von Fikri El Haj Ali (57.), Christian Brucia (60.), Sven Kresin (73./Handelfmeter) und Christian Cappek (88.) vor 1200 Zuschauern ein Prestigeerfolg.

dpa

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