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"Meier und Hönes": FC Bayern im Visier der Stasi?

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Die Bayern im Jahr 1972

München - Wie jetzt berichtet wird, befand sich der FC Bayern angeblich lange im Visier der Stasi - diese machte erstaunliche und auch sehr kuriose Beobachtungen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat bei Gastspielen in der damaligen DDR unter permanenter Beobachtung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) gestanden.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Akten der Stasi-Unterlagen-Behörde Magdeburg. Die Dokumente beziehen sich auf das Europapokal-Duell zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Magdeburg im Herbst 1974. Die Operation „Vorstoß II“ stand unter Leitung von Generalmajor Rudi Mittig, dem späteren Stellvertreter von Stasi-Chef Erich Mielke.

Laut Focus hatte die Stasi im Mannschaftshotel in Magdeburg Dutzende Geheimdienstmitarbeiter platziert. Ein streng vertraulicher Plan sah den „zielgerichteten Einsatz“ von Spitzeln in den „Schwerpunktetagen, an der Rezeption und an anderen Konzentrationspunkten“ vor. Auf diese Weise wollte man „feindlich negative Kontakttätigkeit“ verhindern.

Die 20 besten deutschen Fußballer seit der Wiedervereinigung

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Wer war seit der Wiedervereinigung der beste Spieler, der den gesamtdeutschen Bundesadler auf der Brust trug? Die "Sport Bild" hatte anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung ihre Leser online dazu aufgerufen, die besten Nationalspieler Deutschlands seit 1990 zu wählen. Über 100.000 Leser haben sich beteiligt. Hier sehen Sie die Top 20. © Getty
Platz 20: Mario Basler © Getty
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Platz 18: Andreas Möller © Getty
Platz 17: Lukas Podolski © Getty
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Platz 5: Michael Ballack © Getty
Platz 4: Bastian Schweinsteiger © Getty
Platz 3: Rudi Völler © Getty
Platz 2: Lothar Matthäus © Getty
Platz 1: Oliver Kahn © Getty

In den Einsatzberichten der Magdeburger Polizei, die eng mit der Stasi kooperierte, finden sich laut Focus eher banale Beobachtungen: Trainer Udo Lattek habe „20 Bildautogramme an wartende DDR-Bürger“ verteilt. Kurz darauf seien „die Spieler Meier und Hönes“ (Sepp Maier und Uli Hoeneß) mit Autogrammkarten erschienen.

Aus Angst vor politisch brisanten Zwischenfällen steuerte die Stasi auch die Ticketvergabe, insbesondere für das Rückspiel in München am 23. Oktober 1974. Kandidaten, „die nicht den Kaderprinzipien entsprechen“, seien „bereits auf Kreisebene abzulehnen“. Wer es in die engere Wahl schaffe, müsse bis zur Abreise „mit allen verfügbaren Mitteln“ beschattet werden.

Nach Rückkehr in die DDR zogen die Stasi-Mitarbeiter nach den vorliegenden Unterlagen eine positive Bilanz. „Die DDR-Touristen ließen sich nicht provozieren“, heißt es in einem Aktenvermerk - trotz mehrerer Störversuche des Klassenfeindes. Als schlimmste Provokation empfanden Mielkes Stasi-Mitarbeiter „die Leuchtreklame im Stadion“, mit der Arbeitskräfte für den Olympiapark gesucht wurden, insbesondere Rundfunkmechaniker, Elektriker und Gärtner. „Von den Touristen wurde das als gezielte Abwerbung angesehen“, konstatierte das MfS.

sid

20 Jahre Honecker-Sturz: Seine blödesten Sprüche

20 Jahre Honecker-Sturz: Seine blödesten Sprüche

20 Jahre Sturz Erich Honecker
„Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ Mit diesem Spruch hat sich Erich Honecker in die Geschichtsbücher geschrieben. © MM
Erich und Margot Honecker
„Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind“, tönt Erich Honecker im Januar 1989. Am 18. Oktober 1989 musste er von allen Ämtern zurücktreten. Die Mauer fiel. © AP
Erich und Margot Honecker
„Wenn man keinen Charakter hat, kann man keine Politik machen!“ Margot Honecker, die mächtigste Frau in der ehemaligen DDR, galt wegen ihrer Haartönung als „blaue Eminenz" – und wurde oft als bestgehasste Frau der DDR bezeichnet. Die 82-Jährige lebt heute zurückgezogen in Chile. © dpa-mm
Erich und Margot Honecker
Michail Gorbatschow und Erich Honecker beim sozialistischen Bruderkuss. Im September 1989 erlaubte Ungarn 25.000 DDR-Bürgern die Ausreise. Gorbatschow warnte Erich Honecker mit den Worten: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ © dpa
Erich und Margot Honecker
„Der Geburtsort ist nicht entscheidend für die politische Überzeugung.“ Da war sich Erich Honecker, ein gebürtiger Saarländer, sicher. © AP
Erich und Margot Honecker
„Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow. Ich muss da eben mal hin....“, machte sich Udo Lindenberg über die DDR lustig. Das Foto von 1987 zeigt den Rockmusiker, wie er Erich Honecker (M) bei dessen Besuch 1987 in Wuppertal eine Gitarre mit der Aufschrift “Gitarren statt Knarren" übereicht. © dpa
Erich und Margot Honecker
Wie innig! Erich Honecker küsst am 4. Oktober 1979 den damaligen Sowietischen Staatschef Leonid Brezhnev. Zuvor war Brezhnev zum „Helden der Deutschen Demokratischen Republik“ erklärt worden und bekam die „Karl Marx Medaille“ überreicht. © AP
Erich und Margot Honecker
Der Kuss von Breschnew und Honecker, vor 20 Jahren an die Berliner Mauer gemalt, wurde zum Sinnbild eines politischen Aufbruchs. © dpa
Erich und Margot Honecker
„Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!“ Mit diesen Worten leugnete Honecker noch im August 1989 das nahe Ende der DDR. © dpa
20 Jahre Sturz Erich Honecker
„Die DDR und BRD gehörten nie zusammen, es trennen sie Welten: die sozialistische und die kapitalistische.“ Auch dies sagte der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker. © ap-mm
Erich und Margot Honecker
„Für uns kommt es darauf an, den Frieden zu sichern und den Krieg durch hohe Wachsamkeit zu bekämpfen, bevor er ausbricht, jederzeit bereit und fähig zu sein, jedem Aggressor eine vernichtende Abfuhr zu erteilen.“ Erich Honecker hatte seine eigene Auffassung von Friedenssicherung, man denke an die vielen Toten an der Mauer. © dpa
Erich und Margot Honecker
Lachen für die Kameras: Der kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro bei einem mehrtägigen Besuch im Juni 1972 in der DDR. © mm
Erich und Margot Honecker
Mit geballter Faust verlässt Erich Honecker (l), am 29.07.1992 die chilenische Botschaft in Moskau, begleitet vom chilenischen Sonderbotschafter R. James Holger und seiner Frau Margot. Honecker war seit seinem Sturz 1989 ein Gejagter der Justiz - doch verurteilt wurde er bis zu seinem Tod 1994 nie. Viele DDR-Größen machten in der BRD Karriere. Lesen Sie: „Von der Stasi zum BKA“. © dpa

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