Matthäus giftet gegen Bielefelds Präsidenten

Lothar Matthäus giftet gegen Klaus Daudel.
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Lothar Matthäus giftet gegen Klaus Daudel.

Bielefeld - Lothar Matthäus hat völlig verärgert auf Aussagen des designierten Präsidenten von Zweitligist Arminia Bielefeld , Klaus Daudel , reagiert.

“Ich habe es nicht nötig, meinen Namen von Leuten in den Schmutz ziehen zu lassen, die in ihrem Leben im Fußball noch nichts erreicht haben und jetzt unintelligente Aussagen machen“, schimpfte der deutsche Rekordnationalspieler via “Bild“-Zeitung (Donnerstag). “Wenn ich sehe, wie diese Leute in Bielefeld arbeiten, wundert es mich nicht, dass Arminia wieder in die 2. Liga muss.“

Hintergrund von Matthäus' Attacken sind Äußerungen Daudels, dem bislang einzigen Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden Arminia-Vorsitzenden Hans-Hermann Schwick. “Wer das Geschäft kennt, weiß, dass in solch einer Situation auch viele ungebetene Gäste und Kommentare auf einen Verein einprasseln“, hatte Daudel das kolportierte Interesse an einer Verpflichtung von Matthäus als Trainer kommentiert. “Herr Matthäus wird meiner Meinung nach auf absehbare Zeit in der Bundesliga keine Rolle spielen. Auch bei uns nicht“, sagte der 63 Jahre alte Unternehmensberater laut “Bild“.

Obwohl seine Verpflichtung - erst recht nach dem Wortgefecht - ausgeschlossen ist, bietet Matthäus weiter seine Dienste in Bielefeld an. “Wenn professionellere Strukturen geschaffen werden sollen, können sie mich anrufen“, sagte Matthäus, dem ein unterschriftsreifes Angebot des ungarischen Erstligisten Fehervar vorliegen soll.

Nachdem große und finanzkräftige Unternehmen der ostwestfälischen Region signalisierten, sich beim Verein stärker engagieren zu wollen, könnte der zuletzt auch bei anderen Clubs als Trainer-Kandidat gehandelte Mirko Slomka wieder ein Thema werden.

Zwischen Arminia und Slomka gab es nach Bekunden des ehemaligen Schalker Coaches bisher nur einmal einen kurzen Kontakt. Dass konkrete Verhandlungen oder gar eine Verpflichtung an seinen angeblich zu hohen Gehaltsforderungen gescheitert seien, dementierte der 41-Jährige.

dpa

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