„Ein Ausweis-Deutscher“

Özil von NPD-Funktionär übel beleidigt

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Mesut Özil

Bremen/Funchal - Was für eine Beleidigung vor laufender Kamera: ln einer TV-Sendung zur Landtagswahl in Brandenburg hat NPD-Funktionär Klaus Beier Werders Mittelfeldspieler Mesut Özil als „Ausweis-Deutschen“ bezeichnet. Das berichtet „Spiegel-online“.

Auf die Frage, ob er sich freue, wenn Mesut Özil ein Tor für die deutsche Nationalmannschaft schieße, sagte Beier in der RBB-Sendung „Klipp und Klar“: „Gut, es ist ein Plaste-Deutscher, sprich ein Ausweis-Deutscher.“

Özils Eltern sind beide türkischer Abstammung, leben aber schon seit Jahrzehnten in Deutschland . Mesut wurde in Gelsenkirchen geboren.

Klaus Allofs , Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung reagierte gestern mit deutlichen Worten. „Das sind politisch Verwirrte, die unverschämtes Gedankengut verbreiten und mit provozierenden Aussagen versuchen, in die Schlagzeilen zu geraten“, sagte er.

Beier, Spitzenkandidat der NPD bei der Landtagswahl in Brandenburg am 27. September und Bundespressesprecher seiner Partei, leistete sich nicht zum ersten Mal Ausfälle gegen einen deutschen Nationalspieler. Im April war er von einem Berliner Kammergericht zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Mit anderen NPD-Spitzenfunktionären hatte er in einem Flyer zur WM 2006 den dunkelhäutigen Nationalspieler und Ex-Werder-Profi Patrick Owomoyela rassistisch diskriminiert.

(ap/flü, Kreiszeitung)

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