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Sorge um Schlager-Star

Andreas Gabalier muss mitten in der Nacht ins Krankenhaus

Andreas Gabalier muss mitten in der Nacht ins Krankenhaus

Für diesen Strafstoß schämte sich sogar Guardiola

Fehlentscheidung des Jahres im Video: Skandal-Elfmeter in der Champions League für ManCity

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Raheem Sterling (l.) kommt im Strafraum zu Fall, Mykola Matvienko berührte ihn aber gar nicht.

Was für eine Fehlentscheidung in der Champions League. Manchester City profitiert, erhält einen Elfmeter, der keiner war. Pep Guardiola ist entsetzt, der Spieler entschuldigt sich.

Manchester - Dieser Elfmeterpfiff war nicht nur ein Witz, er ist ein regelrechter Skandal. Für Pep Guardiola ist er gar ein absoluter Indikator dafür, dass in der Champions League der Videobeweis eingeführt werden muss. Und man muss beachten, dass sein Team von der Strafstoß-Entscheidung profitierte. Was war passiert?

Im Spiel zwischen Manchester City und Schachtjor Donezk läuft die 23. Minute, der Favorit aus England führte bereits verdient mit 1:0. Fernandinho bedient mit einem feinen Pass Raheem Sterling, der vor Donezk-Verteidiger Mykola Matvienko auf den Kasten der Ukrainer zustürmt. Plötzlich fällt der Engländer im Strafraum - und es es ist deutlich zu sehen, dass sich der 23-Jährige mit dem linken Fuß verdribbelt und im Rasen hängen bleibt. Doch es ertönt ein Pfiff und Schiedsrichter Viktor Kassai (Ungarn) entscheidet auf Strafstoß.

Guardiola: „Wir haben gleich gemerkt, dass es kein Elfmeter war“

Die Mehrheit der anwesenden Beobachter inklusive Verantwortlicher im Emirates Stadium wundern sich, können es teilweise nicht fassen. Weder der Torrichter, der neben dem Gehäuse steht, noch der Schiedsrichter-Assistent reagiert nicht. Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola deutet sogar auf der City-Bank an, dass sein Stürmer nicht gefoult wurde, sondern schlichtweg stolperte.

„Wir haben gleich gemerkt, dass es kein Elfmeter war“, so der Trainer nach dem Spiel. „Sterling hat in den Rasen getreten. Wir brauchen den Videobeweis. Ich sage seit langer Zeit, dass den Schiedsrichtern geholfen werden muss. Das Spiel heutzutage ist viel schneller als früher. Es muss den Schiris geholfen werden, es dauert nur zehn Sekunden, um zu sagen, dass das kein Elfmeter ist.“ Die Einführung des Videobeweises ist in der Champions League für die Saison 2019/20 geplant.

Kassai war 2017 nach dem Halbfinale der Champions League zwischen Real Madrid und dem FC Bayern von Karl-Heinz Rummenigge scharf angegangen worden. „Wir sind beschissen worden, im wahrsten Sinne des Wortes“, hatte er damals wegen Fehlentscheidungen des Referee gesagt, wie tz.de* berichtete.

Sterling selbstkritisch: „Entschuldigung an den Schiedsrichter und an Schachtjor“

Aber: Raheem Sterling selbst klärt die Situation auch nicht auf, sodass Gabriel Jesus antreten und das Leder zum 2:0 ins Netz bugsieren kann. Am Ende siegte Manchester City mit 6:0. Nach dem Spiel stellte sich Sterling den Fragen im britischen TV. „Ich wollte den Ball chippen und weiß nicht, was passiert ist“, gibt er offen zu. „Ich habe keinen Kontakt gespürt. Entschuldigung an den Schiedsrichter und an Schachtjor.“ 

Ob das Spiel anders gelaufen wäre, hätte Kassai den Elfmeter nicht gegeben, ist mehr als fraglich, zu sehr dominierte Manchester City das Spiel gegen Schachtjor Donezk. Mit dem Erfolg hat City das Ticket für das Achtelfinale fast sicher, Donezk kämpft nun nur noch mit der TSG 1899 Hoffenheim um das Trostpflaster Rang drei. Dieser würde den „Abstieg“ in die Europa League bedeuten, Rang vier hingegen das europäische Aus.

Update vom 10. November 2018: Nach dem fulminanten Sieg gegen Donezk, empfängt City Manchester United zum Derby. Wir haben für Sie zusammengefasst, wo und wie Sie das Spiel Live im TV und im Live-Stream sehen können. 

fw

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